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Sechs Tage bis Sie drauf sitzen

Wer „Machalke“ sagt muss auch „Leder“ sagen. Guter Verkauf im Möbelstudio beginnt mit guter Fachberatung, und diese wiederum beginnt beim entsprechenden Know How. Wohninsider hat sich die machalke Lederfibel zur Hand genommen und nachgeblättert, wie man beim Lederspezialisten das Thema sieht und wie man dort Möbel baut.

 

 

Seit mehr als 30 Jahren fertigt machalke hochwertige Ledermöbel von Hand. Premium-Ledermöbel sind und bleiben Kompetenz Nummer Eins. Ganz gleich ob es sich um Sofas, Bänke oder Betten handelt. Jedes einzelne Produkt entsteht dabei in bester Qualität von Hand am Standort Hochstadt (Oberfranken).

Es sind vor allem die sogenannten kurzen Wege, die machalke stark machen. Nur mit einem direkten Zugriff auf Produktion und Zulieferer sind schnelle unkomplizierte Reaktionen möglich. So dauert es von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung des fertigen Möbels gerade einmal sechs Arbeitstage. Natürlich sind dabei alle Abläufe nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und unterliegen fortwährenden Kontrollen. Es heißt prüfen, prüfen und nochmals prüfen – vom Moment, in dem eine Lederhaut eintrifft, bis zum Versand des Möbels.

Unterstützt werden die erfahrenen Hände und Augen der rund 350 MitarbeiterInnen mit modernen Technologien: CAD-Systeme, computergestützte Ledercutter oder speziellen Industrienähmaschinen. Den Erfolg macht die Kombination aus traditionellem Handwerk und moderner Fertigungstechnik.  

 

Einzelfertigung  

machalke Möbel werden in reiner Auftragseinzelfertigung hergestellt. Jedes Möbelstück wird also genau so gebaut und mit genau dem Leder bezogen, wie es sich der Kunde im Handel ausgesucht hat. Damit alles klappt, ist zunächst ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Handel und Hersteller notwendig: Zusammenstellung, Lederqualität und –farbe, Fußausführung und individuelle Wünsche des Kunden müssen korrekt ermittelt und weitergegeben werden. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, so werden diese im Vorfeld geklärt. Zur Herstellung selbst sind in der Folge noch mehrere hundert Arbeitsschritte notwendig. Sehr viele unterschiedliche Abteilungen müssen als eingespieltes Team „Hand in Hand“ zusammenarbeiten. Aller Anfang liegt jedoch im Lederlager.

 

 

Im Lederlager liegt der Anfang  

Die machalke Lederkollektion umfasst aktuell 19 verschiedene Lederqualitäten – jeweils in einer Vielzahl an Farben. Dazu noch mehrere Qualitäten an Sonder- und Dekoleder. Da jede einzelne Lederfarbe chargenweise von machalke in Auftrag gegeben wird und die Gerberei diese individuell für machalke anfertigt (jeweils ca. 80 bis 100 Häute), kann der Herstellungsprozess vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund ist eine umfangreiche Lagerhaltung notwendig, um eine schnelle Lieferfähigkeit sicherzustellen. Ein großes Sofa entsteht aus vier bis fünf Häuten. Da auch innerhalb einer Charge leichte Farbvarianten möglich sind, wird die für eine Kommission benötigte Ledermenge farblich sortiert. So kann eine einheitliche Farbgebung innerhalb einer Kommission sichergestellt werden.

 

Lederzuschnitt  

Für jedes Modell und jeden Modelltyp existiert ein detaillierter Zuschnittplan, der den zu fertigenden Bezug in einzelne Teile unterteilt, die zugeschnitten und später vernäht werden müssen. Der Zuschnitt selbst erfolgt heute mit Hilfe computergestützter Ledercutter, die mehrere Arbeitsschritte zusammenfassen. Aber auch Zuschnitt von Hand ist noch üblich, insbesondere bei Reparaturen, Sonderanfertigungen und der Herstellung von Prototypen. Hier dienen dicke Pappschablonen zur Einteilung der Haut.

Beeindruckend hier das Archiv von machalke. Selbst Bezüge für Modelle aus den 1970er Jahren könnten noch einmal neu zugeschnitten und genäht werden.

 

 

Auf die Naht kommt es an  

Die zugeschnittenen Einzelteile werden in der Näherei zusammen mit dem Futterstoff, den erforderlichen Nähgarnen, Reißverschlüssen etc. zum Bezug komplettiert. Ebenso wie die Hüllen für lose Sitz- oder Rückenkissen. Perfekte Nähte sind wichtiges Kennzeichen für Qualität und unerlässlich für eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Dabei erfordert der Umgang mit den großen Industrienähmaschinen viel handwerkliches Geschick, ist doch mitunter sehr schweres und auch dickes Material zu verarbeiten. Ebenfalls gilt, viele unterschiedliche Techniken sicher zu beherrschen: einfache, „kalte“ Nähte, Kappnähte, Keder usw. aber auch die effektvollen machalke Spezialnähte (Kreuz-, Quadrat- und Rautennaht).

Im Gegensatz zur industriellen Fertigung ist es bei machalke üblich, dass ein Auftrag immer komplett von einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin genäht wird. Damit stammt der Bezug immer „aus einer Hand“. Ein Prinzip, das auch für alle anderen Arbeitssituationen gilt. Auch hier betreut immer nur ein Verantwortlicher einen konkreten Auftrag.  

 

Gestellbau  

Parallel zur Herstellung des Bezugs entsteht die Basis eines jeden guten Polstermöbels. Das Polstergestell bestimmt durch Form, Werkstoff und Aufbau die Gebrauchstüchtigkeit und grundlegende Qualität eines Polstermöbels. Bei machalke legt man großen Wert auf solide Konstruktionen mit ausgesuchten Materialien. Je nach Art und Aufbau des Polstermöbels werden daher unterschiedliche Werkstoffe eingesetzt: abgelagertes, kammergetrocknetes Buchenhartholz, Muliplex oder auch Metall. Machalke Polstergestelle kommen vom lokalen Zuliefernetz. Dennoch unterhält man eine hauseigene Schreinerei. Hier entstehen die Gestelle für Prototypen, Sonderanfertigungen und Kleinstserien.

 

 

Polstern

In der Vorpolsterei nimmt das Möbel dann konkrete Formen an. Sein Innenleben wird in vielen einzelschritten komplettiert. Die eigentliche „Sitzarchitektur“ entsteht. Fein aufeinander abgestimmt stellt sie den dauerhaften Komfort sicher. In der Polsterei werden die vorgepolsterten Gestelle durch geübte Finger mit dem genähten Bezug zu einer Einheit zusammengefügt.

Bevor das fertige Möbelstück das Haus verlässt, erfolgt eine detaillierte Endkontrolle: Wurde der Auftrag gemäß den Kundenwünsche ausgeführt? Ist das Leder in einwandfreiem Zustand? Stimmt der Komfort? … und mit dem Produktpass der jedem Möbel mitgegeben wird verbürgen sich die Mitarbeiter, dass kein wichtiger Aspekt vergessen wurde.

 

 

Österreich Vertretung:

Möbelagentur Helmut Mayerhofer

Birkenweg 31

4816 Gschwandt bei Gmunden

Tel.:  0043/664/307 61 55

info@moebelagentur.at

www.moebelagentur.at

www.machalke.com