Ist die Migration der Unternehmen in Österreich somit abgeschlossen?
H.K.: Wir hoffen, dass mit dem 3. Quartal die Beko Europe Austria GmbH in der Beko Austria AG aufgeht, sodass dann alles unter einem Dach, jedoch weiterhin an den zwei Standorten Wien und Zeltweg, ist. Schlussendlich aber werden wir dann One Face to the Customer bilden.
Was bedeutet das für die Zuständigkeit?
Wien verantwortet das Österreich-Geschäft, Commercials, Vertrieb, Marketing, wohingegen der Standort in Zeltweg die Divisions in Deutschland und der Schweiz bedient sowie für das Servicegeschäft zuständig ist.
Wie geht es – auch in Hinblick auf das Recht auf Reparatur – in Sachen Service weiter?
H.K.: Wir begrüßen diese Thematik, denn es liegt in unserer DNA; die Nachhaltigkeit, das Recycling. Wir haben schon seit Langem eine Ersatzteilgarantie. Bei Beko sind die Ersatzteile in den ersten zehn Jahren sogar gratis. In der Türkei sind wir sehr stark im Recycling von ganzen Geräten. Da ist die Marke Arcelik auf einem Status- und Preis-Niveau wie hier Miele angesiedelt, und zwar primär, weil das Service so gut passt. Und genau darin wollen wir nun verstärkt investieren, weil wir wissen, mit der Kundenzufriedenheit kommt das Wachstum.
Wie ist das Servicenetz in Österreich aktuell aufgestellt und was ist für die Zukunft geplant?
H.K.: Wir servicieren im Raum Wien selbst und haben aktuell in den Bundesländern je einen Servicepartner. Ziel ist es, diese Zahl zu verdoppeln oder vielleicht sogar zu verdreifachen. Denn, ich bin sicher, dass sich Österreich früher oder später zu einer Servicegesellschaft entwickeln wird.
Es war vorher die Rede von den intelligenten Geräten …
H.K.: Ja genau, das Service geht Hand in Hand mit unseren Geräten mit HomeWhiz, wo man z.B. über einen Service-Button in der App direkt mit einem Callcenter verbunden wird.
Durch HomeWhiz können wir mitunter auch Fehler erkennen, bevor sie auftreten, etwa wenn die Kompressorleistung eines Kühlschranks nachlässt. Wir entwickeln unser HomeWhiz ständig weiter, die Geräte lernen mittlerweile mit und wir werden hier noch viele weitere echte Nutzen für unsere Kunden bringen.
Etwa in Sachen Energiesparen: Ich wasche die Wäsche dann, wenn der Strom nichts kostet. Hier sind wir auch bestrebt, zum Beispiel Kooperationspartner bei Energie-Providern zu finden. Wir glauben, dass sich der österreichische Energiemarkt durch die schwankenden Preise stärker entwickeln wird.
Generell setzen wir intensiv darauf, starke Partnerschaften einzugehen, wie etwa jene mit SPAR Mahlzeit! und DANKÜCHEN bei Austria’s Next Küchenchef:in.
M.A.: Hier machen wir die Themen mit unseren Partnern gemeinsam, wir werden gemeinsam stärker, das ist einfach ein tolles Gemeinschaftsgefühl.