TOP-News

Kaufkraft in Österreich steigt

16.04.2026 10:23

Gute News gibt’s zur Kaufkraft in Österreich: Eine insgesamt positive Entwicklung prägt das Bild, die Kaufkraft wächst, allerdings mit regionalen Unterschieden und Dynamiken, wie eine aktuelle Studie von RegioData zeigt.


RegioData liefert mit der Studie „Kaufkraft Österreich – Ausgabe 2026“ aktuelle Daten und Fakten. Die langfristige Entwicklungen im Bundesländervergleich von 2016 bis 2026 spricht eine klare Sprache. Quelle & Grafik: RegioData Research GmbH, Kaufkraft Österreich – Ausgabe 2026

Ups, Downs und Dynamik – mit diesen drei Worten lässt sich die Kaufkraftentwicklung in Österreich beschreiben. Die RegioData Research GmbH hat diese mit der Studie „Kaufkraft Österreich – Ausgabe 2026“ genau unter die Lupe genommen und die Ergebnisse geben durchaus Hoffnung und Zuversicht. So zeigt die durchschnittliche Kaufkraft in Österreich auch 2026 eine insgesamt positive Entwicklung. Gleichzeitig verändern sich langfristig die regionalen Unterschiede: Während wirtschaftsstarke Regionen ihr hohes Niveau halten, verzeichnen insbesondere ländliche Gebiete überdurchschnittliche Zuwächse und holen allmählich auf.

 

Stabilität und Aufholeffekte
 

Im Detail betrachtet, ist die nominelle Kaufkraft der Wohnbevölkerung in allen Bundesländern in den vergangenen Jahren gestiegen, die Unterschiede im Niveau bleiben jedoch bestehen. An der Spitze liegt Salzburg mit 30.954 Euro pro Einwohner, gefolgt von Niederösterreich (30.476 Euro) und Oberösterreich (29.669 Euro), aber auch Vorarlberg (29.595 Euro) und Tirol (29.525 Euro) liegen im oberen Bereich.
Im Mittelfeld positionieren sich das Burgenland (29.039 Euro) und die Steiermark (28.492 Euro), während Wien (28.239 Euro) und Kärnten (27.987 Euro) unter dem österreichweiten Durchschnitt liegen.
Insgesamt zeigt sich, dass wirtschaftsstärkere Bundesländer weiterhin ein höheres Kaufkraftniveau aufweisen. Gleichzeitig konnten insbesondere Bundesländer mit niedrigerem Ausgangsniveau in den vergangenen Jahren stärker aufholen, wodurch es zu einer leichten Annäherung kommt – bei weiterhin klar erkennbaren Unterschieden.

 

Klare Tendenzen
 

Auffällig ist insbesondere die Entwicklung Wiens: Die Bundeshauptstadt zeigt den deutlich stärksten relativen Rückgang im Beobachtungszeitraum. Damit verliert Wien im Vergleich zu anderen Bundesländern an Position. Die Gründe liegen unter anderem in einer höheren Arbeitslosigkeit, Zuzug kaufkraftschwächerer Personengruppen und einer verstärkten Pensionierungswelle der „Boomer“.
Demgegenüber zeigen mehrere Bundesländer eine überdurchschnittlich dynamische Entwicklung. Besonders hervorzuheben sind Tirol, Burgenland und Kärnten, die im langfristigen Vergleich die stärksten Zugewinne verzeichnen. Auch Salzburg entwickelt sich überdurchschnittlich gut und hat wieder die Spitzenposition erreicht.
Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine leichte Verschiebung der Kaufkraftdynamik hin: Während westliche und südliche Bundesländer sowie strukturschwächere Regionen teilweise stärker aufholen, verlieren klassische Zentren wie Wien relativ an Dynamik.
Deutlicher werden die Unterschiede auf der Ebene der Gemeinden, wo das Gefälle weiterhin außerordentlich hoch ist. Die fünf kaufkräftigsten Gemeinden Österreichs sind der 1. Bezirk in Wien, gefolgt von Lech (V), Gießhübl und Bisamberg (beide NÖ) sowie Ischgl (T). Dahingehend bilden Innervillgraten (T), Preitenegg (K), Lassing (Stmk), Opponitz (NÖ) und Sankt Georgen ob Judenburg (Stmk) die Schlusslichter.

 

Große Spannbreite
 

Die Analyse der kaufkraftstärksten und -schwächsten Gemeinden verdeutlicht zugleich die Spannweite innerhalb Österreichs. Während die „Top 5“ von von einer starken wirtschaftlichen Struktur sowie, insbesondere im Fall von Tourismus- und Umlandgemeinden, von überdurchschnittlichen Einkommen profitieren, rangieren am unteren Ende des Rankings vor allem kleinere, strukturschwächere Gemeinden.
Das Gefällt ist zwischen den kaufkraftstärksten und -schwächsten Gemeinden ist mit einer Differenz von rund 28.000 Euro pro Einwohner unübersehbar hoch und unterstreicht die weiterhin ausgeprägten regionalen Unterschiede innerhalb Österreichs.

 

Dynamik mit Verlagerung
 

Ergebnis und Fazit der aktuellen Studie von RegioData sind klar: Die Kaufkraft in Österreich steigt insgesamt weiter – wenn auch im letzten Jahr nur sehr verhalten – und sie entwickelt sich regional unterschiedlich dynamisch. Während wirtschaftsstarke Bundesländer ihr hohes Niveau weitgehend halten, zeigen insbesondere mehrere Bundesländer sowie ländliche Regionen überdurchschnittliche Zugewinne und holen im langfristigen Vergleich auf.
Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine leichte Annäherung der regionalen Kaufkraftniveaus hin. Die Unterschiede bleiben bestehen, werden jedoch durch unterschiedliche Wachstumsraten zunehmend relativiert. Die Dynamik verlagert sich damit teilweise weg von den klassischen Zentren hin zu anderen Regionen Österreichs. Während wirtschaftsstarke Regionen ihre Position behaupten, gewinnen ländliche Gebiete zunehmend an Bedeutung und holen gegenüber urbanen Zentren auf, so die Konklusio der Studie „Kaufkraft Österreich – Ausgabe 2026“ von RegioData.

 

www.regiodata.eu








<- Zurück zu: Top-News