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Wie in unserem Sondernewsletter am Freitag berichtet, hat die ewe/FM Gruppe die „Möbel –Austria 11“ gecancelt (siehe: www.wohninsider.at/moebel-austria-2011.html). Auf wohninsider.at trafen mittlerweile erste Stellungnahmen dazu ein. Hier ein kleiner Auszug:
Alfred Reindl (GF Fa. Schösswender und Obmann des Vereins Orientierung):
„Wir wurden mit diesem Schritt der ewe/FM Gruppe mehr oder weniger ‚kalt‘ erwischt. Mit allem hätten wir gerechnet, nur nicht damit. Zumal die Messe Möbel Austria ja eigentlich auf die zweijährigen Hausmessenaufritte von ewe und FM basiert. Schlimm für uns! Zurzeit warten wir die Gespräche des Möbel und Holzbauclusters mit den noch übrig gebliebenen Küchenherstellern in Österreich ab und dann müssen wir rasch eine Entscheidung treffen. Unter ‚wir‘ verstehe ich dabei die Aussteller der „Möbel Austria 09“. Anfang Juni gibt es diesbezüglich ein Meeting. Für uns wäre es ideal wenn ein großer, zum Beispiel Dan-Küchen, aufspringen würde und wenn die Möbel-Austria 11 dann wieder mit einer massiven Küchenausstellung aufwarten könnte. Andernfalls ist alles offen, sowohl von Seiten der Aussteller als auch von Seiten des Vereins Orientierung.“
Mag. Roland Ragailler (GF Fa. sedda und Beiratssprecher der Möbel-Austria):
„Der Austritt von ewe/FM tut mir persönlich weh, da ich bei der Initiierung der Möbel-Austria 09 selbst an vorderster Stelle mitgearbeitet habe. Ich finde die Entscheidung von ewe/FM absolut nicht im Sinne des österreichischen Möbelfachhandels und ich kann sie nicht nachvollziehen. Speziell der Fachhandel hat in der Möbel-Austria die ideale Plattform für eine Fachinformation gesehen und ich verstehe Firmen nicht, die sich gegen den Wunsch des Fachhandels – sprich Kunden aussprechen. Jetzt hatten wir wieder fast alle in einem Boot, an einem Ort, zu einem Termin und das ist für den österreichischen Fachhandel einfach wichtig. Es fährt nicht jeder nach Köln und nach Mailand und es will auch keiner eine Österreichrundfahrt absolvieren, um die Neuheiten der Industrie zu sehen.“
Prok. Stefan Oberkanins (Modulmanager GARANT-MÖBEL Austria) … per Mail
Bereits 2009 habe ich die Messeverantwortlichen davor gewarnt diese Messe wieder auf die gleichen tönernen Beine zu stellen wie seinerzeit die Salzburger Möbelmesse. Offensichtlich haben die Zuständigen aus der Vergangenheit nichts gelernt. Die Kleinkariertheit von Teilen der Veranstalter rächt sich nun. Hätte man 2009 schon Interessenten aus dem Ausland als Aussteller zugelassen so wäre man heute nicht von einigen wenigen abhängig und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Auch wir als Verband waren 2009 als Aussteller nicht willkommen und wurden "ausgesperrt". In vielen Gesprächen hatten wir angeregt die Veranstaltung nach außen zu öffnen und den Besuchern ein umfassendes Panoptikum zu bieten. Jedoch wurden dieselben Fehler wieder gemacht und man hat sich nach außen abgegrenzt. Somit wird es jetzt schwerer denn je Ersatz für den Ausfall von ewe/FM zu finden. Ich bin fast sicher im Ausland würde man fündig werden, denn wie Sie in Ihrem Artikel völlig richtig feststellen, ohne Küchenerzeuger ist die "Messe" nicht einmal die Hälfte wert und weder Kornmüller noch Breitschopf können auf Grund ihrer Vertriebswege als "Zugpferde" ewe/FM auch nur ansatzweise ersetzen.
Grundsätzlich sehen wir eine österreichische Möbelmesse als wichtige Einrichtung, jedoch sollten sich die Veranstalter überlegen, ob es für Besucher interessant ist nur einen kleinen Teil ihres Sortiments bzw. ihres Lieferantenrasters ausgestellt zu sehen. Wir sind davon überzeugt, dass die Messe nur durch die Zulassung von ausländischen Herstellern bzw. Serviceeinrichtungen wie Verbände etc. erhalten werden kann.
Hinweis
In der kommenden Printausgabe von WOHNiNSiDER.at lesen Sie Interviews, Stellungnahmen und alle verschiedenen Sichtweisen zu dem Thema. Der nächste WOHNiNSiDER.at erscheint am 25. Juni mit dem großen Schwerpunktthema „Küche“.
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