Das Vitra Design Museum ist das erste Gebäude von Frank Gehry ausserhalb Nordamerikas. Tadao Ando baute zum ersten Mal ausserhalb von Japan. Nicholas Grimshaw, Alvaro Siza und SANAA haben je eine Industriehalle entworfen, und auch Bauten von Richard Buckminster Fuller, Jean Prouvé und Jasper Morrison sind auf dem Vitra Campus zu finden.
Bei der Auswahl der Architekten war es bislang immer die Absicht gewesen, die Welt nach Weil zu bringen und durch eine Mischung von „fremden“ Architekturen ein Gelände mit unverwechselbarem Charakter zu schaffen. Die architektonischen Inspirationen kamen deshalb aus Los Angeles, London, Tokio und Porto nach Weil. Es schien nun aber an der Zeit, die Weltarchitektur, die in Basel bei Herzog & de Meuron entsteht, auch auf den Vitra Campus einwirken zu lassen.
Das Home-Coming bezieht sich beim VitraHaus jedoch nicht nur auf die Architekten, es gilt auch für die Idee des Gebäudes: Herzog & de Meuron nehmen die weltweit für private Bauten archetypische Gebäudeform des Giebelhauses auf, verlängern sie und stapeln eine Reihe solcher Häuserriegel übereinander. Dadurch entstehen häuslich anmutende, überblickbare Räume und als Folge der gegenseitigen Durchdringung der Riegel dramatische Verformungen und Durchblicke. So erschliesst die Architektur des VitraHaus dem Besucher einen Parcours der Überraschungen und erlaubt Blicke in die Weinberge des Tüllinger Hügels, über den Vitra Campus, in Richtung Basel und ins Elsass.
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