Wertgarantie: Gute Stimmung und ein Hoffnungsmarkt

Der Spezialversicherer Wertgarantie lud Mitte Juni zum traditionellen Presse-Brunch. Die Bilanz sieht angesichts des schwachen Marktumfeldes nicht berauschend aus, Österreich hingegen bleibt für das Unternehmen aus Hannover ein Hoffnungs- und Zukunftsmarkt. Plus: ein neues Küchen-Paket kommt!

Insgesamt zeigt man sich bei Wertgarantie zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr – trotz anhaltender Konsumschwäche.

Patrick Döring, Wertgarantie-Vorstandsvorsitzender: „Neben den vielfältigen Sorgen unserer Zeit – von globalen Krisen bis gesellschaftliche Unsicherheiten – ist die Sorge vor einem Verlust des Wohlstandes deutlich in der bestehenden Investitionszurückhaltung erkennbar. Ein Unternehmen wie unseres, das im Konsumbereich Versicherungen anbietet, bekommt diese Entwicklung unmittelbar zu spüren. Entscheidend ist für unsere Unternehmen: Wir haben diese Herausforderungen souverän bewältigt, auch und vor allem in Österreich!“

In Österreich kann der Spezialversicherer zum dritten Mal in Folge zweistellige Wachstumszahlen verzeichnen, sowohl bei den Neuverträgen als auch beim Bestand.

In Summe musste man beim erfolgsverwöhnten Spezialversicherer Wertgarantie das abgelaufene Jahr jedoch mit einer Seitwärts- denn Vorwärtsbewegung bilanzieren. Ein negatives Geschäftsklima mit einem Bruttoinlandsprodukt, das seit Jahren stagniert, sowie die hohe Sparquote haben die Rahmenbedingungen für Wertgarantie deutlich erschwert. Dabei schneiden die europäischen Gesellschaften sehr unterschiedlich ab. Zusammengenommen hat das Auslandsgeschäft der Unternehmensgruppe immer noch einen relevanten Anteil am Wachstum: Etwa ein Drittel der Verträge bestehen außerhalb Deutschlands, etwa ein Fünftel des Beitragsvolumens wird im Ausland generiert.

Starker Bereich der CE

Geschäftsfeldübergreifend hat die Unternehmensgruppe auch das Geschäftsjahr 2025 mit insgesamt 1,8 Millionen Neuverträgen abgeschlossen, wobei knapp 90 Prozent auf den CE-Bereich zurückzuführen sind. In Spanien, Frankreich und den Niederlanden gelang zudem ein spürbarer Zuwachs.

Das Geschäft in Österreich macht jedoch besondere Freude.

Patrick Döring: „In Österreich ist die Entwicklung weiterhin erfreulich, mit erneut sehr guten Wachstumszahlen und wieder zweistellig wie in den Vorjahren. So konnten wir im Neugeschäft im Geschäftsfeld CE ein Plus von knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen.“

Und auch der Start ins Jahr 2026 war äußerst vielversprechend. So lag das Neugeschäft in Österreich in den ersten fünf Monaten des Jahres bei 10 Prozent über dem Vorjahr.

Bestandsverträge legen zu

Weiterhin hat sich die Zahl der Bestandsverträge in europäischen Gesellschaften positiv entwickelt. Während sich das hohe Neugeschäft des Vorjahres erneut bestätigte und sogar leicht übertroffen werden konnte, wuchs auch der Vertragsbestand. 8,7 Millionen Verträge kann die Unternehmensgruppe mittlerweile verzeichnen. In Österreich kommt Wertgarantie bei den Bestandsverträgen im Bereich CE sogar auf ein Plus von mehr als 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und auch in den bisherigen fünf Monaten des Jahres 2026 geht dieser Trend beim Bestand weiter und beläuft sich auf plus 14 Prozent.

Patrick Döring: „Wir ruhen uns nicht auf dem bisher Erreichten aus, sondern verfolgen unsere Ziele mit klarem Fokus und Ausdauer. Nur mit einer klaren Wachstumsorientierung können wir langfristig erfolgreich bleiben. Kontinuierliches Wachstum ist ein zentraler Bestandteil unserer Entwicklung – Wachstum gehört zur DNA von Wertgarantie.“

Auf eine mögliche Trendwende bei der Verbraucherstimmung will sich die Wertgarantie Group nicht verlassen. Das angestrebte Bestandswachstum im Jahr 2026 soll auch in Österreich vielmehr aus eigener Kraft erzielt werden. Innovative Produkte und Services mit Mehrwert für Handel, Kunden und Umwelt sowie der gezielte Ausbau strategischer Partnerschaften bilden dafür die Grundlage.

„Mieten statt kaufen“ - jetzt auch bei TV

Wertgarantie hat das Jahr 2025 genutzt, um „Mieten statt kaufen“ weiter auszubauen und gleichzeitig das 25-jährige Jubiläum des Mietkonzepts zu feiern. Mittlerweile nehmen knapp 180 Handelsstandorte an dem Mietkonzept teil. Gleichzeitig werden immer mehr Geräte von namhaften Herstellern vermietet. Neu ist die Vermietung von TV-Geräten, passend zur Fußball-Weltmeisterschaft.

Thilo Dröge, Geschäftsführer Vertrieb bei Wertgarantie: „Neben den Geräten der weißen Ware, die auf immer mehr Interesse stoßen, ist es auch die Vermietung der TV-Geräte, die spürbar in den Fokus bei unseren österreichischen Kunden gerät. Unsere österreichischen Partner und wir profitieren von den großen Chancen der Kundenbindung und den Mehrwerten des Mietkonzeptes zunehmend.“

Neu ist dabei das Mietmodell Premiumschutz, das beim Mietvertrag zusätzliche Leistungen abdeckt und so u. a. bei Schäden wie Kurzschluss oder Blitzschlag greift und an die Premium-Option der Reparaturkostenversicherung angelehnt ist. „Wir schaffen es mit dem Premiumschutz noch mehr Leistung anzubieten, runden unser Mietangebot ab und machen es noch einmal attraktiver, als es sowieso schon ist“, ergänzt Thilo Dröge.

Komplettschutz für Küchen kommt

Für das aktuelle Geschäftsjahr hat sich das Unternehmen viel vorgenommen. Die neu gewonnenen Partnerschaften werden weiter ausgebaut, neue Vertriebspartner konnten bereits gewonnen werden, insbesondere mit dem Komplettschutz für Küchen, der Küchenelemente und -geräte zusammen absichert. Hier kann Wertgarantie bereits ein Partnernetz von über 600 Fachmärkten vorweisen, da in erster Linie die CE-Fachhändler mit angeschlossenem Küchenstudio angesprochen werden. Mit dem Ausbau der Brillenversicherung reagierte das Unternehmen darüber hinaus auf einen Markt mit wachsender Nachfrage. Besonders attraktiv ist sie durch ihre Leistungen: Reparaturkostenabsicherung, Schutz bei Glasbruch, Verschleiß oder Verlust und die unkomplizierte Einbindung in Beratung und Verkauf beim Optik-Fachhandel. Der Wertgarantie-Komplettschutz für Brillen wird mittlerweile an mehr als 80 Standorten angeboten – Tendenz steigend, da auch immer mehr reine, inhabergeführte Augenoptikerbetriebe und Filialisten dazukommen.

Studie zum Recht auf Reparatur – die Lage in Österreich

Am 1. Juli 2024 ist die EU-Richtlinie zum „Recht auf Reparatur“ in Kraft getreten. Ihre Ziele: Die Lebensdauer von Elektrogeräten verlängern, Ressourcen schonen und Elektroschrott vermeiden. Hierfür sollen Reparaturen für Verbraucher vereinfacht und leichter zugänglich werden. Hersteller werden in der Richtlinie verpflichtet, bestimmte Geräte auch nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung zu „angemessenen“ Preisen innerhalb eines „angemessenen“ Zeitraums instand zu setzen. Die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht muss bis 31. Juli 2026 erfolgen.

Österreich orientiert sich bei der Umsetzung eng an den Vorgaben der EU-Richtlinie und befindet sich mit einem vorliegen Gesetzesentwurf auf der Zielgeraden. Das bedeutet u.a., dass sich künftig die gesetzliche Gewährleistungsfrist bei einer Reparatur um ein Jahr auf drei Jahre verlängert. Damit soll ein zusätzlicher Anreiz für eine Reparatur gegeben werden.

„Dass die Verbraucher motiviert werden, ihre Geräte künftig vermehrt reparieren zu lassen, begrüßen wir als Wertgarantie ausdrücklich“, sagt Patrick Döring.

Um ein detailliertes Bild zu erhalten, und insbesondere die Meinung und Erfahrung des Handels einzubinden, hatte Wertgarantie zusammen mit dem Handelsverband Technik im vergangenen Jahr eine empirische Studie in Deutschland in Auftrag gegebenen. Mit dieser Erfahrung hat Wertgarantie nun nachgelegt und eine österreichweite Befragung von sowohl Verbrauchern als auch Elektrofachhändlern durchgeführt. Entstanden ist ein repräsentatives Stimmungsbild in Österreich. Erste Auswertungen der Befragung belegen deutlich: Das Recht auf Reparatur ist noch weitgehend unbekannt. Erst 41 Prozent der Verbraucher in Österreich haben überhaupt schon davon gehört. Auf Seiten des Fachhandels ist die Bekanntheit höher (85 Prozent), wenngleich es hier teilweise noch Informationslücken in Bezug auf die konkret enthaltenen Maßnahmen gibt.

Der Fachhandel geht mehrheitlich (69 Prozent) davon aus, dass das Reparaturvolumen in Österreich in Folge der Richtlinie insgesamt steigen wird.

Diese Ergebnisse liefern bereits einen aussagekräftigen Eindruck der Wertgarantie-Befragung, unterstreicht Patrick Döring: „Vor diesem Hintergrund bleibt es spannend, welche weiteren Erkenntnisse unsere vollständige Auswertung noch liefern wird – insbesondere mit Blick auf Kosten, Reparaturbereitschaft und praktische Umsetzbarkeit sowie die Rolle des Fachhandels, die letztendlich entscheidend sein wird, wie das Recht auf Reparatur in der Praxis umgesetzt werden kann.“ Die Gesamtergebnisse werden Anfang Juli erwartet.

www.wertgarantie.com