Alles außer gewöhnlich: Das war die blickfang Wien

Mit Sicherheit gutes Design entdecken – dazu lud die blickfang Wien und war ein voller Erfolg. Junge Labels glänzten mit ungewöhnlichen Kreationen, die Besten wurden mit Designpreisen bedacht.

Eine ganz besondere Atmosphäre umgab dieser Tage das MAK in Wien. Zum bereits 17. Mal öffnete die blickfang ihre Türen für Designlabels und -lover und präsentierte sich wie gewohnt anders als andere Designmessen und war nicht nur wie gewohnt anders als andere Designmessen, sondern in diesem Jahr angesichts der vielen Veranstaltungsabsagen ein besonderes Highlight.

Mit rund 7.300 Besuchern war sie einmal mehr der Anlaufpunkt für Stilliebhaber und das bewährte Konzept, junge, unabhängige DesignerInnen ohne Umwege mit designinteressierten Endkunden zusammenzubringen, ging voll und ganz auf. 130 handverlesene Designer präsentierten Möbel, Mode und Schmuck jenseits der Stangenware – mit vollem Erfolg.

 

„Nach dem für uns alle besonderen Wochenende können wir sagen: Ja, gutes Design verliert auch zu besonderen Zeiten nichts von seiner Anziehungskraft, sondern legt an Relevanz sogar noch zu.“ - Dieter Hofmann

 

„Mit Sicherheit gutes Design entdecken – dieses Motto gilt bei uns im Allgemeinen und dieses Jahr natürlich im Besonderen. Nach dem für uns alle besonderen Wochenende können wir sagen: Ja, gutes Design verliert auch zu besonderen Zeiten nichts von seiner Anziehungskraft, sondern legt an Relevanz sogar noch zu. Wir sind in Wien immer wieder aufs Neue überwältigt von dem enormen Interesse an gutem, unabhängigem Design und wahrem Handwerk!“ freut sich blickfang Geschäftsführer Dieter Hofmann.

Auch die Aussteller zeigen sich sichtlich zufrieden. Mit ihrer Mode möchte die Wienerin zeigen, dass faire Kleidung auch Fashionansprüchen genügt. „Das Wochenende war überragend. Meine Kundinnen hatten zum ersten Mal auf der blickfang die Gelegenheit, meine Kollektion live zu sehen, zu erfühlen und ich konnte mich mit Ihnen persönlich unterhalten. Das persönliche Gespräch, der Augenkontakt bei der Beratung, das Erfühlen der Stoffe – all das sind Dinge, die durch nichts zu ersetzen sind“, so Cornelia Lindner von consches, die ihr Fashion-Label im Frühjahr 2020, nur zwei Tage vor dem Lockdown, launchte.

 

„Die Bereitschaft der Besucher an einem tiefen und ernsten Austausch war noch größer als letztes Jahr: Die Wertschätzung für gute Produkte, für individuelle und nachhaltige Lösungen, für die Geschichten und Personen, die hinter dem Label stehen.“ - Horst Eckstein

 

Kitchen to keep aus Gmunden – ein Interview mit dem kreativen Label findet sich hier im wohninsider – war zum zweiten Mal auf der blickfang Wien dabei und Horst Eckstein hat dieses Jahr einiges positiv überrascht: „Die Bereitschaft der Besucher an einem tiefen und ernsten Austausch war noch größer als letztes Jahr: Die Wertschätzung für gute Produkte, für individuelle und nachhaltige Lösungen, für die Geschichten und Personen, die hinter dem Label stehen. Wir haben genau das Publikum getroffen, das Wert auf eine individuelle Einrichtung legt. Dazu kam der Austausch mit anderen Ausstellern, der jetzt schon Freude macht auf mögliche Kooperationen in den nächsten Monaten.“

Nicht nur die Wiener Besucher waren von der Vielfalt der hiesigen Designszene begeistert, sondern auch die Fachjury, die am Freitagabend den von der D.E.S.I.G.N. Foundation gestifteten blickfang Designpreis, verliehen in zwei Kategorien und jeweils mit 1.250 Euro dotiert, an die besten Aussteller vergab. Lorenz Kilga (Mitbegründer und Managing Director Design Network GmbH) und Floris Tegethoff (Geschäftsführer dasmöbel) sowie Daniel Kalt, (Chefredakteur „Die Presse Schaufenster“) und Antje Mayer-Salvi (Chefredakteurin und Gründerin von C/O Vienna) warfen ein besonderes Auge auf die spannenden Labels und Kreationen, um die Besten auszuzeichen. Ging der blickfang Designpreis „Mode & Schmuck“ an Daryn Chook, sahnte den blickfang Designpreis „Möbel & Produkt“ das Studio Jakob Glasner des gleichnamigen Designers aus Graz ab, der sich auf Nachhaltigkeit konzentiert, seine Produkte bewusst an der Grenze zwischen Kunst und Design positioniert und die Jury mit der Fertigungsqualität und Innovationskraft seiner Kreationen wie dem Hochbett f=mg – eine Liebeserklärung an die Gravitation – beeindruckte. Lorenz Kilga fasst die Juryentscheidung zusammen: „Die Produkte von Glasner widmen sich auf spielerische Art und Weise gesellschaftlich relevanten Themen - wie im Falle des Hochbetts - dem Trend Micro-Living verbunden mit dem immer schwieriger werdenden Miet-Wohnungsmarkt. Sein Hochbett ist eine gestalterische Lösung, die dabei das Wesentliche nicht aus den Augen verliert: Den Menschen und sein sich veränderndes Umfeld.“

 

„Die blickfang hat mich enger mit meinen Kunden zusammengebracht, was vorallem in der Anfangsphase von enormer Wichtigkeit für ein junges Label ist“ - Thomas Poganitsch

 

Erhielt Klara Neuber vom Label Klar eine Special Mention, wurden auch zahlreiche Jubiläen auf der blickfang Wien gefeiert. Immerhin besteht das Erfolgskonzept seit nun rund 30 Jahren und einige Aussteller begleiten das etwas andere Designevent schon seit der Anfangszeit – wie Thomas Poganitsch, der sich bereits zum 29. Mal auf der blickfang präsentierte und damit echte blickfang-Erfolgsgeschichte(n) schreibt. „Die blickfang hat mich enger mit meinen Kunden zusammengebracht, was vorallem in der Anfangsphase von enormer Wichtigkeit für ein junges Label ist“, so der Wiener Designer zu seiner Entscheidung, auch weiterhin bei den blickfang Messen präsent zu sein und neue Produktideen vor Ort auszutesten.

Auch Modedesignerin Katha Harrer vom Label km/a war schon 44. Mal bei einer blickfang Designmesse, konnte dank dessen einen breiten Kundenstamm aufbauen und lebt das blickfang-Erfolgskonzept.

 

„Unser Ziel ist es, mit der blickfang gutes Design zu fördern und auch zu feiern.“ - Tina Haslinger

 

„Unser Ziel ist es, mit der blickfang gutes Design zu fördern und auch zu feiern. Deshalb möchten wir bei den Messen auch die Aussteller in den Fokus rücken, die mit ihren Produktideen und neuen Kollektionen die blickfang zu dem machen, was sie ist: Der Inspirationsort für Designliebhaber.“ fasst Tina Haslinger, Projektleiterin der Wiener blickfang, zusammen. Genau dies ist der blickfang Wien auch im 17. Messejahr geglückt, in dem sie trotz allem ihrem Konzept treu geblieben ist: Sie ist der Ort, wo aufstrebende Talente ins Licht treten, und Dinge verkaufen, die niemand hat, aber jeder gerne hätte. Und während die blickfang nun bereits an anderen Standorten begeistert, können Designliebhaber im blickfang Designshop in aller Ruhe weitershoppen.

 

www.blickfang.com

Printmagazin als eBook

Hier spricht die Branche!