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Initiative Edelfurnier startet

10.11.2017

Nomen est omen bei der branchenübergreifenden „Initiative Edelfurnier“. Tischler, Fachhandel und Industrie werden an Bord geholt und die Werbetrommel gerührt. Für Handwerksprofis gibt es ein eigenes Kommunikationspaket.


Die Initiative Edelfurnier stellten DI (FH) Georg Himmelstoß, Erich Gaffal, Ing. Claudia Hindinger, KR Gerhard Spitzbart und Mag. Alexander Flatischler vor. Foto: APA-Fotoservice/Hörmandinger Fotograf: Martin Hörmandinger

Es sei eine „außergewöhnliche Initiative“, so Erich Gaffal. Foto: APA-Fotoservice/Hörmandinger Fotograf: Martin Hörmandinger

Edles aus dem „Filetstück des Baumes“. Foto: Barmöbel Mario Horngacher / Fotografie: Rudolf Aigner

Tischlerkompetenz in Furnier-Qualität: Stuhl von Weissengruber. Foto: Initiative Edelfurnier

Der offizielle Kick-off ist erfolgt: Vor kurzem wurde die branchenübergreifende Initiative Edelfurnier im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit präsentiert. "Ziel der Initiative Edelfurnier ist es, dem Furnier die verdiente Anerkennung erneut zukommen und den großartigen Werkstoff in Zukunft wieder hochleben zu lassen", erklärt Erich Gaffal, Cluster Manager Möbel- und Holzbau-Cluster Upper Austria sowie einer der Initiatoren der Initiative. "Denn leider werden den Konsumenten zunehmend Möbel mit Dekorspanplatten angeboten. Gemeinsam mit starken Partnern aus der Branche - einem Netzwerk aus leidenschaftlichen Tischlern - hat sich daher die Initiative ein Ziel gesetzt: Jeden wissen zu lassen, wie einzigartig Holz in Form von Furnier ist und daher Furnier in seinen zahlreichen Facetten reizvoll und begehrenswert zu machen."

Alle für eine
Tischler, Industrie und Fachhandel sind dabei gleichermaßen angesprochen und eingebunden. Es sei "eine außergewöhnliche Initiative, die getragen wird von verschiedensten Protagonisten der Branche", so Gaffal, und "ein toller Schritt in Richtung Überwindung des Konkurrenzgedankens." Viel mehr noch: "Das Projekt ist auch darum wegweisend, weil österreichweit Gewerbe, Industrie und Fachhandel zusammenarbeiten, ja sogar Mitbewerber an einem Strang ziehen". Gemeinsam mache man sich stark für das Furnier, dessen Rückgang auch verbunden sei "mit Wissensverlust. Es geht Handwerkskunst verloren." Diesem Trend wolle man entgegen wirken und "dem Furnier wieder den Stellenwert geben, den es verdient - nämlich als tolles Material."
"Wir haben gemerkt, dass Furnier eine geringere Bedeutung hat, als noch vor zehn Jahren", so Mag. Alexander Flatischler, Geschäftsführer J.u.A. Frischeis. "Aus diesem Grund haben wir uns der Initiativ Edelfurnier angeschlossen, denn der Zeitpunkt ist richtig gewählt: Massivholz erlebt derzeit eine Renaissance und Holzoberflächen erleben einen Imagewandel - raus aus dem rustikalen Eck hin zu modernen Möbeltrends."

Positives Image
Diesen Weg schlägt auch Furnier ein. Ein wesentlicher Vorteil von Furnier sei dabei laut Gaffal die unendliche Palette von Mustern und Farbtönen aus dem schönsten Stück vom Holz. Es sei ökologisch, flexibel zu verarbeiten, nachhaltig und für gute Wohnatmosphäre sorgend, so DI (FH) Georg Himmelstoß, Director Sales & Brandmanagement JELD-WEN Zentraleuropa. Und auch Konsumenten sehen Furnierpositiv, wie eine aktuelle Umfrage der Initiative Edelfurnier von Marketagent.com unter 502 Personen zwischen 14 bis 69 Jahren bestätigt. So ist für 71,9% der Österreicher Furnier das bevorzugte Material für Möbel, Wandverkleidungen, Türen usw. "Die Menschen wollen natürlich und qualitativ hochwertig wohnen und Furnier liegt auch bei den Jüngeren im Trend, wie die Umfrage deutlich zeigt", so Gaffal. "47,4% der Befragten assoziieren mit Echtholz-Furnier Natürlichkeit, 47% mit Qualität und 44,6% mit "Hochwertigkeit", während Kunststoffbeschichtungen hauptsächlich mit "Industrieller Produktion" (56,4%) in Zusammenhang gebracht werden. "Eindeutig ist, dass die Mehrzahl der Befragten die Eigenschaften der Holz-Furnier positiver werten", sagt Gaffal.

Aktuell 117 Tischler an Bord
Um diese positiven Charakteristika von Furnier wirkungsvoll in die Welt hinauszutragen, starten die Initiatoren und Partner mit einer aufmerksamkeitsstarken Werbekampagne. Insbesondere die "Edelfurniertischler" rücken in den Mittelpunkt. "Derzeit sind bei der Initiative 117 TischlerInnen, die sich Edelfurniertischler nennen dürfen", so Gaffal - und dies bereits bevor die groß angelegte Kampagne anrollt. "Die Tischlerinnung steht voll hinter der Initiative Edelfurnier", erklärt KR Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister Tischler und Holzgestalter. "Wir erwarten, dass rund 200 TischlerInnen bei der Initiative mitmachen und so die Chance nutzen, sich durch Qualität und Individualität in einem Markt mit starken Konkurrenzdruck behaupten zu können".

Für Tischler gemacht
"Furnier zeigt einfach die Qualität unseres Handwerks, das wir gelernt haben", so Ing. Claudia Hindinger, in deren Hindinger KG die Arbeit mit Furnier rund 20 Prozent ausmache, den Grund für die Teilnahme bei der Initiative, die nicht zuletzt auch darauf abzielt, die Wertschöpfung beim Tischler zu halten. Daher wird kräftig die Werbetrommel gerührt und es wurde für die Tischler ein eigenes Kommunikationspaket geschnürt, bestehend aus dem Buch "Erlesenes vom Holz", das auch personalisiert werden kann, einem Onlineauftritt auf www.edelfurnier.at und ausgewählten Give-aways.

Viel vor in 2018
Nach dem heuer bereits geschnürten Basispaket für die Kommunikationsmaßnahmen, soll sich im nächsten Jahr die Kommunikation an private Konsumenten sowie an Innenarchitekten richten. Geplant ist dabei unter anderem eine Onlinekampagne, auch Messeauftritt sind angedacht. Konkret beschlossen werden die Maßnahmen Ende des Jahres. Das gesamt Etat für die Kommunikation bewegt sich jedenfalls im niedrigen 6-stelligen Bereich.

www.edelfurnier.at

 

 








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