Heimtextil lüftet Trends 27/28

Die Heimtextil zeigt die Innovationen und gibt einen Ausblick in die Zukunft: Die Heimtextil Trends 27/28 unter dem Titel „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“ weisen den Weg und sind Design-Leuchtturm.

 

Bereit für die Zukunft? Die Heimtextil ist es, gibt den Takt vor und zeigt vom 12. bis 15. Jänner in Frankfurt am Main mit der Fülle an internationalen Ausstellern, was in puncto Interior Design von Textil über Wandgestaltung bis zu Bett und Bad angesagt ist. Welche Trends das Morgen prägen, enthüllt die renommierte Messe schon jetzt – und die Zeichen stehen dabei auf „Home-Maxxing“.

Denn eines ist unübersehbar: Besser schlafen, schneller regenerieren, effizienter leben – kurz: Der Wunsch nach Optimierung hat längst unser Zuhause erreicht. Ein Fakt, den die Heimtextil Trends 27/28 aufgreifen und unter dem Titel „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“ zeigen, wie sich unser Verhältnis zu Effizienzdenken und Technologie auf die Gestaltung von Räumen und Textilien auswirkt. Je stärker Schlaf, Wellness, Routinen, Materialien und Räume optimiert werden, desto größer wird zugleich die Sehnsucht nach einem Zuhause, das nicht noch mehr Leistung verlangt.

 

„Home-Maxxing bringt zwei gegenläufige Erwartungen unserer Zeit auf den Punkt: das Streben nach immer mehr Leistung und das Bedürfnis nach Entlastung. Die Heimtextil Trends 27/28 erweitern den Blick auf textile Performance: Es geht nicht nur darum, was Materialien und Produkte leisten, sondern ebenso darum, wie ihre Funktion nachvollziehbar und ihre Beschaffenheit erfahrbar wird. Daraus entstehen neue Ansatzpunkte für die Gestaltung und Entwicklung künftiger Produkte und Raumkonzepte“ - Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt

 

Home sweet home ….
 

Dies spiegelt sich in jeder Hinsicht im Interior Design. Die Anforderungen an Räume werden vielfältiger. In einem immer schnelleren und digitaleren Alltag sollen sie Orientierung geben, funktionale Ansprüche erfüllen und zugleich Entlastung bieten.

„Home-Maxxing“ greift diesen Widerspruch auf. Textilien regulieren Licht, dämpfen Geräusche oder filtern Luft. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Materialien, die sich angenehm anfühlen, lange halten und nicht zusätzlichen Optimierungsdruck erzeugen. Ob Zuhause, Hotel, Arbeitswelt oder Healthcare – Interior Design muss Leistungsfähigkeit und menschliche Bedürfnisse neu ausbalancieren.

 

… revisited
 

Gemeinsam mit der Mailänder Designplattform Alcova übersetzt die Heimtextil diese Entwicklung in die drei Trendrichtungen „Staged Competence“, „Inside, Out“ und „Hyper Presence“, die von sichtbar inszenierter technischer Leistungsfähigkeit über offen gezeigte Verbindungselemente bis hin zu Materialien, deren Haptik, Beschaffenheit und Langlebigkeit in den Vordergrund rücken, reichen.

 

Trends x 3:

Staged Competence
 

Funktionalität darf man sehen. Staged Competence beschreibt eine Ästhetik, in der technische Kompetenz nicht im Hintergrund bleibt, sondern bewusst inszeniert wird. Textilien und Oberflächen zeigen, was sie können – und zunehmend auch, wie sie es können.

Technische Codes, Zahlen, Symbole und Mikrografiken werden zu Gestaltungselementen. Entscheidend ist dabei nicht allein die tatsächliche Funktion eines Materials. Seine Leistungsfähigkeit soll auch nach außen erkennbar sein. Was getestet, konstruiert und optimiert wurde, darf entsprechend aussehen. Strapazierfähigkeit, technische Raffinesse und nachweisbare Qualität werden Teil der Ästhetik.
Die Farben unterstreichen diesen technisch geprägten Charakter. Kühle Blau- und Grüntöne, mineralische Nuancen und helle, fast synthetische Farben erinnern an Hardware, Outdoor-Ausrüstung und Funktionsmaterialien. Ein leuchtendes Säuregelb setzt einen bewussten Akzent.

Inside, Out
 

Was steckt in den Dingen, mit denen wir uns umgeben? Inside, Out reagiert auf eine Welt, in der Technologien und digitale Systeme immer komplexer und schwerer nachvollziehbar werden.
Der Trend setzt dieser Unsichtbarkeit eine neue Offenheit entgegen: Konstruktionen werden verständlich, Verbindungen sichtbar. Schrauben, Gurte, Nähte, Kabel, Reißverschlüsse oder andere Verbindungselemente werden nicht länger verborgen und werden bewusst Teil des Designs. Ein Bezug darf erkennen lassen, dass er abgenommen und ausgetauscht werden kann. Technik muss nicht hinter einer makellosen Oberfläche verschwinden.
Auch diese Farbpalette lebt von sichtbaren Gegensätzen. Dunkles Anthrazit und tiefes Graphit erinnern an Stahl und industrielle Bauteile. Ein kräftiges Rot und sanftes Violett setzen dazu beinahe künstlich wirkende Kontraste. Ergänzt wird die Palette durch einen gedämpften, kühlen Grün-Grau-Ton.

 

Hyper Presence
 

Nach all der Optimierung kommt die Gegenbewegung. Hyper Presence richtet die Aufmerksamkeit auf das, was sich nicht messen lässt: wie sich ein Stoff auf der Haut anfühlt, wie ein Material altert oder welche Atmosphäre durch Textur entsteht. Wie sinnlich Materialien wirken können, zeigen etwa mit Bienenwachs behandelte Gewebe, die durch Wärme den natürlichen Duft von Honig und Propolis entfalten.

Der Trend reagiert auf die permanente digitale Reizüberflutung mit bewusster physischer Präsenz. Materialien stehen entsprechend im Mittelpunkt: Naturfasern, raue und lebendige Oberflächen, Wolle, Leder oder Holztextilien sprechen den Körper und die Sinne an. Falten, Patina und Gebrauchsspuren sind keine Fehler, sondern Teil ihres Charakters.
Auch die Farben verlassen die digitale Welt. Tiefes Rostrot, gebranntes Orange, Ocker, Altrosa und warmes Cremeweiß erinnern an Feuer, Ton und oxidiertes Metall. Die Palette ist warm, erdig und beruhigend – und bildet damit den deutlichsten Gegenpol zur technisch-kühlen Ästhetik der beiden anderen Trendrichtungen.

All diese Tendenzen und die gesamte Farbpalette der Heimtextil Trends 27/28 werden auf der Heimtextil 2027 vom 12. bis 15. Jänner in Frankfurt am Main im Trend Space in Halle 4.2 präsentiert und erlebbar.

 

www.heimtextil.messefrankfurt.com