02.2026 | April/Mai | wohninsider.at 65 RAUM : OBJEKT Angesichts der wachsenden Anzahl an Außenbereichen im städtischen Raum ein Design am Puls der Zeit ... Die meisten der Entwürfe entstehen mit Blick auf Menschen im persönlichen Umfeld und mit dem Ziel, dass sie Freude daran haben. Im besten Fall passt das auch mit einem Produzenten und dessen Vorstellungen zusammen, wie bei dieser Kollektion für Fermob. Der Kompakttisch entspricht sicher den Bedürfnissen und dem Zeitgeist. Neubauten verfügen ja meistens über Balkone, aber neben der Stadt gibt es auch im ländlichen Raum Gärten, die spezielle Plätzchen haben oder die kleiner sind, aber trotzdem genutzt werden sollen und wollen. Daher verstehen wir es auch nicht als „urbanes Design“, und mit der neuen Bank haben wir ebenfalls ein Produkt kreiert, das überaus vielfältig zum Einsatz kommen kann, drinnen wie draußen, und multifunktional ist. Wie viel Multifunktionalität muss in einem Möbel stecken? Das kommt darauf an. Auf kleinen Terrassen und Balkonen ist Multifunktionalität natürlich wichtig. Es gibt aber auch Grenzen. Mehr ist nicht mehr und besser, wenn die Funktionen nicht genutzt werden oder gar nicht erkannt wird, was alles möglich ist. Wir selbst lieben den skandinavischen und japanischen Stil, Klarheit und Schlichtheit, verbunden mit viel Komfort. Wird bei Indoor- und Outdoormöbeln ein ähnlicher Designansatz verfolgt oder variiert er? Ganz oben stehen für mich immer und überall Bequemlichkeit, Optik, Funktion und höchste Qualität. Der große Unterschied liegt in den Materialien und Anforderungen, die die Produkte erfüllen müssen. Im Außenbereich geht es viel stärker um Faktoren wie Robustheit und Farbbeständigkeit. Schlussendlich ist das Ziel immer, dass Kund:innen Spaß mit dem Produkt haben und dass es gefällt, auch nach vielen Jahren. Wird die Freiluftoase wie der Indoor- bereich auch zunehmend ganzheitlicher gedacht, geplant, gestaltet? Das finde ich schon. Kund:innen wollen eine Wohlfühloase, durchdacht, ein bisschen konzeptueller. Sie wird aktiver gestaltet und der Trend geht dahin, dass sie viel bunter und grüner wird, nicht nur mit Möbeln, sondern auch mit Wandgestaltung, Accessoires, Blumen, vertical gardening, Landschaftsgestaltung. Das Bewusstsein für Balkon, Terrasse und Garten als erweiterten, zusätzlichen Wohnraum steigt. Kund:innen erobern diesen Raum für sich. Der Outdoorbereich wird zum Erlebnis. Welchen Stellenwert haben Outdoor- möbel in diesem Mix? Outdoormöbel sind das wichtigste Element. Nicht nur optisch, sondern weil viel Zeit auf den Sitzmöbeln, an den Tischen, eben draußen verbracht wird. Genau deswegen ist höchste Qualität so wichtig. Billige Möbel verleiden mit mangelndem Komfort und schlechter Qualität schnell die Freude. Leider wird oft erst nach einer solchen schlechten Erfahrung auf qualitativ hochwertige Produkte gesetzt, sei es im Privatbereich, in Restaurants oder im Hotel. Dabei geht es ja auch ein großes Stück weit um Nachhaltigkeit. Ist das Thema gesetzt? Bei mir schon immer. Das Bewusstsein dafür wächst immer mehr, auch bei den Herstellern, die sich von sich aus viele Gedanken darüber machen und denen es immer wichtiger wird. Das ist eine gute Entwicklung, wenn nicht nur auf Druck des Marktes und der Konsument:innen Bewegung hinein kommt. Habt ihr weitere Outdoordesigns am Start? Was sind die „next steps“? Ja da kann man gespannt sein, wir haben viele Pläne und Konzepte, haben auch schon an eine Outdoorküche gedacht, können es gar nicht erwarten, alle zu realisieren. Generell wollen wir uns als Designstudio noch breiter aufstellen. Die Ideen gehen uns jedenfalls nie aus. guggenbichler.design Inspiriert vom Leben, gemacht für den Outdoorbereich setzt das durchdachte Design Akzente – in kleinen Oasen wie in Gastronomie, Hotellerie & Co. „Schlussendlich ist das Ziel immer, dass Kund:innen Spaß mit dem Produkt haben und dass es gefällt, auch nach vielen Jahren.“ Fotos diese Seite: kleines Bild oben © Fermob/Marine Brusson, großes Bild unten © Fermob/Hugo Lecrux
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