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Die Branche zum Thema Corona

25.03.2020 10:30

Die Straßen sind leer, Messen sind abgesagt, die Schauräume geschlossen. Corona hat für gewohnte Geschäftsabläufe in vielen Branchen ganz andere Voraussetzungen geschaffen. Was wird die Zukunft bringen? … von Gerhard Habliczek


Gerhard Habliczek. Foto: Wohninsider GmbH

Diese Szenarien hören und sehen wir in der Branche:

Thema Internet

Die Kunden sitzen zuhause und kommunizieren mit Handy, iPad, Laptop und Computer. Das haben sie auch vor der Krise getan, aber niemals in diesem Ausmaß. Die Nachfrage nach Monitoren, Drucker und Docking Stations ist in den letzten sieben Tagen um 50 % gestiegen, meldet zum Beispiel geizhals.at. Die Nachfrage nach Webcams um über 1.000%.

Man wusste schon vorher, dass Kommunikation und Information über das Internet läuft … die Krise wird diese Schiene massiv nachhaltig verstärken.

Ergebnis: Virtuelle Beratung, virtuelle Schauräume und vieles mehr werden entstehen.

IKEA hat ein Team an Planungsspezialisten ins HomeOffice gesetzt und Kunden werden über digitale Tools bei ihren Planungen (zu Hause) unterstützt.

ewe/FM ist mit einem virtuellen Schauraum gestartet: www.ewe.at/de/neu-virtueller-schauraumrundgang/

Auch der Handel wird folgen - ein Beispiel aus Dänemark: https://my.matterport.com/show/?m=pC4ASe2hFwt

 

Thema Interieur

Die Leute verbringen gezwungener Maßen sehr viel Zeit zu Hause in den eigenen vier Wänden. Für viele stand das eigene Interieur nicht unbedingt an erster Stelle. Fernreisen, Urlaub, Auto hatten höhere Priorität. Der Konsumwunsch wird sich in Richtung Interieur verstärken und schlussendlich im Handel aufschlagen.

 

Thema Handel

Durch die Schließungen der Geschäfte stehen auch die Produktionen (fast) still. Es könnte also durchaus der Fall sein, dass sich Hersteller in Richtung Direktvertrieb entwickeln. Der Verkauf „ab Hof“ wird einige reizen. Der Handel wird sich genau anschauen müssen, wer seine Partner sind und er muss genau auf diese setzen.

 

Thema Regionalität

Beim Konsumenten kommt ein Umdenken. Der ganze globale Wahnsinn mit Lieferketten um den Erdball hat nicht nur das Virus Corona schnell verbreitet, sondern ist eine kaum wieder gut zu machende Klimabelastung. Es wird hinterfragt werden, ob billiger Möbelschrott aus China wirklich in unser zu Hause gehört und ob der Preis ein nachhaltiger Entscheidungsträger ist. Regionales Handwerk wird gewinnen. Es war schon vorher ein Trend zu „made in daheim“ zu erkennen und dieser wird sich verstärken.

 

Thema Home-Office

Eine längst vorhandene, aber kaum genutzte, Produktgruppe wird Einzug in unsere Wohnungen haben. Gleichzeitig werden einige Firmen erkennen, dass sie ihr Großraumbüro vielleicht gar nicht brauchen.

TIPPS:

  • Bringen Sie ihre Steuerberatung auf Vordermann, dass diese alle möglichen Hilfen, Erleichterungen und Förderungen von staatlicher Seite her beantragt. Gerade jetzt gibt es Zuschüsse zu Austattungen für's Home-Office (Hardware und Software).
  • Halten Sie ihren Mitarbeiterstab zusammen. Machen Sie - zB. über Skype - interne Besprechungen und regelmäßige Meetings.
  • Bringen Sie ihren Online-Auftritt auf Vordermann und schauen Sie in diesem Bereich, wie sie JETZT für später aktiv werden können.
     

Wenn Sie Ideen und Tipps für die Branche haben, dann schreiben Sie mir.
 

Bleiben Sie gesund,

Ihr Gerhard Habliczek

gh@wohninsider.at

 








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