Villeroy & Boch zieht Q1-Bilanz 14.05.2026 12:35 Zufriedenstellend ist das erste Quartal 2026 für Villeroy & Boch verlaufen. Dem Umsatzrückgang steht ein Auftragsbestandsplus entgegen und während Bad & Wellness schwächelte, entwickelte sich Dining & Lifestyle stabil.
 Villeroy & Boch mit Hauptsitz in Mettlach zieht Q1-Bilanz – zufriedenstellend, mit Ups und Downs. Foto: Villeroy & Boch AG Das Q1 ist geschlagen und Villeroy & Boch zieht Bilanz: Der Premium-Anbieter in den Bereichen Dining & Lifestyle sowie Bad & Wellness hat das erste Quartal 2026 in einem weiterhin herausfordernden, vor allem durch die aktuelle geopolitische und weltwirtschaftliche Situation beeinflussten Marktumfeld mit einem „zufriedenstellenden Ergebnis“ abgeschlossen, wie vermeldet wird. Minus versus Plus Der Konzernumsatz belief sich in diesem Zeitraum auf 318,7 Mio. Euro und lag damit 13,7 % unter dem Vorjahreswert von 369,1 Mio. Euro. Die Umsatzentwicklung wurde dabei durch die Veräußerung des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette sowie negative Währungseffekte beeinflusst – und bereinigt beläuft sich der Umsatzrückgang auf 8,3 %. Trotz des Umsatzrückgangs verzeichnete Villeroy & Boch zum 31. März 2026 einen erfreulichen Anstieg des Auftragsbestands um 47,3 Mio. auf 197,7 Mio. Euro und der Konzern erreichte ein operatives EBIT in Höhe von 17,2 Mio. Euro. „Das erste Quartal 2026 war von einem komplexen Zusammenspiel aus Desinvestitionen und geopolitischen Spannungen geprägt, die unser Ergebnis beeinflussten. Trotz dieser Herausforderungen konnten wir in Teilbereichen, wie dem Auftragsbestand in beiden Unternehmensbereichen und dem E-Commerce Geschäft bei Dining & Lifestyle, positive Entwicklungen erzielen. Dies unterstreicht die Resilienz unseres Geschäftsmodells und unserer strategischen Ausrichtung“ - Dr. Markus Warncke, Finanzvorstand der Villeroy & Boch AG
Bad & Wellness mau, Dining & Lifestyle solide Im Detail liest sich das Ergebnis gemischt. So erreichte der Unternehmensbereich Bad & Wellness im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 248,0 Mio. Euro, was einem Minus von 16,1 % gegenüber dem Vorjahr und nach Bereinigung um die Umsatzerlöse der veräußerten Gustavsberg Gesellschaften von -9,9 % entspricht. Regional sank der Umsatz in EMEA um 15,6 % und in APAC/Americas um 23,2 %, hauptsächlich bedingt durch Desinvestitionen, Konjunkturschwäche und den Konflikt im Nahen Osten sowie die Abkühlung des chinesischen Bausektors. Lag das operative EBIT von Bad & Wellness bei 12,9 Mio. Euro, zeigte sich der Geschäftsbereich Dining & Lifestyle mit einem Umsatz von 70,0 Mio. Euro stabil, wobei besonders die positiven Entwicklungen im E-Commerce-Geschäft und in den eigenen Einzelhandelsgeschäften, letzteres begünstigt durch das Ostergeschäft, hineinspielten. In Deutschland konnte ein Umsatzplus von 7,5 % erzielt werden, getrieben durch das E-Commerce-Geschäft, und so stieg das operative EBIT leicht auf 4,3 Mio. Euro Prognose bleibt Trotz aller Herausforderungen und Unsicherheiten bestätigt der Vorstand der Villeroy & Boch AG allerdings die Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem Konzernumsatz im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr. Das zwischen 75 und 85 Mio. Euro prognostizierte operative EBIT wird jedoch nun am unteren Ende dieser Spanne erwartet. www.villeroy-boch.com
<- Zurück zu: Top-News |