Interface pusht inklusive Raumgestaltung

Bodenbeläge spielen bei der Raumgestaltung mit Wohlfühleffekt eine zentrale Rolle. Interface weiß darum und baut sein Schulungsangebot – mit Fokus auf Neurodiversität und Biophilic Design und einem spannenden Webinar.

 

Interface baut sein Schulungsangebot für Architektur- und Planungsbüros aus: Im Fokus stehen Konzepte für neurodiversitätsgerechte Räume und biophiles Design. Ziel ist es, Planungsverantwortliche dabei zu unterstützen, Bodenbeläge gezielt als Instrument für Orientierung, Zonierung und die Reduktion sensorischer Belastungen einzusetzen – und so inklusive, gesundheitsfördernde Umgebungen zu schaffen. Mit dem Webinar „Designing for the Mind – Wenn Neuroästhetik auf Neurodiversität trifft“ am 19. Mai 2026 setzt das renommierte Unternehmen einen spannenden Ankerpunkt und vertieft das Thema für Architekt:innen und Designer:innen.

Denn klar ist: Die Anforderungen an zeitgemäße Raumgestaltung wachsen quer durch alle Bereiche und Neurodiversität ist dabe ein bislang oft unterschätzter Faktor. Schätzungen zufolge ist rund ein Fünftel der EU-Bevölkerung neurodivergent, etwa Menschen mit Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Legasthenie, deren Wahrnehmung von Umgebungen sich deutlich unterscheiden kann. Lärm, visuelle Reizüberflutung, unerwartete Sinneseindrücke oder abrupte Materialübergänge können für diese Personengruppe erhebliche Belastungen darstellen. „Die Raumgestaltung trägt diesem Umstand bislang noch zu selten systematisch Rechnung“, so Anne Salditt, EMEA Marketing Director bei Interface.

„Dabei gilt: Umgebungen, die für neurodivergente Menschen funktionieren, kommen allen anderen Raumnutzern ebenfalls zugute.“ - Anne Salditt, EMEA Marketing Director bei Interface

 

Durch gezielte Maßnahmen wie etwa in der Zonierung, der Materialwahl und der Akustik lassen sich Räume schaffen, die unterschiedlichen sensorischen Bedürfnissen gerecht werden. Ruhezonen mit niedrigen Reiz-Leveln fördern Konzentration und Erholung, während Interaktionszonen mit moderater Stimulation sich für die Zusammenarbeit in kleinen Gruppen eignen. Kommunikationszonen mit höherem Aktivierungsniveau wiederum laden zu Austausch und Vernetzung ein. Der Bodenbelag spielt dabei eine strategisch entscheidende Rolle, indem er Menschen durch Räume führt, Übergänge signalisiert und Stress reduzieren kann – je nach Wahl von Farbe, Muster und Textur.

 

„Der Boden bietet sich als zentrales Gestaltungselement an, um biophile Prinzipien erfahrbar zu machen“ - Anne Salditt, EMEA Marketing Director bei Interface

Biophiles Design wird zu einem wirkungsvollen Mittel für Inklusivität, wenn es dafür eingesetzt wird, sensorische Schwellenwerte zu steuern und vorhersehbare, verständliche Umgebungen zu schaffen. Menschen fühlen sich in naturnahen Umgebungen intuitiv wohler. Es macht sich diesen Effekt zunutze, indem es natürliche Materialien, organische Muster und räumliche Qualitäten in gebaute Umgebungen überträgt, und gliedert sich dabei in drei Dimensionen: Die erste umfasst Natur im Raum, sprich: direkte Naturelemente wie Tageslicht, Pflanzen oder Wasser.
Die zweite Dimension beschreibt natürliche Analogien wie biomorphe Formen oder Bodenbeläge, die natürliche Elemente imitieren.
Die dritte Dimension schließlich meint die Natur des Raums selbst: räumliche Erfahrungen, die an natürliche Umgebungen erinnern, die beispielsweise Orientierung oder Rückzug bieten.

„Der Boden bietet sich als zentrales Gestaltungselement an, um biophile Prinzipien erfahrbar zu machen“, sagt Anne Salditt.

„Er ist das flächengrößte Element eines Raums und prägt dessen visuelle Sprache entscheidend mit.“ - Anne Salditt, EMEA Marketing Director bei Interface

 

Teppichfliesen und LVT mit naturinspirierten Farben, Mustern und Texturen, modulare Systeme für flexible Zonierungen, Übergangsfliesen für harmonische und natürliche Raumübergänge sowie langlebige nora Kautschukböden zählen zu einigen der Lösungen, mit denen Interface diese Ansätze umsetzt, je nach Produkt hergestellt unter Einsatz biobasierter, recycelter oder kohlenstoffbindender Materialien.

Bei der Produktauswahl, bei der Entwicklung sensorisch differenzierter Zonierungskonzepte und bei der Auswahl von Bodenbelägen mit niedrigem CO2-Fußabdruck unterstützt das Concept Design Team von Interface. Architekt:innen, Designer:innen sowie Projektteams können es projektbegleitend oder in einzelnen Planungsphasen als Beratungspartner einbinden.

 

„Inklusives Design bedeutet, Räume zu gestalten, die für alle intuitiv, unterstützend und komfortabel sind. Durch die Verbindung von Kenntnissen über Neurodiversität, biophiler Gestaltung und strategischem Bodeneinsatz entstehen Umgebungen, die Stress verringern, Klarheit schaffen und den Menschen mehr Selbstbestimmung über ihr Erleben ermöglichen." - Jennifer Schwerdtfeger, Teamleiterin Concept Design bei Interface

Das Thema und wie es sich umsetzen lässt, bringt Interface Planungsverantwortlichen beim Webinar „Designing for the Mind – Wenn Neuroästhetik auf Neurodiversität trifft“ am 19. Mai 2026 um 11 Uhr ein näher. Gemeinsam mit dem dänischen Designunternehmen Muuto zeigt der Bodenbelagsexperte, wie Gestaltung messbar auf Körper, Gehirn und Nervensystem wirkt und verknüpft dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Anwendungsbeispielen. Zur Anmeldung geht es hier.

 

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