(15.11.2017) Mit dem "logischen Schritt" in Richtung Sanitär-, Bad- und Haustechnik stößt die Organisation SERVICE&MORE in neue Bereiche vor.  Mit Helmut Veigl als Modulmanager hat man sich dazu auch einen Branchenkenner geholt.

Österreichs größte Organisation des Einrichtungsfachhandels erweitert das Engagement um den Bereich Sanitär-, Bad- und Haustechnik.

Motiviert durch den Erfolg in der Raumausstattung und im Möbelhandel ist man bei SERVICE&MORE stets auf der Suche nach Mehrwert in weiteren Markt-Segmenten. Dass man nun diesen Weg in Richtung Sanitärbranche gegangen ist, ist für Geschäftsführer Mag. Christian Wimmer ein logischer Schritt: „Diese Branche ist so vielfältig wie die Einrichtungsbranche – das kennen wir, damit können wir gut umgehen, da kennen wir uns aus. Und wir sehen es als führender Verband als wesentliche Aufgabe, Markttrends zu erkennen und dementsprechend aktiv zu werden. Dazu zählt unter anderem, mögliche zusätzliche Branchen zu identifizieren und zu erschließen.“
Anleihen kann man sich hier bei der großen Schwester in Deutschland holen, wo bereits seit 15 Jahren einschlägige Erfahrungen gemacht wurden. Und trotzdem wären diese zwar wertvoll, jedoch lediglich eine Starthilfe, so Wimmer: „Diese Erkenntnisse können wir nutzen – dennoch brauchen wir für Österreich ein völlig eigenständiges Konzept.“

Markt mit mehreren 100 Mio Euro erschließen
Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von mehreren 100 Mio. Euro, welcher bislang zu 90 % vom Großhandel bestimmt wurde, scheint Potenzial gegeben. Gleichzeitig gilt es hier – wie im Einrichtungshandel – eine Alternative zu bieten.

Die Erwartungen von SERVICE&MORE: 0,5 bis 1 % des Marktes abzuschöpfen. Zu diesem Behufe hat, wie in wohninsider bereits ausführlich berichtet, bereits im April Helmut Veigl als Modulmanager die Verantwortung für das neue Geschäftsfeld übernommen. Der erfahrene Verkaufsexperte startete bereits vor rund 25 Jahren als Großhandelskaufmann in der Sanitärbranche, von wo er nach einigen Jahren in den Möbelhandel wechselte. „Die überwiegende Mehrheit der österreichischen Sanitärunternehmen sind Familienbetriebe – so wie unsere bestehenden Partner. Daher liegt es auf der Hand, sie mit ähnlichen Services zu unterstützen", so Veigl.
Dabei kann SERVICE&MORE für interessierte Installateur-Fachbetriebe aus seinem erprobten Dienstleistungsportfolio schöpfen. Dazu zählen der gemeinsame Einkauf, detaillierte Marketingaktivitäten und Aus- und Weiterbildung wie beispielsweise die Online Akademie. Wie auch bei der GARANT Austria und der WOHNUNION soll es eine Erfahrungsaustauschgruppe geben. Wimmer: „Der bestehende Großhandel ist wichtig für die Branche und deren Logistik. Aber Planungen und Schauräume sind unser ursprüngliches Metier.“ Daher wird das Produktsortiment „alles vor der Wand“ umfassen, also Badezimmermöbel, Sanitärausstattung, Armaturen, Duschtrennwände und vieles mehr.

Fokus auf Unvergleichbare
Mit dem Lieferantenaufbau startete der Branchenprofi Veigl im Frühsommer. Dabei setzt man hier auf mittel- bis hochwertige Artikel. Veigl: „Gerade in diesem Segment gibt es noch Hidden Champions, die am Markt noch nicht vertreten sind oder sich eventuell verbreitern wollen.“
Wie aus der Raumausstatter- und Möbelbranche gewohnt, wird SERVICE&MORE hier ebenfalls die Industrie eng miteinbinden. Wimmer: „Für die Entwicklung des richtigen Produktportfolios, aber genauso für die Entwicklung von Eigenmarken brauchen wir starke Partner, die mit uns gemeinsam diesen Weg gehen.“ Gemeinsam gehen bedeutet in diesem Fall auch, dass man sich auf Produkte fokussiert, die nicht online zu kaufen und daher nicht vergleichbar sind.
Im ersten Jahr sollen 30 Lieferanten definiert und in den nächsten fünf Jahren rund 80 zusätzliche Fachbetriebe betreut werden. Wimmer: „In der ersten Phase sprechen wir Installateure an. Sie haben bereits das Know-how und kennen ihr Business. Allerdings möchten wir auch den bereits bestehenden Partnern eine dementsprechende Ausweitung ihres Portfolios anbieten.“

www.serviceandmore.at

 

 

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