Smarte Helfer immer beliebter - Fachhandel gefragt

Smarte Alltagsgeräte sind aktuell stark im Vormarsch. Die gestiegene Nachfrage nach smarten Küchen- und Haushaltshelfern, Reinigungsrobotern, AI-Tools für zuhause schlägt sich auch im (Elektro-)Fachhandel nieder. Als primärer Beweggrund wird hier Energie sparen angeführt.  

Was früher oft als technisches Spielzeug galt, ist heute fester Bestandteil vieler Haushalte: Der Wiener Elektrofachhandel verzeichnet eine deutlich steigende Nachfrage nach smarten Alltagsgeräten. Saugroboter, die eigenständig Böden reinigen, smarte Lichtsysteme, die Energie sparen, oder Küchenhelfer, die beim Kochen unterstützen - diese Technologien bringen sofort spürbaren Nutzen im Alltag und funktionieren ohne aufwendige Installation.

Smarte Geräte bereits bei einem Viertel der Österreicher in Gebrauch

Robert Pfarrwaller, Obmann des Elektrofachhandels in der Wirtschaftskammer Wien: „Die Nachfrage nach smarten Alltagsgeräten im Wiener Elektrofachhandel ist in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Kunden reagieren besonders positiv auf Geräte, die sofort einen praktischen Mehrwert bringen.“

Besonders in urbanen Regionen wie Wien zeigt sich der Trend zu kompakten, sofort einsatzbereiten Smart-Geräten, die ohne bauliche Eingriffe funktionieren und auch für Mietwohnungen geeignet sind.

Smarte Geräte werden immer selbstverständlicher

Viele beginnen mit einem einzelnen Gerät, erleben den Nutzen im Alltag und erweitern ihr System Schritt für Schritt, berichtet der Obmann. Was anfangs neu erscheint, wird von Kund:innen schnell als komfortabel wahrgenommen und als echte Erleichterung erlebt. Diese niederschwelligen Lösungen sprechen auch Menschen an, die sich selbst nicht als technikaffin sehen. Vor allem für jüngere Generationen gehören smarte Geräte zunehmend selbstverständlich zum Alltag.

Ein weiterer wichtiger Trend ist die zunehmende Integration von Sprachsteuerung: Smarte Lautsprecher und Assistenzsysteme ermöglichen es, Geräte bequem per Sprachbefehl zu steuern - eine Entwicklung, die mit wachsender Benutzerfreundlichkeit weiter an Bedeutung gewinnt. 

Strom und Geld clever sparen

Ein zusätzlicher Treiber der Nachfrage ist das steigende Bewusstsein für Energieeffizienz. Smarte Lichtsysteme, Steckdosen oder Heizungsthermostate, die den Strom- und Energieverbrauch transparent machen, unterstützen Haushalte dabei, bewusster mit Energie umzugehen.

„Die Möglichkeit, Geräte auch unterwegs zu kontrollieren oder Verbrauchsdaten am Smartphone einzusehen, wird von vielen als echter Mehrwert empfunden“, so Pfarrwaller. „Abhängig vom individuellen Heizverhalten lassen sich durch smarte Steuerungen - auch per Fernzugriff - zweistellige prozentuale Einsparungen erzielen.“

Durch die Energiekrise und hohe Inflation habe sich die Nachfrage nach energiesparenden Lösungen deutlich verstärkt. 

Information online, Kauf offline

Der stationäre Fachhandel spielt dabei eine zentrale Rolle. Viele Konsument:innen informieren sich online, entscheiden sich aber nach persönlicher Beratung im Geschäft für den Kauf. Fachhändler erklären, welche Lösungen sinnvoll sind, wie sie im Alltag funktionieren und wie einzelne Geräte bei Bedarf miteinander kombiniert werden können.

„Wiener Elektrofachhändler übersetzen Technik in Alltag - und verhindern Fehlkäufe. Ein Besuch im Fachgeschäft lohnt sich“, so Pfarrwaller.

In Wien gibt es rund 1.270 Elektrofachhändler - neben großen Filialisten auch zahlreiche spezialisierte Betriebe. 

Marktvolumen steigt deutlich

Der Anteil der Nutzer:innen smarter Haushalttechnik ist in Österreich in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von 12 Prozent im Jahr 2020 auf 24,3 Prozent im Jahr 2024, wie Statistik Austria berichtet. Auch der Markt entwickelt sich dynamisch. Laut Statista lag das Marktvolumen des Smart-Home-Marktes in Österreich 2024 bei rund 829,5 Millionen Euro. Bei einem jährlichen Wachstum von knapp 10 Prozent könnte der Umsatz bis 2030 auf rund 1,46 Milliarden Euro steigen.

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