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04.2026 | August/September | wohninsider.at 73 BETRACHTET MIT NINA SCHULMEISTER Foto: Dipl.-BW Nina Schulmeister, MA MA IHR HORIZONT. NICHT DEINER. GRENZEN. Nina Schulmeister, Gründerin, Inhaberin & kreativer Kopf der Handwerk Design- und Möbelmanufaktur GmbH. Kontakt: office@dashandwerk.com Und weil ich diese Kolumne eingangs als Themenverfehlung angekündigt habe: So ganz stimmt das nicht. Unsere Branche besteht aus Betrieben, denen man vom Ufer aus nachgesehen hat. Aus Werkstätten in dritter Generation, von denen längst abgeraten wurde. Aus Unternehmern, die investiert haben, als alle anderen abgewartet haben. Sie sind nicht untergegangen. Sie sind gefahren. Jetzt seid ihr dran. Hört auf euch selbst, auf euer Innerstes, euer Bauchgefühl. Wenn ihr von etwas träumen könnt, dann könnt ihr es auch erreichen und danach greifen! Ihr schafft das! Auch wenn es für manche unerreichbar sein mag. Nicht für euch! Nicht für dich! Liebe Leser, Liebe Kollegen, meine diesmalige Kolumne ist womöglich eine komplette Themenverfehlung, denn sie hat nichts mit der Möbelbranche zu tun und dennoch sind mir die nächsten Worte unglaublich wichtig. Denn wenn sie nur einen Einzigen von euch inspirieren, dann habe ich mein Ziel erreicht. "Das ist zu viel.“ – „Das schaffst du nicht.“ – „Da wirst du etwas aufgeben müssen.“ Diese Sätze habe ich in den letzten Wochen von den unterschiedlichsten Menschen gehört. Über meine Zukunft, mein Handeln, meine Träume, meine Pläne. Und immer ging es um genau das, was mein Leben mit Licht und Liebe erfüllt und mich auszeichnet. Ich habe sie mir angehört. Dann habe ich weitergemacht. Kein einziger dieser Sätze war böse gemeint und alle hatten denselben Tenor: Sie sagen „Das geht nicht“ – und meinen „Ich könnte das nicht“. Eines meiner Lieblingszitate ist von Arthur Schopenhauer: „Jeder sieht die Grenzen seines Gesichtsfeldes als die Grenzen der Welt an.“ Wer vom Ufer aus einem Schiff nachsieht, verliert es irgendwann aus den Augen. Nicht, weil es untergeht. Sondern weil der Horizont dort liegt, wo das eigene Auge aufhört. An Bord geht die Fahrt weiter. Wer euch sagt, euer Weg sei unmöglich, beschreibt nicht euren Weg. Er beschreibt sein Gesichtsfeld: seine Belastungsgrenze, sein Risikoempfinden, sein Bedürfnis nach Ruhe. Alles davon ist legitim. Aber es ist seines. Nicht eures. Zuhören lohnt sich immer. Entscheiden müsst ihr. Also schaltet eure Ohren auf Durchzug, wenn euch jemand einreden will, dass ihr etwas nicht erreichen könnt, dass ihr etwas aufgeben müsst, dass etwas nicht geht. Ihr kennt eure Grenze. Niemand sonst. Und jetzt stellt euch kurz vor, ihr hättet all diesen Stimmen geglaubt. Vor fünf Jahren. Vor zehn. Stellt euch vor, was heute nicht stünde. Was ihr nie erreicht oder gemacht hättet, wer heute nicht an eurer Seite wäre. Was ihr nie gebaut hättet. Genau deshalb: Träumt weiter. Plant weiter. Und dann fangt an. Ruft an. Setzt den Termin. Macht den Urlaub. Unterschreibt den Hauskauf oder die neue Filiale. Gründet die Familie oder die zweite Firma. Lasst das Unerreichbare erreichbar werden!

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