Herr Heide, erinnern Sie sich noch an den Moment, in dem die Idee zur STAPELLIEGE entstand?
Rolf Heide: Ja, sehr gut. Die Idee entstand im Zusammenspiel mit einer großen deutschen Zeitschriftenredaktion, für die ich damals den Wohnbereich betreute. Wir wollten praktische, gut gestaltete und bezahlbare Einrichtungsvorschläge bieten – aber im Handel fehlten oft genau die Elemente, die dafür nötig gewesen wären. Also dachten wir: Dann entwickeln wir es eben selbst, stellen es im Heft vor und liefern es über einen Versandhandel aus. Das war damals ungewöhnlich. Die Kollektion begann mit einfachen Dingen wie Leuchten und ging dann in Richtung Möbel. Entscheidend war: Alles sollte zerlegbar sein.
1966 entwerfen Sie dann die STAPELLIEGE. Was war der Ausgangspunkt?
R. Heide: Flexibilität war ein großes Thema – Beweglichkeit, der Wunsch, sich nicht festzulegen. Das hat diese Generation geprägt. Ich wollte ein Möbel entwickeln, das einfach, praktisch und preiswert ist, aber trotzdem gut gestaltet. Und ich wollte eine Form finden, die man nicht vergisst – die plausibel ist. Die keine Kosmetik darstellt, sondern logisch ist.