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ZOW - Tiny Spaces im Fokus

19.10.2019 11:37

Auf der kommenden ZOW steht das Thema Urbanisierung und Gentrifizierung im Mittelpunkt. Die Zuliefermesse findet vom 4.-6. Februar in Köln statt.


Fotos: koelnmesse

Die Gesellschaft ist im Wandel. Urbanisierung und Gentrifizierung sind die Schlagworte. Stadtplaner, Architekten und nicht zuletzt die Einrichtungsbranche muss idealerweise agieren statt erst später zu reagieren. Die Möbelindustrie und die Zulieferer wenden sich diesem Thema immer intensiver zu und bieten sowohl gestalterisch hochwertige als auch technisch perfektionierte Produktlösungen an. Auf der ZOW 2020 präsentiert Designerin und Trendscout Katrin de Louw auf einer Sonderfläche drei Szenarien, die nachhaltige Impulse für die zunehmend nachgefragten ‚Tiny und Shared Spaces‘ geben.

Eng begrenzte alters- und funktionsgerechte Räume


Auf einer inszenierten Sonderschaufläche finden im Projekt Jung und Alt, berufstätig und pensioniert zueinander. Die Interessenslagen korrespondieren und die autarke Nutzung eigener Areale gestattet die nötigen Freiräume. Auf kleinem Raum haben so Lennart, ein 30-jähriger Berufspendler, und die verwitwete Elisabeth, Rentnerin und Wohnungseigentümerin, ihr bezahlbares Heim gefunden, pflegen Sozialkontakte und genießen die Vorzüge urbaner Lebensräume. Mit weiteren Bewohnern nutzen beide gemeinsam Co-Joining Spaces – als geteilte, also „shared“ Out- und Indoor-Flächen zum Relaxen, Arbeiten, Kochen und Speisen.

Schauraum . direkt

Das gut 15 m² große, von Lennart angemietete Apartment ist geprägt von verbauten Möbeln, die die Raumnutzung optimieren. Polster- und Kastenmöbel sind ebenso verschmolzen wie Küche und Arbeitsplatz. Unterschiedliche Lichtszenen wandeln den Raum nach Bedarf und Stimmung. Die kleine Wohnung ist IT-seitig aufgerüstet, Multifunktionalität steht im Fokus. Denn Lennart pendelt zwischen Heimat einerseits und dem Bürojob in der Großstadt andererseits. Immobilienseitig will er sich derzeit nicht binden, Mobilität ist ihm ebenso wichtig wie Nachhaltigkeit.

Ein Fallbeispiel: Elisabeth ist nach dem Tod ihres Mannes ihr eigenes Landhaus einfach viel zu groß geworden – zunehmend fühlte sie sich allein, denn auch die Kinder sind längst aus dem Haus. Jetzt hat sich die 74-Jährige zum Kauf eines 18 m² großen Stadtapartments Tür an Tür zu Lennart entschlossen. Hier legt sie auf altersgerechtes, barrierefreies Wohnen größten Wert und genießt jeden Komfort. Begleitet von Assistenzsystemen im Hintergrund findet sie im Co-Joining und Co-Cooking-Bereich auch endlich neue Freunde.

Die gemeinschaftlich genutzten „Co“-Flächen stehen nicht nur Lennart und Elisabeth zur Verfügung. Küchensysteme und Nutzflächen für unterschiedliche Ansprüche, Stauräume und die Medienversorgung der genannten zwei sowie weiterer Wohneinheiten sind hier zu finden. Out- und Indoor-Flächen verschmelzen zudem. Verschiedene Funktionen und Einrichtungsgegenstände sind – gegen Entgelt – zudem zu- und abwählbar.

Ein Projekt, zehn Aussteller

Viele an „[Tiny] Spaces“ interessierte ZOW-Aussteller haben sich bereits bei de Louw und ihrem Team gemeldet, doch die Zahl der Mitwirkenden wird auf rund zehn begrenzt bleiben. Mit Innenausstattungen und Zubehör, mit Oberflächen und Beschlagsystemen unterstützen beispielsweise die Unternehmen Hunger, Kalb, Impress und Interprint sowie Schüco Alu Competence und Swiss Krono das Projekt engagiert.

Für Lennart, Elisabeth und viele andere drängt jedenfalls die Zeit, denn mit dem weltweiten Trend zu Verstädterung, der Konzentration sich verknappender Ressourcen auf Ballungszentren oder dem bewussten Haltungswandel mit Blick auf Selbstreduktion und Nachhaltigkeit sind genau jetzt völlig neue Denkansätze für Arbeiten, Wohnen und Leben gefordert. Dafür ist die Zuliefermesse ZOW prädestiniert, nimmt sie doch neue Trends in ihrer Werkstattatmosphäre und mit attraktiven Präsentationen in einzigartiger Weise auf.

Die ZOW findet von 4. bis 6. Februar 2020 in Köln statt.

www.zow.de








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