„Bei der diesjährigen ORGATEC geht es nicht nur um funktionale Strukturen, sondern um Räume echter Verbindung, die sich flexibel an sich wandelnde Anforderungen anpassen. Wir möchten die Begegnung und Interaktion zwischen Menschen im Raum stärker in den Vordergrund stellen und zeigen, wie Gestaltung zugleich flexibel genug sein muss, um einer sich stetig verändernden Welt gerecht zu werden“ - Maik Fischer, Director der ORGATEC
Dieses Leitthema übersetzt insbesondere eine Doppelpremiere. Denn die ORGATEC startet bei ihrer kommenden Ausgabe mit neuen Ausstellungsformaten und initiiert unter dem Titel „ORGATEC PERSPECTIVES“ gleich zwei kuratierte Sonderschauen, die zentrale Zukunftsthemen moderner Arbeitswelten und professionell genutzter Räume aufgreifen und in räumlichen und gestalterischen Konzepten erlebbar machen. Beide sind eng an die Struktur des Ausstellungsangebots der Messe in Workspace und Contract Solutions angebunden und spannen das Feld facettenreich auf:
„CLOSER“
Begegnung und sinnliche Wahrnehmung im Contract Design
Die vom Berliner Studio Hanne Willmann kuratierte, in Halle 4.2 positionierte Sonderschau im Segment Contract Solutions trägt den Titel „CLOSER“ und widmet sich der Frage, wie Contract Design die Begegnung mit sich und mit anderen fördern kann. Im Mittelpunkt steht ein multisensorischer Ansatz, der Funktionalität und sinnliches Raumerleben miteinander verbindet. Architektur, Materialien, Licht, Klang, Geschmack und Raumduft greifen ineinander und schaffen eine Atmosphäre, die Austausch und Wahrnehmung in den Fokus rückt. Das Konzept basiert auf vier zentralen Säulen: einer offenen, nestartigen Architektur, multisensorischen Erlebnisräumen, Materialinnovationen in Kooperation mit führenden Herstellungsunternehmen sowie neu gedachten Formaten – von Bar und Kino über eine Lichtinstallation, die Emotionen spiegelt, bis hin zu einem meditativen Rückzugsort.
„WORK–PLAY“
Spiel als Impulsgeber für Kreativität
Im Segment Workspace Solutions stellt das Londoner Designstudio Pearson Lloyd eine immersive Installation vor, die mit der verbreiteten Vorstellung bricht, Arbeit und Spiel seien zwei strikt voneinander zu trennende Sphären – zu erleben in Halle 7. Historisch betrachtet hingegen wurde Spiel vielfach nicht als Ablenkung, sondern als Voraussetzung für das Entstehen von Ideen begriffen. Dennoch sind viele heutige Arbeitsumgebungen von Systemen geprägt, die auf Routine und Kontrolle statt auf Kreativität ausgerichtet sind. „WORK–PLAY“ entwickelt hierzu einen alternativen Ansatz und stellt eine flexible Raumstruktur in den Mittelpunkt, die sich dynamisch an den Tagesablauf anpasst. Besucher:innen sind eingeladen, sich individuell und gemeinsam zu beteiligen und zu erkunden, wie Bewegung und gemeinsames Handeln die Entstehung von Ideen beeinflussen. Es entsteht eine lebendige Umgebung, in der Spiel nicht als Ausbruch aus der Arbeit verstanden wird, sondern als Impulsgeber für Vorstellungskraft und neue Formen der Zusammenarbeit.