wohninsider April/Mai 2018

wohninsider.at 57 KÜCHE Liga nur bewegen, wenn man eine perfekte Leistung abliefert. Bezüglich Wohnraum arbeite ich am liebsten mit Architekten, die diesbezüglich ihre genau- en Vorstellungen haben und ich kann mich voll auf die Küche konzentrieren. Generell ist mei- ne Firma sehr klein. Ich bin der alleinige Ver- käufer – ich verkaufe, ich hab den Kontakt mit den Kunden und ich habe mit Franz Hafner ei- nen Sachbearbeiter, der meine geplanten Kon- zepte ausarbeitet. Auch die Bestellungen und Einteilungen erledigt er. Mit Martina Fürn- kranz arbeitet freiberuflich eine hervorragende Planerin für mich, die alle Planungen und Um- setzungen außerhalb der Küche erledigt. Mit welchen Marken arbeiten Sie? Am längsten arbeite ich mit Leicht zusammen und ich mache mit dieser Marke auch 80 Pro- zent meiner Umsätze. Leicht hat sich in den letzten Jahren fantastisch zu einem Premium- hersteller entwickelt. Er liefert Qualität, er ist innovativ und wenn man von Leicht eine AB (Auftragsbestätigung) kontrolliert, dann kann man sich auf gut Deutsch die Hand abha- cken, dass alles da ist, was drauf steht. Sollte schlussendlich wirklich einmal was passieren, dann wird nicht lange gefragt, wer oder was ist schuld und wie lösen wir das Problem, es wird einfach, kulant und rasch erledigt. Leicht hat zum Beispiel einen ganz simplen aber tollen Griff kreiert. Man ist auf die Idee gekommen, einen sehr reduzierten Griff in der Farbe der Küchenfront zu lackieren. Und diese Kleinig- keit wirkt sich perfekt auf die Optik der Küche aus. Die meisten Kunden kommen und sagen: ‘Ich will eine grifflose Küche!’ Ich persönlich halte funktional von einer grifflosen Küche gar nichts. Ich sag dann immer: ‘Warum wol- len Sie für 20 Prozent weniger Stauraum 20 Prozent mehr bezahlen?’ Ich ernte dann im- mer erstaunte Blicke. Der Leicht Griff bringt die Küche optisch fast grifflos rüber und dem Kunden bleibt die volle Funktionalität. Ich kenne zum Beispiel keinen Profikoch der Fan einer grifflosen Küche ist. Die zweite Marke mit der ich sehr gerne ar- beite ist Eggersmann. Eggersmann ermöglicht mir alles, was meinem Hirn so entspringt. Also gemeinsam kann ich mit meinen Kunden die verrücktesten Ideen haben, versuchen etwas wirklich Neues zu kreieren, sozusagen das Rad neu zu erfinden. Eggersmann spielt da voll mit und setzt meine Vorstellungen um. Ich habe mit dieser Marke die Möglichkeiten einer sehr guten Tischlerei in der Qualität einer Indust- rieküche. Ich arbeite dann noch mit Valcucine, diese Marke ist bei mir aber eher rückläufig. Neu im Programm führe ich die Marke classic von Schüller. Hier sehe ich für mich eine ideale Lösung um die oben zitierte Mittelklasse wie- der intensiver anzusprechen. Schüller ersetzt mir Alno, aber diese Misere ist ja mittlerweile allgemein bekannt. Wie schaut es bei der Weißware aus? Ich arbeite mit Gaggenau und Miele. Ich habe ein kleines Studio und ich kann hier nicht alle Geräte präsentieren und aus diesem Grund nütze ich die Schauräume von Gagge- nau und Miele. Persönlich bin ich auch kein Techniker. Ich bin Planer und Funktions- abläufer – ich plane die Küchen so, dass sie funktionieren, also schicke ich meine Kunden in Bezug auf Geräte dorthin, wo sie perfekt beraten werden. Die Geräte sind für mich ei- gentlich Beiwerk. Ich schlage meinen Kun- den zwar Geräte vor und schreibe diese auch in die Angebote, meistens entscheiden sich die Kunden nach den Beratungen in den Schau- räumen für höherwertige Geräte. Aber in die- se Richtung habe ich in Zukunft einiges vor. Ich plane themenbezogene Kochvorführun- gen. Also zum Beispiel in Richtung Dampf- garen, Schockgefrieren, Vakuumieren und so weiter, dass die Möglichkeiten der Geräte ge- zeigt werden und vom Kunden vor Ort aus- probiert werden können. Sie sind Mitglied im MHK? Seit vielen Jahren. Ich lege sehr großen Wert auf den persönlichen Kontakt. Mit Matthäus Unterberger bin ich aus persönlichen Grün- den zum MHK gekommen und mit Ernst Tanzler habe ich auch in der Nachfolge einen sehr guten persönlichen Kontakt. Für mich hat die Mitgliedschaft beim MHK eigentlich nur Vorteile. Das sind nicht nur die Einkaufs- konditionen, sondern viele andere Dinge, um die ich mich nicht mehr kümmern muss. www.preloschnik.at „In Bezug auf Geräte nutze ich die Schauräume der Industrie.“ Fotos: privat Links: Viel Farbe setzt Akzente. Dunkle Wände und Plafond vergrößern den Raum. Oben: EGGERSMANN UNIQUI turn und Pocketschrank offen „Warum wollen Sie für 20 Prozent weniger Stau- raum 20 Prozent mehr bezahlen?“

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