Salone 2026 mit Power, Perspektiven und Contract-Fokus

Der „Salone“ steht komplett ausgebucht am Start. Das Megaevent geht in diesem Jahr begleitet von Highlights wie der EuroCucina in Szene – und nimmt den boomenden Bereich Contract ins Visier.

 

Mailand steht dieser Tage im internationalen Rampenlicht – und auch im April, wenn der Salone del Mobile.Milano wieder seine Türen öffnet. Der Countdown für die 64. Ausgabe des legendären Megaevents der Möbelbranche läuft und vom 21. bis 26. April verwandelt sich das Messegelände, ähnlich wie bei den Olympischen Spielen, zum globalen Treffpunkt für designaffine Unternehmen, Profis, Trendsetter & Co. Langsam sickern die ersten Informationen durch, Vorfreude und Spannung sind groß und auch wenn viele Geheimnisse erst vor Ort gelüftet werden, steht eines fest: Der Salone wird wieder zum Hotspot und untermauert seine Position als „place to be & see“ mit bewährter Stärke, beliebten Highlights und neuen Initiativen.

Die Vorzeichen könnten kaum besser sein: Über 1.900 Aussteller und 227 Marken, darunter Debütanten und Rückkehrer, sind am Start und nehmen auf über 169.000 Quadratmeter Nettoausstellungsfläche in den Messehallen mit ihren Innovationen Aufstellung. Schon alleine diese Zahlen belegen die internationale Bedeutung des Salone, der seinem Ruf als Motor der Branche gerecht wird – trotz und gerade angesichts der bekannten Herausforderungen.

 

„Inmitten einer geopolitischen und wirtschaftlichen Phase, die von tiefgreifenden Umbrüchen und neuen Polaritäten geprägt ist, bekräftigt der Salone del Mobile.Milano seine Rolle als strategische globale Plattform. Er reagiert mit Weitblick und Kontinuität auf die Märkte und bleibt ein fester Ankerpunkt in einer unruhigen Zeit: ein Ort, an dem sich die Branche trifft, Ideen entwickelt und die Zukunft gestaltet wird. Die ausverkauften Ausstellungsflächen und der deutliche Anstieg der internationalen Besucherzahlen sind die konkreten Ergebnisse einer integrierten und zukunftsorientierten Strategie, die über Jahre hinweg entwickelt wurde. Eine Vision, die ihren Ursprung in Mailand hat und sich durch ein solides und stetig wachsendes Netzwerk internationaler Beziehungen weiterentwickelt.“ – Maria Porro, Präsidentin des Salone del Mobile.Milano

 

Längst hat der Salone von Mailand ausgehend seine Fühler und Flügel weit ausgestreckt, das Herz pocht freilich in der für Design, Lebensgefühl und Mode bekannten Stadt, nicht ohne die Impulse wieder zurückzuspielen, aufzugreifen und wie immer nicht nur viel, sondern stets das große Quäntchen Mehr zu bieten, unter anderem mit neuen Formaten. Schon die Kampagne mit dem Slogan „A Matter of Salone“ ist Verweis auf die Agilität des Salone del Mobile.Milano, der sich progressiv, innovativ und das Ohr am Puls von Zeit, Branche und Trends weiterentwickelt, wie Maria Porro im Gespräch unterstreicht. Es ist der Mix, der ihn auszeichnet, Bewährtes und Neues ergänzen sich zu einem immer wieder neuen, immer erlebenswerten Ganzen.

Wie jedes Jahr gehen mit dem Salone Internazionale del Mobile, der Internationale Fachmesse für Möbelaccessoires, Workplace3.0 und S.Project vier Veranstaltungen zeitgleich in Szene. Insgesamt präsentieren sich 915 Marken, darunter 139 Neue und Rückkehrer, und dank neuer thematischer Routen ist die gesamte Veranstaltung barrierefrei zugänglich. Mit „A Luxury Way“ in den Hallen 13-15 wird der Fokus auf zeitlose Objekte gelegt. Im Zentrum lockt „Aurea, an Architectural Fiction“, eine Installation des Pariser Studios Maison Numéro 20 unter der Leitung des Innenarchitekten Oscar Lucien Ono – ein imaginäres Hotel, das sich als eine Reihe narrativer Räume präsentiert.

Ein wahres Kernelement ist der vielbeachtete SaloneSatellite und beweist einmal mehr seine Anziehungs- und Zugkraft: Mit 700 Designern aus 43 Ländern und 23 internationalen Designhochschulen und Universitäten rückt er Talente unter 35 Jahren in den Fokus, die unter dem Thema der 27. Ausgabe „Maestria artigiana + Innovazione“ – Handwerkskunst + Innovation“ Handwerkskunst als Sprache der Zukunft neu entdecken und die Brücke zwischen handwerklichem Erbe und technologischer Vision schlagen.

 

„Mit SaloneSatellite bekräftigen wir unser Engagement für talentierte Designer unter 35: Sie bilden das pulsierendste Labor der Zukunft, unseren kritischen Spiegel, unser Lebenselixier. 2025 brachten wir sie nach Japan, und 2027 werden wir sie in weitere Metropolen des aufstrebenden Designs führen. Denn der Salone ist vor allem eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft.“ - Maria Porro, Präsidentin des Salone del Mobile.Milano

 

Hotspot „EuroCucina“ ...
 

Neben diesen jährlichen Highlights tritt der Salone in diesem Jahr wieder im Duett mit alle zwei Jahre stattfindenden Messen an, darunter der EuroCucina mit FTK – Technology For the Kitchen, die sich mit 106 Marken aus 17 Ländern einmal mehr als Küchendesign-Hotspot positioniert.

Getrieben von Technologie, Nachhaltigkeit und Innovation, intelligenten Systemen, KI-Integration, biophilem Design und mehr Kontrolle für die Nutzer:innen, werden die neuesten Innovationen für das „Herz des Zuhauses“ gezeigt – und vor allem integrierte, multisensorische Visionen treiben die Küchenrevolution voran. Profis dürfen gespannt sein, was sie dort erwartet – mehr zur EuroCucina in Kürze auf wohninsider.at

 

… und Baddesign
 

Genauso innovativ startet auch der „Salone Internazionale del Bagno“, also die Internationale Badmesse. Die Biennale vereint als größte internationale Branchenschau nicht nur Design und Technologie, sondern sage und schreibe 163 Aussteller aus 14 Ländern unter einem Messedach – und Visionen, die mit den key words Home-Spa, Wohnbefinden, Stimmung, Wassereffizienz, Hygiene, Langlebigkeit und Beleuchtung neue Perspektiven eröffnen.

Neue Wege
 

Dass der Salone bei allen ‚Klassikern‘ wie dem Ensemble mit den Biennalen immer neue Wege geht, beweist die Messe bei ihrer 64. Ausgabe wortwörtlich: Um das vielfältige Angebot besser zugänglich zu machen, wird ein neues Leitsystem von Leftloft installiert, das das Besuchserlebnis durch klarere, einheitlichere und intuitivere visuelle Tools verbessert. Drei von der Logik von U-Bahn-Netzen inspirierte, wiederkehrende grafische Oberflächen erleichtern digital die physische Erlebnisreise durch das vielfältige Angebot, das sich am Salone aufspannt – und ermöglichst so, schnell und intuitiv die Navigation durch das weitreichende Innovationsparadies der Messe.

 

Kick-off für Salone Contract
 

So vielfältig, begegnet der Salone den Herausforderungen der Zeit und Zukunft mit einem ganz großen Wurf: Dem Start des Projekts Salone Contract, das 2026 mit speziellen Programmen und einem Vortrag auf der Messe Gestalt annehmen und im April 2027 offiziell Premiere feiern.
„Es ist ein herausfordernder Moment, vor allem für die Möbelbranche“, aber verbunden mit großen Chancen und zwar im Contract-Bereich“, so Maria Porro.

 

„Contract ist eine große Chance für Unternehmen, die hohe Qualität liefern können. Nicht zwingend Luxus, aber Produkte, die den hohen Ansprüchen gerecht werden. Der Salone ist und wird verstärkt zur Plattform für top Qualität für Projekte.“ - Maria Porro, Präsidentin des Salone del Mobile.Milano

 

Contract sei ein „großes, boomendes Feld“ und die Messe widmen sich diesem „mit dem physischen Event, das die ganze Komplexität dieses Feldes abbildet.“ Mit Salone Contract werden „neue Designrichtungen für wachsende Branchen wie Gastgewerbe, Einzelhandel, Schifffahrt und Immobilien“ eröffnet, betont die Präsidentin des Salone, der damit ein neues Kapitel aufschlägt – mit Kick-off des Projekts in diesem Jahr und Premiere von Salone Contract im Jahr 2027. Der Masterplan stammt von Rem Koolhaas und David Gianotten vom Architektur- und Stadtplanungsbüro OMA. Salone Contract wird die zentralen Themen dieses sich wandelnden Ökosystems beleuchten – von der Interpretation von Kontexten über das Besucher:innen-Erlebnis und integrierte Lieferketten bis hin zur Stärkung von B2B-Netzwerken. Es ist als langfristiges strategisches Projekt konzipiert: eine neue Initiative des Salone del Mobile.Milano, die die Komplexität der Objekteinrichtung, eines sich rasant wandelnden Marktes, aufgreift, analysiert, präsentiert. In der ersten Phase beim diesjährigen Salone präsentiert OMA erste Erkenntnisse zum Thema Contract in einem Vortrag von Rem Koolhaas und einem internationalen Forum, das vom Salone in Zusammenarbeit mit OMA organisiert wird. In den Pavillons bietet ein thematischer Rundgang durch die Aussteller einen umfassenden Überblick über das Contract-Angebot und seine Entwicklungspfade. Ein strukturiertes Rahmenprogramm bindet ausgewählte internationale Experten und globale Marktführer ein.
Ab September 2026 wird das Projekt mit einer internationalen Tournee durch Schlüsselmärkte fortgesetzt und baut so schrittweise ein informiertes und profiliertes internationales Publikum auf.

 

Neue Fachmesse auf Kurs
 

2027 präsentiert sich der Salone Contract als strukturierte, nicht-generalistische Fachmesse mit ausgewählten Unternehmen, die sich durch Designqualität, industrielle Kapazität und operative Zuverlässigkeit auszeichnen. Ergänzt wird das Angebot durch die erste Ausgabe des Salone Contract Forums: drei Tage voller Inhalte und ein Programm mit B2B-Meetings mit internationalen Expert:innen.

 

Ikonen & mehr: Salone Raritas
 

Damit nicht genug, hat die Messe ein weiteres neues Schätzchen am Start: Mit dem Salone Raritas in Halle 9 feiert ein besonderes Format Premiere auf dem Salone del Mobile.Milano 2026, das kuratierte Designikonen, Unikate und „Outsider“-Stücke, limitierte Editionen, Antiquitäten und exklusive Manufakturen vereint.

25 Aussteller sind mit dabei und spannen ein internationales Netzwerk auf, fein kuratiert von Annalisa Rosso und gestaltet von Formafantasma, greift Salone Raritas den Wunsch nach „collectible design“ auf, verbindet Galerien und Designer mit internationalen Entscheidungsträgern, bietet eine transparente, selektive und hochwertige Plattform, auf der Sammlerstücke und Einrichtungsgegenstände entdeckt und erworben werden können und hat das klare Ziel, eine maßgebliche Referenz für den professionellen Designmarkt zu schaffen. Salone Raritas ist dabei keine Luxuskategorie, sondern ein Kulturprojekt, das Identität, Herkunft und Visionen in den Mittelpunkt stellt und das Objekt zu einem Ausdrucksmittel der Gegenwart macht.

 

Von der Messe in die City
 

Dass den Salone nicht nur der Design-, sondern auch ein kultureller Anspruch auszeichnet, spiegelt sich auch 2026 im Programm wieder, das sich von der vierten Ausgabe von „Drafting Futures. Gespräche über Zukunftsperspektiven“ bis zum Design-Kiosk in Mailand erstreckt und von der Messehallen bis in die City ausstrahlt.