wohninsider Februar-März 2026

70 wohninsider.at | Februar/März | 01. 2026 RAUM : OBJEKT wohninsider: Warum hat die Heimtextil genau jetzt auf ein neues Konzept gesetzt? Margit Herberth: Die Zeit für ein neues Heimtextil-Konzept war und ist reif, weil sich vieles im Markt bewegt, global und wirtschaftlich. Messen sind immer ein Stück weit ein Spiegelbild und wir tragen den Entwicklungen Rechnung. Unser großes Ansinnen war es, mit dem neuen Konzept das Angebot und die Nachfrage noch schneller zugänglich zu machen, sprich die Produktwelten in den Hallen so zu gruppieren, wo Synergien auf Ausstellerseite und bei Käuferinteressen bestehen. Das ist uns gelungen. Wie wurde das Konzept angenommen? Wird es fortgeführt? Ja, definitiv. Es war schon eine Herausforderung, immerhin sprechen wir bei der Heimtextil über rund 3.000 Aussteller, 48.000 Besucher und 17 Hallenebenen, aber das neue Konzept ist gut angekommen. Wie immer bei solch großen Umplanungen gibt es an der einen oder anderen Stelle natürlich noch Optimierungspotenzial, das wir 2027 heben werden. Neben den bewährt starken Segmenten hat sich der Schlaf-Bereich gestärkt präsentiert. Soll er weiter ausgebaut werden, ein ‚Sleep & Bed-Hub‘ entstehen? Der Smart Bedding-Bereich ist traditionell stark auf der Heimtextil. Mit der Rekonzeptionierung haben wir die Chance ergriffen, das Thema Matratzen und Schlafsysteme noch stärker zu präsentieren, in Kooperation mit dem deutschen Fachverband für Matratzen und Schlafsysteme, mit dem wir schon länger im Gespräch waren. Die diesjährige Präsentation auf rund 1000 Quadratmeter mit dem Verband und der insgesamt starke Bereich war ein klares Signal, dass es die Heimtextil als internationale Plattform für Unternehmen im Schlafsegment braucht. Daran wollen und werden wir anschließen. Wohin geht die Entwicklung? Bei der Heimtextil geht es zunehmend um ganzheitliche Innenraumgestaltung. Wir erkennen zwei Strömungen: Einerseits die Tendenz weg vom reinen Produkt und hin zur Raumgestaltung mit allem, was dazu gehört, und andererseits das Thema Funktionalität, vor allem auch im Hospitality-Bereich. Beide greifen wir auf. Welche Rolle spielt europäische Präsenz angesichts der hohen Internationalität? Die Zahl europäischer Aussteller bei der Heimtextil 2026 war grundsätzlich stabil gegenüber dem Vorjahr. Gleichwohl, und das entspricht der Realität im Textilbereich, sind Hersteller aus Asien stark vertreten. Schlussendlich bietet und braucht der Markt beides, diese Vielfalt, die wir auf der Heimtextil abbilden. Das macht die Messe aus. Ebenso das Contentprogramm, das Impulse zu aktuellen Themen in die Branche zurückspielt... Wir sehen die Heimtextil als strategischen Partner für die Branche, auf der Profis Produkte, Orientierung, Informationen, Raum fürs Netzwerken und damit viele Impulse finden. Das Rahmenprogramm ist ein wichtiger Teil und soll konzeptionell weiter ausgebaut werden. Für 2027 haben wir viele Ideen im Kopf. Sicher ist, dass uns das Thema KI weiterhin begleiten wird, genauso wie Nachhaltigkeit und Funktionalität. heimtextil.messefrankfurt.com HEIMTEXTIL „Die Zeit war reif“ Die Heimtextil 2026 öffnete mit neuem Konzept und sorgt so für frischen Wind im Messegeschehen. Warum dieser mutige Schritt gewagt wurde, wichtig und richtig war, und wohin die Entwicklung geht, erläutert Margit Herberth, Director Heimtextil, im Rückblick mit Forecast. Von Sylvia Pilar „Bei der Heimtextil geht es zunehmend um ganzheitliche Innenraumgestaltung.“ Margit Herberth, Director Heimtextil. Portrait © Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Foto unten © Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Pietro Sutera

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