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BLANC & FISCHER: Gemischte Bilanz und klarer Fokus

30.04.2026 06:50

Die BLANC & FISCHER Group zieht Resümee für 2025: Der Umsatz blieb knapp unter dem Vorjahr, während BLANCO kräftig zulegte und Küche weiterhin brummt. Der Blick geht in die Zukunft, der Weg ist klar.


BLANC & FISCHER feierte in 2025 mit seinen Gründungsunternehmen BLANCO und E.G.O. 100 Jahre Firmengeschichte – und zieht Bilanz.

BLANCO legte eine Wachstum hin, die Umsätze bei Trinksystemen konnten mehr als verdoppelt werden.

Mit dem Induktionsmodell E1 stärkt die E.G.O.-Gruppe Induktionstechnik im Einstiegssegment.

Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands, und Heiko Pott, Finanzvorstand der BLANC & FISCHER Group. Fotos: BLANC & FISCHER Group

Wie ist es 2025 gelaufen? Diese Frage beantwortet die BLANC & FISCHER Group nun – und sie erzielte im 100. Jahr der Unternehmensgeschichte einen Jahresumsatz von 1,11 Mrd. Euro. Dieser lag damit knapp unter dem Vorjahr (1,13 Mrd.; -1,5 %). Ein Ergebnis, das angesichts der vielen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen wenig überraschend kommt.

 

„Die große Unsicherheit angesichts der vielfältigen globalen Krisen wirkt sich insbesondere in der schwachen Bautätigkeit aus. Im laufenden Jahr wird der Tiefpunkt bei den Wohnungsfertigstellungen in Deutschland erwartet. Als in der Küchen- und Hausgeräteindustrie tätiges Unternehmen ist diese Marktsituation eine große Herausforderung. Gleichzeitig steigen in der Industrie die Kosten für Arbeit und Material weiter an. Es geht daher nun darum, den Konzern nachhaltig auf Wettbewerbsfähigkeit und damit Zukunftsfähigkeit auszurichten.“ - Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der BLANC & FISCHER Group

 

BLANCO mit Plus
 

Mit 615 Mio. EUR (-3 %) leistete die E.G.O.-Gruppe den größten Beitrag zum Konzernumsatz. BLANCO, Gründungsmitglied von BLANC & FISCHER, erzielte erstmals seit 2022 wieder ein Umsatzplus von 2 % und erreichte 392 Mio. Euro – rund ein Drittel des Konzernumsatzes.
B.PRO unterschritt den Vorjahresumsatz um 5 % und erreichte rund 81 Mio. EUR. Bei der regionalen Verteilung der Umsätze zeigt sich die starke Bedeutung der Märkte in Deutschland (mit 27 % stärkster Einzelmarkt) und im restlichen Europa (44 %).

 

„Beim Umsatz sind wir unter dem Niveau, das wir vor der pandemiebedingten Sonderkonjunktur hatten. Gleichzeitig sind jedoch Kosten dauerhaft gestiegen und die Wettbewerbsintensität in unseren Branchen hat zugenommen. Trotz umfangreicher Maßnahmen sehen wir daher erheblichen Druck auf unser Ergebnis.“ - Heiko Pott, Finanzvorstand

 

Vorstandssprecher Frank Gfrörer betont vor diesem Hintergrund die Notwendigkeit einer noch tiefer greifenden Transformation, die die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen muss und das Unternehmen für die Zukunft aufstellt, wie Franz Gförer unterstreicht. „Deswegen setzen wir die klare strategische Vorgabe mit Blick auf unsere Märkte, auf die Chancen im Kerngeschäft und auf die Wirtschaftlichkeit unserer Aktivitäten.“

 

Küche: Kerngeschäft mit Chancen
 

„Bei aller Marktschwäche: Die Küche bleibt als Geschäftsfeld attraktiv. Wir haben großes Potenzial in verschiedenen Bereichen unseres Kerngeschäfts, beispielsweise in der Aufwertung des Küchenwasserplatzes. Das sieht man etwa bei den Trinksystemen von BLANCO, wo wir unsere Umsätze letztes Jahr mehr als verdoppeln konnten“ - Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der BLANC & FISCHER Group

 

Um zusätzliche Nachfrageimpulse zu setzen, hat BLANCO im vergangenen Jahr den neuen Markenauftritt realisiert – und damit im Handel und bei den Endverbrauchern für Aufsehen gesorgt. Inzwischen wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Im Geschäft mit der Hausgeräteindustrie stärkt E.G.O. beispielsweise die Induktionstechnik im Einstiegssegment – und reagiert damit auf die Budgetlage der Haushalte. Potenzial bietet außerdem das Geschäft mit der Kleingeräteindustrie. Währenddessen erhält „Ki“, die Technologie zur kabellosen Stromversorgung von Kleinelektrogeräten über Induktionstechnologie, große Aufmerksamkeit in der Branche. Hier ist E.G.O. der erste zertifizierte Anbieter eines Transmitters, der die Energie nach einem bestimmten Standard überträgt. Über das Wireless Power Consortium arbeitet das Unternehmen mit namhaften Herstellern von elektrischen Kleingeräten daran, diese Technologie in die Küchen zu bringen.
Mit der zunehmenden Zentralisierung von Kliniken und dem steigenden Sparzwang wächst der Druck auf Krankenhausküchen, was großes Potenzial für Automatisierungslösungen – und auch hier gibt die Konzerntochter B.PRO mit der Realisierung ihres ersten software-gestütztem Automatisierungsprojekt für die Großküche eines Universitätsklinikums Gas.

 

Wettbewerbsfähigkeit = Wirtschaftlichkeit
 

Die derzeit entwickelte Konzernstrategie wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios in den Mittelpunkt stellen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

 

„Unsere Geschäftsmodelle müssen nachhaltig wirtschaftlich sein. Dieses Transformationsziel erreichen wir nur mit Mut zur nüchternen Betrachtung, klaren Entscheidungen und konsequenter Umsetzung.“ - Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der BLANC & FISCHER Group

 

Den Fokus auf Wirtschaftlichkeit unterstreichen auch die im vergangenen Jahr eröffneten Neubauten in Mexiko und Polen. Der Fokus liegt bei BLANC & FISCHER ganz klar darauf, Zukunftsfähigkeiten zu stärken. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit 7.380 Mitarbeitende und damit etwas weniger als im Vorjahr, und um das Unternehmen in die Zukunft zu führen, wurden wesentliche übergreifende Zukunftsfähigkeiten für die Mitarbeiter:innen definiert, die mit einem individuellen Lernzeitkontingent gezielt gestärkt werden. Für die Pilotumsetzung hat dieser intern als „Skill Booster“ bezeichnete Ansatz den renommierten HR Excellence Award gewonnen. „Insbesondere Digitalkompetenzen sind wichtige Treiber für die noch konsequentere Nutzung von künstlicher Intelligenz“, so Frank Gfrörer, betont aber gleichzeitig:

 

„Keine KI ohne zuvor digitalisierte Prozesse und belastbare Daten“. Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der BLANC & FISCHER Group

 

Deshalb hat BLANC & FISCHER eine Digitalstrategie initiiert, die konsequent die Voraussetzungen für nachhaltige KI-Nutzung schaffen und damit bessere Marktbearbeitung und geringere Kosten ermöglichen soll.

 

www.blanc-fischer.com








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