wohninsider Februar-März 2026

01.2026 | Februar/März | wohninsider.at 39 NETZWERKE alle Sortimente, die unsere Händler:innen brauchen. Daher haben wir zum Beispiel ein eigenes Prompt Design dafür entwickelt. Wir freuen uns, wenn unsere Mitglieder diese Tools aufgreifen und Impulse aktiv und erfolgreich umsetzen. Unsere Webinare geben ihnen das Know-how und Guidance, worauf sie gut aufbauen können. Und das umfasst nicht nur die Bildgenerierung. Wir haben zum Beispiel auch ein Sortimentsvideo mit SORA gestaltet, bei dem Musik von SUNO integriert wurde. Damit haben wir gezeigt, wie sich mit geringem Aufwand unterschiedliche Videos für alle Wohnräume gestalten lassen. Auch bei der Planung schafft KI neue Möglichkeiten. Möbelfachhändler:innen können eine spontan angefertigte Handskizze in die KI einspielen und so Kund:innen schnell einen ersten Plan präsentieren. Apropos Planung: Wie tangiert KI diese Kompetenz der Profis? P. Lindmaier: Service und die persönliche Betreuung im Fachhandel werden immer wichtiger. Natürlich können sich Endkund:innen zuhause mit KI einen Plan erstellen, aber für die Umsetzung ist es notwendig, dass sie jemand mit fachlichem Knowhow an der Hand nimmt, alles entsprechend den Vorstellungen plant und realisiert. Genau das ist und bleibt die Stärke des Fachhandels. P. Kreuzer: Diese Kompetenz können Fachhändler:innen noch besser für sich nutzen. Wenn Kund:innen mit einem KI-generierten Plan ihre ersten Ideen und Gedanken visualisieren, haben Händler:innen schon 30% der Bedarfsermittlung am Tisch. Das ist ein großer Vorteil und beschleunigt den Planungs- und Beratungsprozess. Wie greifen junge Profis dieses Thema und die Möglichkeiten auf? P. Kreuzer: Wir haben zuletzt an der EBS Kuchl nicht nur unsere digitale Verkaufsassistentin eVA präsentiert, sondern auch KI thematisiert und dabei festgestellt, dass die Schüler:innen sie zwar schon einsetzen, allerdings eher mit einem spielerischen Zugang. Hier besteht noch viel Potenzial, damit sie mit Karrierestart in der Einrichtungsbranche auch für diese Anforderung gut gerüstet sind oder sich sogar profilieren können. P. Lindmaier: Bei SERVICE&MORE fördern wir den Branchennachwuchs mit unserem „Club25“, einem Netzwerk für angehende Unternehmer:innen. Ab dem kommenden Durchgang haben auch familiengeführte Lieferant:innen von uns die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Digitalisierung und KI spielen eine wesentliche Rolle in den einzelnen Modulen. Gibt es überhaupt noch einen Bereich, wo KI nicht hineinspielt? P. Lindmaier: Ja, wenn’s ‚menschelt‘. Sprich bei der Dienstleistung, dem Service, dem persönlichen Kontakt. P. Kreuzer: Ich sehe keinen Grund, warum KI nicht überall ein Teil sein kann. KI kann Prozesse anreichern. Es wird sich noch vieles entwickeln und auch mit uns als Menschen machen, umso wichtiger wird es sein, dass man sich trifft, spürt, zusammenkommt. Kund:innen suchen das Besondere und überall, wo es um Individualität, Konfigurationsmöglichkeiten und komplexe Planungen geht, sind Profis gefragt. Wenn es Fachhändler:innen verstehen, in dieser Prozesskette die Kundschaft zu verzaubern und sich dabei digitaler Mittel bedienen, um schneller zu planen und Abschlüsse zu generieren, werden sie erfolgreich sein. Verändert KI die Customer Journey? P. Kreuzer: KI kann die Customer Journey anreichern. Kund:innen sind durch KI immer besser informiert und bei der Suche nach Produkten und Lösungen werden auch gleich Händler:innen, die das bieten können, ausgewiesen. SERVICE&MORE kümmert sich schon jetzt darum, wie unsere Mitglieder auch in der KI-Welt besser gefunden werden, und damit fit für die Zukunft sind. www.serviceandmore.at Von der Skizze zur Visualisierung – KI macht’s möglich. Für’s Business gemacht: Neben der digitalen Verkaufsassistentin eVA pushen auch KI-Tools die Mitglieder. „Service und die persönliche Betreuung im Fachhandel werden immer wichtiger.“ Pia Lindmaier

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