wohninsider Juni-Juli 2019

03.2019 | Juni/Juli |wohninsider.at 47 NETZWERKE tet mit einem kleinen Minus, nichts Dramati- sches, aber dann schnell die Erholung, es hat sich gedreht, und jetzt ist es sehr positiv. Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Tätig- keit in nächster Zeit? Das Thema, das ich in meinen fast zehn Jahren MHK sehr verinnerlicht habe, ist das Thema Dienstleistungen. Ich behaupte jetzt, dass wir der dienstleistungsstärkste Verband sind. Einerseits von Deutschland her, wo wir uns am Bauchladen bestehender Dienstleis- tungen nach Bedarf bedienen können, ande- rerseits auch mit dem, was wir in Österreich machen. Da sind wir einfach sehr, sehr gut aufgestellt. Wenn ich als Beispiel nur das Thema Ka- pitalvorsorge anspreche. Ein ganz tolles Produkt, das in Österreich sehr gut ange- nommen wird. Jedes Jahr werden es mehr Händler, die sie nutzen und jeder Händler, der sie nicht nutzt ist mir einer zu viel. Bei den Dienstleistungen die MHK bietet will ich Gas geben und unseren Partnern wirk- lich bewusst machen, welche Leistungen sie da an der Hand haben. Wir versuchen, den Händler im Tagesgeschäft zu unterstützen und dafür noch besser fit zu machen. Auch das Netzwerken unter den Händlern selbst und die Zusammenarbeit will ich forcieren. Wie läuft das konkret ab? Wir organisieren lokale Treffen. Im Herbst starten wir die Themen Verkauf und Monta- ge. Dafür sind die Termine durchgeplant, die Referenten stehen und die Themen werden dabei auf den Studiobetreiber zugeschnitten, sind aber auch für die Mitarbeiter gedacht, so dass wir da einen möglichst breiten und praxisgerechten Zugang finden. Weiters haben wir mit Jahresbeginn mit dem MHK-Stammtisch begonnen. Eine infor- melle Geschichte auf regionaler Basis. Unser Ziel ist es, den regionalen Zusammenhalt und den regionalen Austausch zwischen den Handelspartnern zu fördern. Bei den größeren Veranstaltungen kommt man ein- fach nicht dazu, mit allen zu reden, deshalb fördern wir die regionalen Stärken. Wir sind da ganz locker hineingestartet. Einerseits ist der Austausch der Kollegen untereinander wichtig und andererseits fragen wir als Ver- band die Partner ab: „Was braucht ihr von uns?“ „Was fehlt euch am Verband?“. Lie- ferantenthemen, neue Lieferanten, Praxis- austausch, Wünsche, etc. Wir werden nicht jeden Wunsch erfüllen können oder wollen, aber einfach einmal solche Themen aufzu- greifen ist eine wichtige Sache. Kommende Woche ist der letzte Stammtisch in Südtirol. Nach dieser „Aufwärmrunde“, wo der Aus- tausch der Handelspartner untereinander und vor allem mit uns vom Verband im Vor- dergrund stand und wir ganz lockere Treffen ohne spezielle Themen hatten wird es in Zu- kunft Treffen bei einem Lieferanten oder bei einem Händler selbst geben. Und wir wollen auch auf spezielle Themen eingehen, mal einen Steuerberater oder einen Rechtsanwalt zu einem bestimmten Thema holen, einen kurzen Impulsvortrag anhören, etc. Ein offe- nes Format, ganz den Bedürfnissen der Zeit angepasst. Wie oft sollen die Treffen stattfinden? Unregelmäßig, ein oder zweimal pro Jahr. Wie viele Händler machen da mit? Die Treffen waren gut besucht, im Schnitt 15 Händler. Weit von der Größe einer Herbst- tagung entfernt, aber so, dass man mit jedem auch ein persönliches Gespräch führen kann. Der Auftritt von MHK in Österreich „Die Küchenspezialisten mit dem roten Drei- eck“, wird sich daran was ändern? Da haben wir keine Änderungen vor. Wir sind unverändert aktiv in Richtung Mar- kenwerbung Küchenspezialisten mit dem roten Dreieck. Wir sind da auch richtig aktiv draußen bei den Handelspartnern. Weil es hat keinen Sinn Werbung zu machen und die Konsumenten sehen es nicht vor Ort bei ihren Händlern. Da sind wir ja der erste und bislang auch der einzige Verband, der diese Bekanntheit zum Konsumenten hin sucht. Wie beurteilen Sie generell die derzeitige Marktsituation? In unserer Branche vollzieht sich gerade ein Wandel. Man sieht und spürt das an allen Ecken und Enden. Die letzten Jahre war der Küchenmarkt gesamt nach einigem Auf und Ab im Wesentlichen durch Stagnation gekennzeichnet. Behaupten konnte sich der Fachhandel, was die Großfläche durchge- macht hat, ist hinlänglich bekannt. Dennoch gibt es teils sehr unterschiedliche, ja fast dia- metrale Angaben über Marktentwicklungen und -prognosen. Oft fragt man sich: Und was stimmt denn jetzt? Klar ist, die Herstel- ler-Insolvenzen der vergangenen Jahre haben zu einem Sondereffekt geführt. Und diese sind in den Statistiken offensichtlich nicht voll enthalten. Teilweise sind die unterschied- lichen bis konträren Aussagen aber auch ein- fach so zu erklären, dass die Küchenbranche – und ich will hier nicht schwarz malen – un- gewisse Jahre erwartet. Alle Prognosen gehen weiterhin eher von einer stagnierenden Ent- wicklung für die Küche aus. Die fetten Jahre in der Küche scheinen vorbei zu sein. Wie erwähnt, man muss schon täglich schau- en, wo die Reise hingeht. Aber wir werden uns auch 2019 wieder auf den privaten Konsum verlassen können. Die Einkommensaussichten sind stabil und stützen die Anschaffungsnei- gung der Österreicher. Steigende Einkommen in Verbindung mit der sehr guten Beschäf- tigungssituation sind eine ideale Basis dafür, dass die Verbraucher auch weiterhin ihr Geld ausgeben. Veränderungen des Marktes stellen uns alle vor Herausforderungen aber sie bieten uns – davon bin ich überzeugt – auch große Chancen. Und die wollen wir gemeinsam mit unseren Handelspartnern nutzen! www.mhk.at „Man muss schon täglich schauen, wo die Reise hingeht.“ „In unserer Branche vollzieht sich gerade ein Wandel.“

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