wohninsider 3.2026

03.2026 | Juni/Juli | wohninsider.at 25 NETZWERKE sen kann der Gesellschafter schnell und einfach individuelle Kampagnen erstellen bzw. buchen. Roth und Steinmeier erwarten sich durch dieses Angebot Synergieeffekte sowohl durch die geteilten Kosten als auch das Knowhow aus einer Hand. Darüber hinaus erhält das Studiokonzept System Plus 1 ein Update. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner für den Ladenbau wird ein neues Farb- und Dekorationskonzept, passend zu den angesagten Küchentrends, zum Ende des Jahres 2026 vorgestellt. Ergänzt wird dieses durch neue, individuell anpassbare PoS-Materialien für die Ausstellungsküchen. Johannes Hutterer plante die schönste Küche 2026 Im Rahmen des Wettbewerbs „Küchenplaner des Jahres“ würdigte der Verband auch heuer die planerische Kompetenz seiner Gesellschafter. Prämiert wurden dabei realisierte Küchenprojekte, die durch Gestaltung, Funktionalität und individuelle Handschrift überzeugen. Erstmals bestand die Jury aus Studierenden der MöFa in Köln. Aus insgesamt 42 Bewerbungen wurden in drei Kategorien folgende Gewinner ermittelt: • Bis 12 m²: KÜCHEN CONCEPT, Thomas Kruse, Heßdorf (Deutschland) • Bis 20 m²: KÜCHEN WURZBACH GmbH, Frank Wurzbach, Saalfeld-Beulwitz (Deutschland) • Ab 20 m²: MODERNE KÜCHEN, Johannes Hutterer, Laakirchen (Österreich). Ein Portrait von Johannes Hutterer finden Sie auf Seite 26. www.kuechenring.de wohninsider: Marcus Roth, bei der Tagung wurde ein Neugründer-Konzept angesprochen. Was kann man sich darunter Genaueres vorstellen? Marcus Roth: Wir haben mit dem Neugründer-Konzept ein Programm ins Leben gerufen, mit dem wir deutlich stärker an den Input angelehnter Berufssparten kommen wollen. Mit einigen Strategie-Lieferanten – konkret haben hier Nobilia, Häcker, Schüller, Burger/Bauformat und Blanco schon ihre Unterstützung zugesagt, mit der BSH sind wir gerade in Gesprächen – möchten wir neue Impulse im Markt setzen. Ziel ist es, Menschen in verwandten Berufszweigen ein niederschwelliges Angebot zu machen, um ihnen etwas die Angst zu nehmen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Sodass sie sich nicht verschulden, ihr privates Umfeld gefährden müssen. Was sieht die Konzeption konkret vor? Wir denken an Studios, die bis zu fünf Küchen in der Ausstellung haben, die Lage muss natürlich passen, und es wird als SoloStudio geplant, mit jeweils einem starken Industriepartner. Gerade hier ist auch die BSH strategisch wichtig, weil wir damit ein breites Portfolio abbilden können, bis zu Constructa im Einstieg. Eines ist klar, es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Filialisierungskonzept. Wir verfolgen auch keine Dachmarkenstrategie, kein standardisiertes Küchenstudio, sondern wollen – wie gesagt – neue Impulse von artverwandten Geschäftsbereichen einfangen. Man könnte sagen, wir motivieren Leute in ähnlichen Berufsfeldern: „Mach dich küchenfrisch!“. Unter dem Strich soll das Gesamtpaket passen, sodass wir es schaffen, den Neugründer, am liebsten von Anfang an, in die Zentralregulierung zu bringen. Warum? Weil dann auch die Industrie zufrieden ist. Mit diesem Hintergrund ist es auch kein Risiko für die Partner von der Industrie und sie sind bereit, von Beginn an zu investieren. Ein weiterer Punkt, den du neu eingebracht hast, ist das Marketingportal, das das bestehende, das erst vor zwei Jahren neu eingeführt wurde, ersetzt … Ja, wir haben uns dazu entschlossen, das System, das bei KüchenTreff schon erfolgreich Anwendung findet, auch für unsere Gesellschafter zu adaptieren und anzubieten. Wir sehen es als Möglichkeit, durch nur eine Lizenz, einen Support, Kosten zu sparen. Die Bausteine des Marketingtools werden gerade auf unser Look & Feel und unsere Bedürfnisse angepasst und noch im Laufe des Jahres unseren Partnern angeboten. Es wird immer wieder von einer möglichen Fusion der Verbände KüchenTreff und Der Küchenring gesprochen, was ist da dran? Das wird es sicherlich nicht geben, eventuell proben wir noch ein gesellschaftsrechtliches Dach, aber Fusion wird es definitiv nicht geben. Wir haben unsere USPs, und eine Fusion wäre ein Identitätsverlust derselben. Wir sind und bleiben Mitbewerber am Markt – nutzen aber im Hintergrund Synergien und es geht um das gemeinsame Umsatzvolumen, das wir für Einkaufskonditionen nutzen. Warum also Der Küchenring? Was macht aus deiner Sicht deinen Verband so besonders? Wir sind der „Netto-Verband“. Unser Hebel ist, dass wir eine schlanke Kostenstruktur haben und transparent sind für unsere Gesellschafter. Wir haben auch für 2025 prozentual mehr ausgeschüttet, trotz eines rückläufigen Marktes. Bernhard Achleitner: Bei uns weiß jeder Partner von Anfang an, was er bekommt. Wir haben geringe Schwellwerte und eine hohe Ausschüttung. Dadurch, dass es keinen Eigentümer gibt, geht der Gewinn zu 100 % an die Händler. Ich glaube, was auch einen Unterschied macht, ist die genossenschaftliche Denkart. Jeder ist Mitgesellschafter am Unternehmen. Marcus Roth ergänzt: Wir haben eine homogene Struktur und jeder unserer derzeit 750 Gesellschafter hat das gleiche Stimmrecht, die demokratisch den Beirat aus den eigenen Reihen wählen und dieser setzt zwei Geschäftsführer ein, die operativ arbeiten. Was steht darüber hinaus auf der Agenda für die nächsten Monate? M. Roth: Wir wollen mehr dieser ErfaGruppen ins Leben rufen, vermehrt die Schwarmintelligenz zunutze machen, denn das liegt auch in der DNA des Verbandes … Erstmals in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer: Marcus Roth, hier mit Co-Geschäftsführer Marko Steinmeier. Interview mit Marcus Roth und Bernhard Achleitner

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