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Alno-Aktionäre: Geduld erbeten

04.06.2014 09:32

Der deutsche Küchenbauer Alno blickt auf verlustreiche Jahre zurück. Das Unternehmen, das Mitte der 90er Jahre an die Börse ging, erhofft sich für 2014 eine positive Bilanz sowie geduldige Aktionäre.


Alno blickt auf schwierige Jahre zurück.

Alno-Chef Max Müller hat die leidgeprüften Aktionäre des deutschen Küchenbauers bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Pfullendorf um weitere Geduld gebeten, ihnen aber auch Hoffnungen auf ein besseres Jahr 2014 gemacht: "Wir kommen zwar auf unserem Weg voran, aber es geht deutlich langsamer, als wir uns das gedacht haben." Neben einer schwachen Marktentwicklung habe sich 2013 ausgewirkt, dass zahlreiche Händler dem Konzern eine deutliche Preiserhöhung Ende 2012 übelgenommen hätten, wodurch die Alno-Gruppe weiter Marktanteile verloren habe. Seit dem Herbst seien die Auftragsbücher aber wieder besser gefüllt, betonte Max Müller: "Das wird sich in den kommenden Monaten auch in den Zahlen ergebniswirksam niederschlagen."

Anleger verärgert...
"Mit Alno-Aktien haben wir in den vergangenen Jahren schon viel Geld verloren", schimpfte ein Kleinaktionär unter Beifall. "Wie viele Jahre schon werden wir von Ihnen mit den diversen Visionen vertröstet - und es wird immer noch schlechter", sagte er in Richtung Vorstand.

...Unternehmen hoffnungsvoll
Alno-Chef Müller gab sich selbstkritisch. "Ganz ehrlich: Es hat im vergangenen Jahr nicht alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagte er. Die Negativ-Schlagzeilen hätten die Glaubwürdigkeit der Gruppe, zu der auch die Marken Wellmann, Impuls und Pino gehören, in der Wahrnehmung von Händlern und Kunden zwischenzeitlich "auf ein Minimum" sinken lassen. Doch die Situation drehe sich nun, wie Müller versicherte: "Seit Herbst vergangenen Jahres kommen die Kunden wieder zu uns zurück."Für Ende März hatte Alno zuletzt einen Auftragsbestand von 82 Millionen Euro ausgewiesen, 16 Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Jetzt geht es darum, Umsatz und Marktanteile wieder zurückzugewinnen."

Alno setzt vor allem in das Auslandsgeschäft, das zuletzt 47 Prozent zum Umsatz beitrug,große Hoffnungen. Müller nannte aber keinen konkreten Zeitpunkt, wann die 1.900 Mitarbeiter umfassende Gruppe auch unter dem Strich wieder Gewinne einfahren könnte. 2013 hatte Alno einen Umsatz von 395 Millionen Euro (minus 11,5 Prozent) und einen Verlust von 10,7 Mio. Euro verbucht.

Schwierigkeiten seit Börsengang
Seit seinem Börsengang 1995 kämpft Alno mit Problemen. Bis auf wenige Ausnahmen hat die Gruppe seitdem jedes Jahr unter dem Strich Verluste eingefahren. Vor zwei Jahren stand der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland sogar kurz vor der Insolvenz. Seit ihrem letzten Höchststand 2007 haben die Alno-Papiere knapp 88 Prozent an Wert verloren. In den vergangenen zwölf Monaten ging es noch einmal um 26 Prozent auf 0,95 Euro nach unten. (Quelle: APA)

www.alno.at 
www.apa.at 








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