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Kika/Leiner hängt in den Seilen

09.01.2018

Kurz vor Jahreswechsel verkaufte Steinhoff die attraktivste Leiner Immobilie in der Wiener Mariahilfer Straße an die Laura Daphne GmbH (Gründer Rene und Ingeborg Benko) um rund 80 Mio Euro.


Foto: Kika/Leiner

Man braucht nur die Schlagzeilen der Medien in den letzten Tagen lesen, dann weiß man, was die Uhr geschlagen hat: "Skandal um Kika/Leiner-Mutter Steinhoff weitet sich aus" (der Standard.at), "Steinhoff bringt Kika/Leiner turbulente Weihnachten" (NÖN.at), "Kika/Leiner der Hut brennt" (Kurier), "Bilanzskandal bei Kika/Leiner-Mutter" (DiePresse.com) und man könnte die Liste fast beliebig weiterführen.
Jetzt ist es eigentlich nicht ungewöhnlich, wenn ein Unternehmen eine Immobilie verkauft, weil das kann ja auch Strategie sein. Bei Leiner in der Mariahilfer Straße war man aber meilenweit von einer strategischen Maßnahme entfernt. Es war ein Notverkauf auf dem letzten Zacken, ansonsten hätte man die die Gehälter der rund 5000 Mitarbeiter nicht mehr bezahlen können.
Es brennt also nicht nur der Hut, es ist Feuer am Dach und womöglich auch schon im Keller. Der Verkauf und damit die Kapitalbeschaffung wurde in aller Eile abgewickelt und das Geld musste schnell fließen ... und das sagt eigentlich alles. Es kursierten sogar schon Gerüchte über eine mögliche Insolvenz.
Laut Kreditschutzverband seien die Unternehmen nach wie vor mit normaler Bonität bewertet, was sich aber schnell ändern könnte.

Der Mutterkonzern selbst hängt aufgrund von Vorwürfen der Bilanzfälschung in Schieflage, der Aktienkurs ist in den Keller gerast. Die Kika/Leiner Gruppe hat in der österreichischen Möbelbranche einen Marktanteil von rund 25 Prozent und beschäftigt über 5.000 Mitarbeiter.

Das neue Jahr hat gleich zu Beginn einen echten Paukenschlag.








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