BRANCHENRADAR: Anhaltender Trend zu Zweischichtparkett

Solide hat sich der Parkettmarkt in Österreich im Jahr 2025 geschlagen. Beim genaueren Blick zeigt sich: Der Trend zu „nachhaltigem“ Zweischichtparkett hält an, so das aktuelle BRANCHENRADAR „Parkett in Österreich 2026“.

 

In Österreich schaffte der Parkettmarkt im Jahr 2025 die schwarze Null. Dies untermauern aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse. Nach einer zweijährigen Abschwungphase entwickelte sich im Vorjahr der Markt für Parkett also seitwärts. Laut aktuellem BRANCHENRADAR Parkett in Österreich stabilisierten sich die Herstellererlöse bei 138,1 Millionen Euro.

 

„Gestützt wurde der Markt vom Renovierungsgeschäft, das im Jahresvergleich um nahezu sechs Prozent expandierte“ - Veronika Beitel, Studienautorin

Weitere spannende Erkenntnis: Im Trend lag weiterhin Zweischichtparkett. Der Umsatz erhöhte sich um 3,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Überraschenderweise kamen die Wachstumsbeiträge allerdings zur Gänze von Kurzstab-Parkett. Zweischichtige Landhausdielen (Langstab-Parkett) entwickelten sich rückläufig. Daraus abzuleiten, dass sich das Marktpotential für Landhausdielen zunehmend erschöpft, geht der Studienautorin allerdings zu weit.

 

„Bei Dreischichtparkett wuchs im letzten Jahr der Anteil von Landhausdielen zum wiederholten Male signifikant. Mittlerweile werden im Dreischicht-Segment 7 von 10 Euro in Landhausdielen investiert“ - Veronika Beitel, Studienautorin

 

Mit Dreischichtparkett wurden zuletzt nahezu 60 Prozent der Gesamterlöse erzielt. Vielmehr lässt sich nach Einschätzung der Studienautorin aus der gegenläufigen Entwicklung möglicherweise eine schärfere Typologisierung der Zielgruppen ableiten: Kund:innen mit einem starken Hang zur Nachhaltigkeit tendieren offenbar wieder stärker zu klassischen Formaten von Parkett (Kurzstab), da Zweischichtparkett abgeschliffen und neu lackiert werden kann und damit in der Regel länger in Verwendung bleibt. Ob diese Hypothese stimmt, wird man allerdings erst in ein paar Jahren wirklich wissen. „Ein Beobachtungszeitraum von zwei Jahren ist für Trendansagen schon verdammt kurz“, so Beitel.

 

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