IG Lebenszyklus Bau: Bestand als Business Case

Die IG Lebenszyklus Bau hat für das Jahresprogramm 2026 ein brandaktuelles als zentrales Leitthema ausgerufen: Bestand als Business Case rückt die Bestandsoptimierung in den Mittelpunkt.

 

Bauen im Bestand hatte selten eine so große Bedeutung wie heute – und die IG Lebenszyklus Bau setzt ein weiteres Spotlight auf die Bestandsoptimierung. Das Jahresprogramm 2026 steht unter dem zentralen Leitthema „Bestand als Business Case“ und der Verband rückt damit den Gebäudebestand als entscheidenden Hebel für die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft in den Fokus – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich. Rund 90 Unternehmen bearbeiten 2026 im Rahmen von neun Arbeitsgruppen praxisnahe Fragestellungen rund um Sanierung, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle im Gebäudebestand.

Immerhin wird angesichts steigender Anforderungen durch Klimaziele, EU-Taxonomie und Ressourcenknappheit mehr als deutlich: Die Zukunft der Branche liegt nicht primär im Neubau, sondern in der intelligenten Weiterentwicklung bestehender Gebäude. Ziel der IG Lebenszyklus Bau ist es daher, wirtschaftlich tragfähige Modelle für den Bestand zu entwickeln und in die Praxis zu bringen.

 

„Der Gebäudebestand ist der größte Hebel für die Transformation der Bau- und Immobilienbranche. Entscheidend wird sein, ihn nicht nur technisch und ökologisch, sondern vor allem auch wirtschaftlich neu zu denken – als Business Case, der Investitionen ermöglicht und Innovation vorantreibt“ - Christoph Müller-Thiede, Sprecher der IG Lebenszyklus Bau

Im Rahmen ihres Jahresprogramms bündelt die IG Lebenszyklus Bau die Expertise ihrer Mitglieder in mehreren Arbeitsgruppen, die zentrale Fragestellungen entlang des gesamten Lebenszyklus adressieren.

 

Konkrete Schwerpunkte
 

Der Bogen reicht dabei von „Neue Geschäftsmodelle für den Bestand“, wobei sich alles um Entwicklung zirkulärer, investierbarer Ansätze und wirtschaftlicher Bewertungslogiken dreht, und „Dekarbonisierung & Kreislaufwirtschaft“ mit Strategien zur CO₂-Reduktion im Bestand sowie technische Lösungen für Wiederverwendung und Ressourceneffizienz, über „Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ mit Fokus auf Klärung von Haftungsfragen, Leistungsbildern und Investitionssicherheit, und „Digitalisierung im Bestand“, sprich: Nutzung von Daten als Grundlage für fundierte Entscheidungen und effiziente Prozesse, bis zu „Neue Nutzungsperspektiven“ mit Schwerpunkt auf die Transformation bestehender Gebäudetypologien, etwa im Bereich von Parkgaragen.

 

Klares Ziel und starke Plattform

Ziel ist es, konkrete Werkzeuge, Entscheidungsgrundlagen und Best Practices zu erarbeiten, die sowohl Planer:innen als auch Auftraggeber:innen und Investor:innen in ihrer täglichen Praxis unterstützen.
Neben der inhaltlichen Arbeit setzt die IG Lebenszyklus Bau 2026 auf eine Vielzahl von Formaten, um den Wissenstransfer und die Vernetzung innerhalb der Branche weiter zu stärken. Dazu zählen unter anderem der Sanierungsgipfel 2026, eigene Veranstaltungsreihen und der Jahreskongress, der am 3. November in der Hochschule Campus Wien stattfindet. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Einbindung junger Branchenvertreter:innen durch die Initiative Young Life Cycle Professionals (YLCP), die neue Perspektiven in die Verbandsarbeit einbringen soll.
So positioniert sich die IG Lebenszyklus Bau als starke Plattform für Austausch, Wissen und Umsetzung.

 

www.ig-lebenszyklus.at