Dieses Zusatzplus zeigt sich übrigens auch bei den Möbelinnovationen. „Soft Seating“ ist endgültig angekommen und aktuell der Maßstab, wie sich an den Produktentwicklungen ablesen lässt. Der Komfort materialisiert sich in formschönen Kreationen, die mit organischem Design ihre „Ecken und Kanten“ zeigen. Unaufgeregt, entspannt, edel – Understatement prägt optisch das Innovationsbild, während die funktionalen Highlights im Hintergrund lauern, um unkompliziert ihre Möglichkeiten zu auszuspielen. Runder oder eher ovaler stimmen Tische in den Reigen ein und kommen immer öfter mit feinen, abgerundeten Kanten daher – gemacht, um nicht nur optisch zu bezaubern, sondern auch das Get-together von family & friends noch komfortabler zu machen. Dazu lohnt immer auch ein Blick unter die Platte, wo raffinierte Tischgestelle still, aber designstark ruhen.
Fließende Innovationskraft
Lebensfreude und Lebensgefühl plätschern ebenfalls im Bad fröhlich und kreativ. Die neuesten Innovationen sind hier breit gefächert, wie der Blick in den „Salone del Bagno“ zeigt. Auf der Biennale für’s Bad trumpften die Hersteller kräftig auf und zeigten Schönheiten, die in Kürze Markt und Wellnessoasen erobern werden – und klar stellen, dass Design im Bad längst kein Topping, sondern integraler Bestandteil ist, vom kreativ geschwungenem Wasserhahn über durchdachte Badewannen bis zum charmanten „stillen Örtchen“.
Neue „steps“
Auch abseits der reinen Produktnovitäten, die sich beim „Salone“ auf Schritt und Tritt finden, ihre Spezialität aber nicht immer auf den ersten Blick, sondern in der intensiveren Auseinandersetzung und im Gespräch mit den Profis offenbaren, überrascht die Messe mit Neuem, auf das es sich genauer zu schauen lohnt. Ein Beispiel ist das neue Format „Salone Raritas“, das innerhalb des Messegemenges auf inspirierende Weise in den Fokus rückt und an der Schnittstelle von kreativem Design und künstlerischem Ansatz, auf jeden Fall aber mit dem großen bisschen Mehr versehen, balanciert. Sie eröffnet so neue, überraschende Momente – ein Umstand, der sich auch auf die Messe selbst übersetzen kann. Der „Salone“ hat es in den letzten Jahren geschafft, sich bei aller Beständigkeit weiterzuentwickeln und neue Wege beschritten. Der „next step“ folgt mit „Salone Contract“. Der Kick-off erfolgte bereits bei dieser Ausgabe, unter anderem Talks, die ein Schlaglicht darauf werfen, warum dieses Thema – und der Name ist definitiv Programm – so essenziell für die Branche ist und Fahrt aufnimmt, insbesondere auf der Mailänder Möbelmesse. Innovation und Inspiration liegen hier dicht besammen und dies zeigt sich vor allem auch bei den Präsentation.
Inspirationsquelle
Während die großen italienischen Brands hinter großen, spektakulären Aufbauten ihre neuesten Schätze hüten, offenbaren andere Hersteller den Branchenprofis freizügiger, was sie im Talon haben – und geben zugleich Anreize, was gute Präsentation kann und wie sie sich aufmerksamkeitsstark umsetzen lässt. Auch das ist Messe und ein unschätzbares Element, auf das oft bei Besucher:innen von Messen inmitten des kunterbunten Innovationsreigens, absolviert im Turbodurchlauf, vergessen wird: Es geht nicht nur um Innovationen-Spotting oder Kunden-Hopping, sondern eben auch darum, Neues zu entdecken, sich mit Produkten auseinanderzusetzen, Inspiration zu finden, ins Gespräch zu kommen. Das macht das Messeerlebnis und schlussendlich Differenzierung und gutes Business aus – und den Salone del Mobile.Milano, der bei allen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen auch bei seiner diesjährigen Ausgabe wieder als internationaler Anziehungspunkt seine Kraft ausspielte, die Branche, Mailand und die Welt zu bewegen vermochte.
Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze und in der Printausgabe 2/2026 zeigen wir Highlights vom „Salone“ – stay tuned!
www.salonemilano.it