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Möbelhandel im Aufwind - Ikea und Verbundgruppen profitieren

04.07.2018

Der heimische Möbelhandel wächst wieder. Höhere Kaufkraft, verstärkte Wohnbautätigkeit und Zuwächse im Tourismus sind die Motoren dahinter.


Grafik: regiodata

Einige Jahre der Flaute liegen hinter uns, aber nun geht es wieder aufwärts, wie eine aktuelle Studie von Regioplan aufzeigt. 5,3 Mrd Euro wurden vergangenes Jahr mit Möbeln umgesetzt, zwei Drittel davon von den Branchengiganten XXXLutz, Kika/Leiner und Ikea.

Im vergangenen Jahr ist der Gesamtumsatz um 2,8% nominell gestiegen, Tendenz gleich bleibend. Pro Jahr gibt jeder Österreicher durchschnittlich 746 Euro für Möbel und Einrichtungsgegenstände aus. Die Ausgaben steigen insbesondere in den Sortimenten Dekorationsartikel, Gartenmöbel, Beleuchtung und Saisonware. Der Onlineanteil im Möbelhandel liegt bei 10% und wird - aufgrund von bestehenden, starken Anbietern und aufstrebenden, neuen Online-Spezialisten - auch weiterhinsteigen.

Nirgends gibt's so viele Möbelhändler wie hierzulande
Die Umsätze haben sich im österreichischen Möbeleinzelhandel 2017 auch ohne Expansion der Verkaufsflächen positiv entwickelt, die Flächenproduktivität wurde um 2,6 % gesteigert. Österreichs Verkaufsflächendichte ist mit 31 m² pro 100 Einwohner extrem hoch und erreicht damit europaweit Platz 1.

XXXLutz, Kika/Leiner und IKEA beherrschen den Markt
Dass der österreichische Möbelhandel hart umkämpft ist, zeigt schon die hohe Werbepräsenz, insbesondere im Fernsehen. Der Markt weist aber auch eine sehr hohe Konzentration auf: Die drei größten Marktteilnehmer teilen sich knapp zwei Drittel des Marktes: XXXLutz hält etwa 29 %, Kika/Leiner ca. 20% und IKEA knapp16 % Marktanteil. Der harte Verdrängungswettbewerb drängt die Big Player auch zu neuen Strategien. So will die XXXLutz-Gruppe ihren Online-Anteil deutlich steigern. Kika/Leiner wird nach Schließung von vier Standorten und erfolgter Übernahme durch Signa vermutlich einem umfangreichen Sanierungsprozess unterzogen werden und IKEA versucht sich mit kleineren innerstädtischen Betriebstypen.

Keiner performt wie IKEA
Abseits von den Rabattschlachten der anderen Großen ist IKEA extrem produktiv und konnte seine Umsätze bei gleichbleibender Fläche weiter ausbauen. Der Marktanteil von knapp 16 % wird mit lediglich acht Standorten erzielt. Die Quadratmeterumsätze sind mehr als dreimal so hoch wie bei den anderen beiden Topplatzierten! Der Schwede konzentriert sich auf den Ausbau des Onlinehandels und Serviceleistungen sowie auf die Umsetzung des geplanten innerstädtischen Standorts Wien Westbahnhof.

Großes und stabiles Plus für die Verbundgruppen
Den stärksten Umsatz-und Flächenwachstum konnten Verbund-bzw. Marketingvereinigungen erzielen. Zu diesen zusammengeschlossenen, selbstständigen Möbelhändlern zählen beispielsweise GarantMöbel, MHKGroup, WohnUnionund Europa Möbel. Marken wie diese nehmen eine erstaunlich stabile Funktion ein und besitzen insgesamt bereits einen beachtlichen Marktanteil von 22 %.

www.regiodata.eu

 

 








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