Matratzen- und Lattenrost-Markt zwischen Jubel und Trubel

Ein signifikantes Plus verbucht der heimische Markt für Matratzen und Lattenroste. Der Wermutstropfen: Die Preissteigerungen dämpften die Nachfrage und trieben Konsument:innen zum Diskonter, so eine BRANCHENRADAR-Studie.

 

Als Hochschaubahn der Gefühle lässt sich die Entwicklung am österreichischen Markt für Matratzen und Lattenroste beschreiben. Wie aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse zeigen, wuchs der Markt im Jahr 2025 signifikant, gleichzeitig erfuhr die Nachfrage durch ein Preisplus einen Dämpfer und sorgten für Verschiebungen in Richtung Diskonter.

Dafür zeichnen verschiedene Entwicklungen verantwortlich. So war das „Matratzen-Jahr“ 2025geprägt vom Konkurs des bisherigen Marktführers Sembella. Einige Anbieter nutzten die Verwerfungen und hoben die Verkaufspreise deutlich an. Laut aktuellem BRANCHENRADAR Matratzen und Lattenroste in Österreich stiegen infolge die Herstellererlöse um 5,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 160,8 Mio. Euro. Auf die Nachfrage wirkte sich der Preisauftrieb allerdings negativ aus. Die Anzahl der verkauften Auflagematratzen und Lattenroste sank im Jahresvergleich um zwei Prozent. Der Rückgang ließ sich zur Gänze in der Kundengruppe der Privaten Haushalte verorten, während bei gewerblichen Kunden der Bedarf konstant um rund drei Prozent gegenüber Vorjahr wuchs.

„Darüber hinaus schoben die Preiserhöhungen vor allem das Geschäft der Matratzen-Diskonter an“ - Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse

Der Absatz wuchs um sechs Prozent gegenüber Vorjahr, nicht zuletzt weil die Preise – im Gegensatz zum Markttrend – sogar leicht sanken. Zuwächse gab es sonst nur noch im Onlinehandel. Der Möbelhandel und der stationäre Fachhandel entwickelten sich mengenmäßig rückläufig.

„Wenngleich mit der Insolvenz von Sembella ein heimisches Unternehmen verschwand, auf die österreichische Wertschöpfung hatte es einen positiven Effekt“ - Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse

„Denn ein Großteil der Lieferungen an die Möbel-Großfläche wurde von Optimo und Elastica übernommen. Beide Unternehmen produzieren in Österreich. Sembella verkaufte zuletzt praktisch nur noch Importware“, so der Marktanalyst angesichts des aktuellen BRANCHENRADAR „Matratzen und Lattenroste in Österreich 2026“.

 

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