BSH bilanziert 15 Mrd. Euro Umsatz in 2025

Im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in München präsentierte die Geschäftsführung der BSH Hausgeräte heute die aktuellen Geschäftszahlen. Das Quintett rund um CEO Dr. Matthias Metz bezog dabei auch Stellung zu Werksschließungen, Emerging Markets und KI.

Mit einem Gesamtumsatz von 15 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2025 verbuchte die BSH Hausgeräte international einen Rückgang von 1,6 %, in lokaler Währung entspricht das einem Wachstum von +2,8 %. In Österreich erzielte die Niederlassung einen Jahresumsatz von rund 296 Millionen Euro und damit ein Wachstum von +2,1 %.

Damit hat die BSH in einem schwierigen Marktumfeld Resilienz bewiesen, den man einerseits auf Erfolge in den Wachstumsmärkten, andererseits auf den Zukunftsfahrplan der Gruppe zurückführt: Mit ihrem starken Markenportfolio, klaren strategischen Entscheidungen, fokussierten Investitionen und einem auf die Bedürfnisse der Märkte zugeschnittenen Produktportfolio gelang es dem Hausgerätehersteller, seine Position in wichtigen Regionen zu stärken und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

Starke Alpenrepublik

In Österreich erzielte die Gruppe mit einem Wachstum von rund 2,1% einen Jahresumsatz von mehr als 296 Millionen Euro. Als Schlagobershäubchen obendrauf hat die unabhängige Organisation Great Place To Work die BSH Österreich 2025 erneut als einen der TOP 45 Best Workplaces Austria 2025 ausgezeichnet und für 2026 erneut als „Great Place to Work“ zertifiziert. Nicht zuletzt der eigene Werkskundendienst für die BSH Österreich spielt hier eine wesentliche Rolle. Mit einem österreichweiten Netz an Service-Technikern und der eigenen Kleingeräte-Werkstatt in Wien konnte die Kundenzufriedenheit erneut gesteigert werden. Dies beweisen interne Kundenzufriedenheitsumfragen sowie externe unabhängige Rankings.

Das Service-Geschäft in Österreich war 2025 maßgeblich vom Aussetzen des „Reparaturbonus“ geprägt. Ab Ende Mai führte dies zu einer marktweit geringeren Nachfrage nach Reparaturen. Mit der „Geräte-Retter-Prämie“ wurde die Wiederaufnahme eines etwas reduzierten Förderprogramms für die Reparatur von Elektrogeräten mit Start Jänner 2026 bekannt gegeben. Davon erwartet die BSH Österreich für 2026 positive Effekte auf die Kundenzufriedenheit und das Kundendienstgeschäft mit Reparaturen.

Und es gibt noch etwas zu feiern. Der markenübergreifende Showroom Stilarena in Wien Favoriten wird heuer zehn Jahre. 

Starkes Wachstum in den Emerging Markets

Ein stabiles Umsatzwachstum von +2,3% – in lokaler Währung sogar um +24% – zeigte sich ebenfalls in der Region Emerging Markets, zu der unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika zählen. Unterstrichen wird das auch durch eine neue regionale Produktionsstätte in Kairo. Um der Größe, Dynamik und strategischen Bedeutung des indischen Marktes Rechnung zu tragen, wird Indien ab 2026 als eigenständige Region India etabliert.

Einzig die Region Greater China verzeichnete einen Umsatzrückgang von -7,1 % – in lokaler Währung um -3,2 % – aufgrund der anhaltenden Marktschwäche. Dennoch konnte die BSH ihre Position als führender nicht-chinesischer Hausgerätehersteller im Markt behaupten.

Trendumkehr beim Kochen

Viele Produktfamilien der BSH befinden sich trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs. So gelang der BSH im Bereich Kochen eine Trendumkehr: Bei Öfen wurde ein Umsatzplus von +2,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt, bei Kochfeldern und Dunstabzugshauben ein Plus von +2,6 % – mit einem deutlichen Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug. Auch die Produktbereiche Geschirrspülen (+2,1 %) sowie Consumer Products (+0,1 %) konnten Wachstum verzeichnen. Der Kundendienst der BSH, ein maßgeblicher Faktor für die Sicherstellung der Produktlanglebigkeit und die Zufriedenheit von Konsumenten und Handelspartnern, ist mit einem leichten Umsatzanstieg von +0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter auf Wachstumskurs. Rückläufig war der Umsatz in den Bereichen Kühlen (-4,0 %) sowie Wäschepflege (-1,0 %). Ursächlich hierfür war vor allem das umkämpfte Marktumfeld, das sich besonders in der Region Greater China mit einer negativen Umsatzentwicklung in beiden Produktfamilien niederschlug.

Fokussierte Investitionen in Forschung und Entwicklung

2025 investierte die Gruppe noch mehr in F&E und das fokussiert. Das Ziel: stärkere Konsumentenorientierung und eine schnellere Marktreife von Produkten und Innovationen. Aus diesem Grund wurden die Investitionen  mit Aufwendungen von 847 Millionen Euro und einem Anteil von 5,6 % am Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht.

CFO Dr. Thorsten Lücke: „Im Markt überzeugende Innovationen, vorangetrieben durch Investitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sind einer der Wachstumstreiber der BSH.“ 

Darüber hinaus blieb die BSH mit zukunftsgerichteten Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro und damit 3,1 % des Umsatzes weiter auf einem hohen Niveau und stützte damit ihre Wachstumsstrategie in den Märkten. Investiert wurde beispielweise in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Erfüllung steigender Sicherheitsanforderungen an die IT-Infrastruktur sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb. 

KI-gestützte Technologien dienen den Nutzern

Der Erfolg dieser Strategie zeigte sich auch 2025 durch zahlreiche Produktneuheiten, zukunftsweisende Innovationen und einen starken Fokus auf KI-gestützte Technologien.

Dr. Matthias Metz: „Es geht nicht um Technik allein, sondern um Lösungen, die Hausgeräte einfacher und komfortabler bedienbar sowie im Ergebnis besser und verlässlicher machen. In Verbindung mit unserer Ingenieurs-, Design- und Anwendungskompetenz entstehen so Produkte, die konsequent an den Bedürfnissen unserer Konsumenten ausgerichtet sind.“ 

Unter anderem stellte die BSH den weltweit ersten Einbau-Saug- und Wischroboter unter der Marke Bosch, der unsichtbar in die Küche integriert ist, sowie die weltweit erste Dampfschublade unter den Marken Bosch, Siemens und Neff mit vollwertiger Dampfgarfunktion vor.

Die Produktfamilie der Consumer Products, also insbesondere Bodenpflegegeräte, Küchenmaschinen und Kaffeevollautomaten, stand 2025 besonders im Fokus der Innovationskraft. Die Verkäufe der Küchenmaschine mit Kochfunktion Bosch Cookit konnten ebenso gesteigert werden wie auch das Wachstum bei Kaffeevollautomaten. Mit dem Eintritt in neue Segmente mit Bosch Airfryern und Bosch Spotless Saug- und Wischrobotern erschloss die BSH zusätzliche Wachstumspotenziale.

Ein weiterer Schwerpunkt der BSH liegt auf vernetzten und KI-gestützten Lösungen, die konkreten Nutzen stiften und den Alltag spürbar einfacher machen. Hausgeräte werden so von stillen Helfern zu intelligenten Begleitern. Ein Beispiel für KI-gestützte Anwendungen ist der weltweit erste KI-Rezeptkonverter für den Bosch Cookit, der Online-Rezepte in geführte Kochprogramme übersetzt und damit die Rezeptbandbreite ins Unendliche erweitert. Auch beim Thema Sprachsteuerung setzt die BSH Maßstäbe: In China ist seit Anfang des Jahres der erste Backofen mit vollständig integrierter KI-unterstützter Sprachsteuerung auf dem Markt, weitere Anwendungen in der Wäschepflege folgen in naher Zukunft.

Wie läuft's heuer?

Die Märkte werden auch im laufenden Geschäftsjahr volatil bleiben. Die BSH ist währenddessen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der verfolgten Strategie überzeugt.

„Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar. Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen“, fasst Dr. Matthias Metz zusammen.

„Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren. Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort. Unser Anspruch ist Märkte gestalten – mit klaren Entscheidungen, und konsequenter Umsetzung des Zukunftsfahrplans.“

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