52 wohninsider.at | Februar/März | 01. 2026 KÜCHE wohninsider: Multifunktionsarmaturen sind im Kommen. Sind sie ein Selbstläufer? Helge Oberleithner: Das ist ein Irrglaube. Multifunktionsarmaturen sind kein Selbstläufer. Der Handel bietet sie noch zu wenig aktiv an. Multifunktionsarmaturen könnten ein Selbstläufer sein, wenn den Kund:innen die Funktionalität besser vermittelt werden würde. Wer einen Quooker hat, ist von den Vorteilen in der Anwendung so überzeugt, dass er nicht weiß, wie er jemals ohne ihn konnte. Darum geht es und wir setzen bei Quooker von Anfang auf dieselben Qualitäten, die uns auszeichnen. Der größte Mitbewerber ist die Multifunktionsarmatur, die nicht einmal angeboten wird. Sie werden oft nicht einmal zum Thema gemacht und Kund:innen können sich so nicht bewusst für eine solche Armatur, eine Marke, ein Modell, das beste Paket entscheiden. Werden Multifunktionsarmaturen falsch verkauft? Es hat in den letzten Jahren schon ein Umdenken stattgefunden. Früher war die Armatur das letzte Element bei der Küchenplanung. Das hat sich geändert und wir versuchen, dass der Handel wieder erkennt wie wichtig und welcher Mehrwert die Armatur ist. Andere Produkte wie Dampfgarer oder Muldenlüfter müssen auch erklärt werden. Eine Multifunktionsarmatur muss genauso aktiv verkauft und frühzeitiger präsentiert werden. Das gelingt schon im Kund:innengespräch, wie sie kochen, welche Bedürfnisse sie haben, ob es vielleicht überhaupt ein anderes Gerät braucht, also wofür das Budget, das ja nicht unbedingt mehr wird, ausgegeben wird. Der Handel muss dafür das Produkt in der Ausstellung zeigen, oder? Das war von Anfang an unsere Grundvoraussetzung. Ein solches Produkt lässt sich nur verkaufen, wenn es mit seiner Funktionalität gezeigt wird. Die Funktionen müssen erlebbar sein, also dass mit einem Knopfdruck kochend heißes Wasser aus der Armatur kommt. Darauf reagieren die Kund:innen und die Reaktion ist immer emotional. Eine Multifunktionsarmatur ist weit emotionaler als eine grifflose Küche oder ein Müllauszug. Im Verkauf geht es um Emotionen, dadurch entsteht Interaktion, es gelingt Wissenstransfer, was dieses Produkt kann, macht und auszeichnet, und in diesem Austausch können Kund:innen überzeugt werden. Zum Beispiel, wenn Heißwasser als gefährlich für Kinder genannt wird, lässt sich verdeutlichen, dass ein Quooker mit seiner Anwendung und Sicherheitsmechanismen optimal und wesentlich ungefährlicher ist als ein Wasserkocher. Wie entwickelt sich der österreichische Markt? Quooker ist im Küchenfachhandel stark aufgestellt und bedient natürlich auch Tischler. Für uns zählt: Ausstellung first! Wer mit Quooker arbeiten will, muss eine Ausstellung machen. Ein Produkt lässt sich nur verkaufen, wenn es auch gezeigt wird. Außerdem geht es Fotos: Quooker QUOOKER Mit Emotion zum Küchen-Standard Quooker weckt Emotionen. Darin liegen Qualität, Vorteil und Verkaufserfolg der Multifunktionsarmatur, ist Helge Oberleithner, Country Manager Austria bei Quooker B.V., überzeugt. Der Fachhandel müsse sie aktiver verkaufen, zum Thema und erlebbar machen, doch der Kurs stimmt: Sie wird zunehmend zum Standard in der Kaufentscheidung. Von Gerhard Habliczek und Sylvia Pilar „Ich sehe keinen Grund, warum nicht in jeder Küche ein Quooker sein sollte.“ Helge Oberleithner, Country Manager Austria bei Quooker B.V.
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