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  Sie sind hier: Online-News > Juli 2010 > FEEI: Wirtschaftliche Lage stabilisiert sich

FEEI: Wirtschaftliche Lage stabilisiert sich im 1. Quartal 2010

 „Die Gewitterwolken verziehen sich langsam“, beschreibt Brigitte Ederer, seit Mitte Mai neue Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) die aktuelle wirtschaftliche Lage der zweitgrößten Industriebranche Österreichs.

 

 

Mag. Brigitte Ederer (Obfrau des FEEI) und Dr. Lothar Roitner (GF des FEEI). Foto FEEI

„Allerdings hat das Jahr 2009 mit einem nominellen Produktionsrückgang von minus 15,5% auf 10,86 Mrd. Euro Spuren in der Branche hinterlassen“. Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise kämpften nahezu alle Sparten der FEEI mit teils beträchtlichen Auftragseinbrüchen und daraus resultierenden Produktionsrückgängen. Die Exporte, einer der wichtigsten Impulsgeber des Sektors, sind 2009 um 20,7% eingebrochen. Der Beschäftigtenrückgang blieb im selben Zeitraum in diesem schwierigen Umfeld erfreulicherweise mit einem Minus von 5,6% sehr moderat.

 

Im letzten Quartal 2009 begann sich die Lage wieder zu entspannen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen gegenüber dem 4. Quartal 2008 um 16%. Der Aufwärtstrend bei den Aufträgen Ende 2009 spiegelt sich auch im Produktionswert des ersten Quartals 2010 wider, der mit 2,2% nur geringfügig sank. Verantwortlich für den Rückgang war in erster Linie die das Produktionsminus in der größten EEI-Sparte, Motoren, Generatoren, Transformatoren, von Jänner bis März von 10,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 566 Millionen Euro. Auch sonst zeigte die Wachstumskurve im ersten Quartal 2010 weiter deutlich nach oben. Die Exporte erholten sich mit einem Plus von 5,8%, die Auftragseingänge stiegen um 21% und auch die Beschäftigtensituation erwies sich stabil. Für das Jahr 2010 rechnet Ederer mit einem leichten Wachstum der Branche. Trotzdem geht die FEEI-Obfrau davon aus, dass die Konjunktur auch in den nächsten Monaten noch von der nach wie vor niedrigen Investitionsnachfrage beeinträchtigt bleibt.  

 

Die wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie 2009 im Detail  

Nahezu alle Sparten des FEEI waren im Jahr 2009 von teils massiven Produktionsrückgängen betroffen. Bei den Bauelementen, die traditionell sehr früh auf die Konjunktur reagieren, gab es ein Minus von 27,9%, die Verteilungs- und Schalteinrichtungen gingen um 18,3% zurück, sonstige elektrische Ausrüstungen um minus 21,2%, die elektrischen Ausrüstungen für KFZ sanken um 66,4%. Lediglich eine Sparte konnte im Jahr 2009 Zuwächse verzeichnen: Der Bereich Motoren, Generatoren und Transformatoren wuchs um 18,3%. Im Gegensatz zur Produktion waren von den starken Exportrückgängen alle Sparten betroffen. Betrachtet nach Ländergruppen blieb die EU 2009 mit 65,9% der wichtigste Außenhandelsraum. Die dortigen Ausfuhren sanken um minus 22,9%. Rückläufig waren auch die Ausfuhren nach Asien (-15,1%), das mit 14,1% Anteil 2009 der zweitgrößte Exportmarkt war.    

 

Ausblick 2010  

In der Elektro- und Elektronikindustrie mehren sich seit einigen Monaten die positiven Signale in Form von steigenden Auftragseingängen und Exporten. Die Sparte Bauelemente konnte im ersten Quartal 2010 um 95,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen, bei den Exporten gab es ein Plus von 30%. Auch andere wichtige Bereiche, wie Verteilungs- und Schalteinrichtungen verzeichnen wachsende Aufträge (+42,5%) und eine gute Nachfrage aus dem Ausland (+12,3%). Dass die Krise noch nicht ganz ausgestanden ist, zeigen allerdings die geringen Zuwächse bei den Auftragseingängen (+3,1%) und leicht sinkenden Exporte (-2,5%) in der Sparte Motoren, Generatoren, Transformatoren, die mit einem Anteil am Gesamtproduktionswert von 22,4% die größte Sparte innerhalb der FEEI ist und daher auch wesentliche Einflüsse auf das Gesamtergebnis haben wird.

 

www.feei.at