»Hier spricht die Branche Ausgabe 4/2026 August/September www.wohninsider.at wohninsider.at P.b.b. Erscheinungsort Wien. Verlagspostamt 1150. 10Z038401 M Mag. Gabriel Schandl „Achte auf deine Gedanken“ Hotspot: Bett Highlights für guten Schlaf Hans Klein „Alles steht und fällt mit der Leidenschaft“
BRONZE SETZT AKZENTE Das bronzefarbene Gestell zieht sich als stilvolles Gestaltungselement durch Tisch, Bank und Stühle und verleiht dem Essbereich eine besondere Ausstrahlung. Die warme Metalloptik schafft ein harmonisches Gesamtbild – zeitlos, wohnlich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Stuhl Marbella 214 M.O.W. 20. bis 24. September 2026 Informa Messezentrum / Stand 12 www.schoesswender.com www.facebook.com/schoesswendermoebel www.instagram.com/schoesswender moebel area 30 19. bis 24. September 2026 Schösswender Möbel / Stand C12 Besuchen Sie uns auf den Herbstmessen! Bankteilgruppe Marbella, Gestellvariante bronze Bild KI-generiert IHR STIL IHR GESTELL IHRE WAHL. Bronze Schwarz Cremeweiß Kaschmir Erhältlich in vier stilvollen Farben - für Bank, Tisch und Stühle.
04.2026 | August/September | wohninsider.at 3 EDITORIAL 201920021 IMPRESSUM wohninsider.at – Das B2B-Magazin für die Einrichtungsbranche. Verlag und Medieninhaber: Wohninsider Medien GmbH, A-2103 Langenzersdorf, Tutzgasse 6/1, office@wohninsider.at, FN: 486285 a, UID: ATU73559936. Herausgeberinnen und Chefredakteurinnen: Mag. Sylvia Pilar und Mag. Lilly Unterrader, Redaktion: A-2103 Langenzersdorf, Tutzgasse 6/1, T: +43 650 4504942, + 43 699 11447773, s.pilar@wohninsider.at / l.unterrader@wohninsider.at, www.wohninsider.at. Redaktion: Mag. Sylvia Pilar, Mag. Lilly Unterrader. Mitarbeiter:innen dieser Ausgabe: Mag. Gabriel Schandl, Dipl.-BW Nina Schulmeister. Lektorat: Sylvia Unterrader. Gestaltung & Grafik: Mag. Michaela Schneider, www.textundgrafik.at. Anzeigenannahme: Sylvia Pilar und Lilly Unterrader, Tutzgasse 6/1, A-2103 Langenzersdorf. T: +43 650 4504942, + 43 699 11447773, s.pilar@wohninsider.at / l.unterrader@wohninsider.at. Verwaltung & Abos: Tutzgasse 6/1, A-2103 Langenzersdorf. T: +43 650 4504942, + 43 699 11447773, office@wohninsider.at. Abopreis für 5 Ausgaben Euro 90,00 inkl. Mwst. und Versand, Einzelpreis Euro 15,00 inkl. Mwst. exkl. Porto. Bankverbindung: Raiffeisenregionalbank Wr. Neustadt. IBAN: AT79 3293 7000 0008 2149, RLNWATWWWRN. Gerichtsstand: LG Korneuburg. Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, A-3580 Horn. Gastkommentare und Lesermeinungen müssen nicht mit den Ansichten der Redaktion übereinstimmen. Berichte mit Firmenlogos können bezahlte Einschaltungen sein. Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewöhnliche Form in Ausführung des Art. 7B-VG auf Frauen und Männer und darüber hinaus alle Geschlechter in gleicher Weise. Keyplayer Kick-off. Mit diesem Wort beginnt etwas Gutes, ja meistens der beste Teil. Sei es die Eröffnung des Buffets, der Party oder der Herbst(messe)- saison. Der sommerliche Dornröschenschlaf endet, die Pausetaste verabschiedet sich in den Feierabend und actiongeladen geht es in die nächste Halbzeit beziehungsweise das finale Drittel. Der Vergleich von Sport und Branche hinkt dabei weniger als auf den ersten Blick vermutet. Die diesjährige Fußball-WM mit österreichischer Beteiligung lockte Anfang des Sommers nicht nur die Fans des runden Leders hinter dem Ofen hervor und zu Unzeiten vor die Flimmerkisten und ließ Milliarden an selbsternannten Teamchefs aktiv werden, sondern die Euphorie auch auf sonst nicht daran Interessierte überschwappen, zumindest temporär. Tore wurden gefeiert oder die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, Spielzüge, Fouls und (Fehl-)Entscheidungen diskutiert, der Weltmeister gekrönt – und was dabei selbst dem größten Fußballmuffel nicht entgehen konnte und hängen bleibt, ist die Leidenschaft. Die Passion, die sich entzündet, weiterträgt und die weltpolitischen, wirtschaftlichen und persönlichen Herausforderungen in den Schatten treten lässt. Dieses nicht weiter ungewöhnliche, sondern vielmehr bekannte Phänomen zeigt sich zwar besonders im sportlichen Kontext. Im Sport exklusiv zu eigen ist es aber nicht. Begeisterung und Leidenschaft sind auch in unserer Branche Triebfeder, Erfolgsbaustein, Innovationsgeneration. Nicht als leere Floskel, sondern authentisch gelebt entfalten sie ihre Wirkung und ziehen sich durch die aktuelle wohninsider-Ausgabe. Ungeplant, aber als essenzieller Kern. Als Impulsgeber, als Motor, als echter „keyplayer“ im „daily business“, in Produkten und Projekten, in der gesamten Branche. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ – dieses, Augustinus von Hippo zugeschriebene Zitat bringt’s auf den Punkt und ist für mich nicht nur ein Satz, sondern Reminder, Wegweiser, Motivator. Passion wirkt. Sie zu spüren, zu leben und den Funken überspringen zu lassen, macht den großen feinen Unterschied – im privaten Umfeld und im Business. Das Feuer in und für die Branche lodert. Leidenschaft kennt auch keine (Sommer-) Pause. Dies durfte ich in den letzten, nur vermeintlich ruhigeren Monaten wieder spüren. Sie steckt in Gesprächen, Designs, Innovationen, Schauräumen – und in Hülle und Fülle in dieser Ausgabe. Wir plaudern mit Branchenprofis, die uns im Gespräch spannende Einblicke gewähren, zeigen Topneuheiten und Highlights für entspannende Ruhemomente, widmen uns dem „Genussort Küche“, der Zubereitung und dem „schwarzen Gold“. Das Navi ist auch bei uns bereits auf die Herbstmessen eingestellt, wir heben schon ein Stück weit den Vorhang für die „big news“, die auf der Küchenmeile, area30 und M.O.W. präsentiert werden – und lassen den Funken von Begeisterung und Leidenschaft für hochwertige Küchen, genussvolles Kochen, gesundes Schlafen und zeitgemäßes Interior Design mit einem bunten Mix an Information, Inspiration und Innovation gerne überspringen. Sylvia Pilar
4 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 INHALT »Hier spricht die Branche Ausgabe 4/2026 August/September www.wohninsider.at wohninsider.at P.b.b. Erscheinungsort Wien. Verlagspostamt 1150. 10Z038401 M Mag. Gabriel Schandl „Achte auf deine Gedanken“ Hotspot: Bett Highlights für guten Schlaf Hans Klein „Alles steht und fällt mit der Leidenschaft“ 3 3 6 7 8 74 18 20 22 24 26 27 28 62 64 66 67 68 71 72 12 73 14 Editorial Impressum Gesprächspartner:innen Topstorys Leute & Firmen Vorschau Barbara Eckereder: „Ein Schatz für die Branche“ Empire Einrichtung: „Begeisterung muss sein“ Wohnstudio Sendlhofer: Besonders – bis ins Detail Recht auf Reparatur: Das ändert sich Siemens Forum Küche: 30 Jahre Gemeinschaft Professionell regional sichtbar mit Europamöbel CARAT: Ganzheitliche Lösungen aufMÖBELN mit Betten Eberharter Marktplatz Schlafen & Relaxen Interface: charaktervolle Innenraumgestaltung Exklusiver Sonnenschutz von GLATZ ORGATEC: Office, Contract und mehr Frankfurt macht sich startklar LIGNORAMA: Meisterstücke Mag. Gabriel Schandl: Achte auf deine Gedanken Betrachtet mit Nina Schulmeister Hans Klein: "Alles steht und fällt mit der Leidenschaft" IN JEDER AUSGABE TRAINING : WISSEN BRANCHENTALK NETZWERKE KÜCHE FORTSETZUNG KÜCHE RAUM : OBJEKT MESSEN : EVENTS 50 52 54 55 56 58 59 60 61 MZE – Schlafen als Wachstumschance Birgmann: Mit Herz für Holz, Küche und Raum Schösswender trumpft auf INKU: Bodenliebling für alle Living-Situationen dormiente: Gesunder Schlaf verkauft sich HEFEL: Der neue Biohack heißt Schlaf Röwa: Kompromisslos ganzheitliche Bett-Kompetenz sedda: "Full House" bei Jubiläumshausmesse Erholsamer Schlaf mit JOKA WOHNEN BLANCO: Mehr denn je im Fokus Unvergleichliche Küchen-Geschichten von Beko BSH-GF Andreas Diepold: Was wir am besten können Miele: Matt ist Trumpf systemceram: Flexibles Spülcenter Franke und berbel: Gemeinsame Sache LEICHT: Place to be 30 32 34 36 38 38 39 40 41 42 44 45 Marktplatz Kaffee AEG: Bella Italia Siemens feiert 100 Jahre Backofen Wenn Topf und Kochfeld ins Reden kommen Marktplatz Kochen & Zubereiten 46 48 ICHIGO: Exklusivität mit Erdbeer-Charme COLORNETWORK: „mother earth!“ ist Sustained Color DESIGN : TRENDS Coverfoto: © Bina Bonelli www.gabrielschandl.com ; Tägliche TOP-NEWS aus und für die Branche ; Die aktuelle PRINTAUSGABE immer und überall als eBook lesen ; Produktvorstellungen und Bestseller im MARKTPLATZ ; DESIGN : TRENDS – Updates aus dem Designbereich ; NEWSLETTER: Wöchentlich an rund 4.200 digitale Abonnent:innen aus der Einrichtungsszene. Gleich anmelden unter: wohninsider.at/anmeldung/newsletter.html www.wohninsider.at » Ihr direkter Draht in die Einrichtungsbranche
www.quooker.at Stell dir vor: Du kochst Tee, füllst deine Wasserflasche mit frisch gekühltem Sprudelwasser und hast dabei nie mehr als einen Hahn in der Hand. Mit dem Quooker bekommst du warmes, kaltes und 100°C kochendes Wasser direkt aus der Armatur. Wer noch mehr möchte: Mit dem CUBE ergänzt du dein System um gekühltes stilles und prickelndes Wasser. Das spart Zeit, Energie und wertvollen Platz in der Küche. Und weil Sicherheit großgeschrieben wird, ist der Quooker auch für Kinder sicher im Gebrauch. Alles ohne Kompromisse. Mehr Infos findest du unter: Alle Wassersorten. Ein Hahn. Unendlich praktisch. Der Wasserhahn, der alles kann
6 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 DIE GESPRÄCHSPARTNER:INNEN DIESER AUSGABE 18 Barbara Eckereder Die EBS Kuchl-Präsidentin im Gespräch über die Bedeutung von Ausbildung und die einzigartige Stellung der Schule für die Einrichtungsbranche. 30 Thomas Hafner Der Geschäftsführer von BLANCO-Österreich sieht den Küchenwasserplatz immer mehr im Fokus. 52 Franz Birgmann Der Tischlermeister und Geschäftsführer macht Kompletteinrichtung im neuen Schauraum erlebbar. 14 KR Ing. Hans Klein Der Unternehmer und Funktionär blickt zurück und nach vorne. Der Schlüssel zum Erfolg aus seiner Sicht: Leidenschaft. 22 Michael Sendlhofer Wie ein Salzburger Familienbetrieb mit seinem herausragenden Gesamtkonzept den Interior Design Award holt. 46 Martina Zupanc Oberdorfer Mit ICHIGO.Vienna hat sich die Designerin ihren Traum erfüllt und veredelt Tischkultur mit hochwertigen Designer-Gläsern. 34 Andreas Diepold Der BSH-GF erläutert im Talk, warum er schon vor zehn Jahren hätte nach Österreich kommen sollen und weshalb das Recht auf Reparatur für die BSH wie ein Lotto-Sechser ist. 32 Margit Anglmaier und Harald Kasperowski Die Beko-Marketingleiterin und der Vertriebsdirektor geben Einblicke in den Merger und erläutern, wie es mit Beko und elektrabregenz weitergeht. 68 Maik Fischer Der Director ORGATEC im Gespräch über die nahende Messe, die über sich hinauswächst und mit Office, Contract Solutions und einer Prise Residential viel Mehrwert bietet. Folgen Sie uns: / wohninsider / wohninsider /wohninsider
04.2026 | August/September | wohninsider.at 7 DIE TOPSTORYS DIESER AUSGABE Empire Einrichtung by KüchenTreff bildet einen Anlaufpunkt für alle Gesamtausstattungsfragen in und über Dornbirn hinaus … Seite 20 Recht auf Reparatur – Ab 1. Oktober ist es so weit. Was ist neu, was ist zu beachten? … Seite 24 Siemens Forum Küche feierte in Amsterdam 30-jähriges Bestehen … Seite 26 COLORNETWORK – Sustained Color No. 10 "mother earth!" erobert die Räume … Seite 48 Betten Eberharter zeigt schlüsselfertige Konzepte mit textiler Komplettausstattung und Schlafsystemen aus einer Hand … Seite 62 Schlafen als Wachstumschance … sieht der MZE. Es gehe um viel mehr als den Verkauf von Betten … Seite 50 Der LignoramAward kürt die besten Meisterstücke der frisch gebackenen Tischlermeister … Seite 72 Der Spezialist für Geräteschutz und Garantieversicherung für alles, was einen Akku oder Stecker hat. Since 1963 | Made in Germany | wertgarantie.com Unser Reparaturkostenschutz: So stark wie nie! WERTGARANTIE Komplettschutz – Qualität und Leistung ohne Kompromisse. Einfach anrufen unter 0049 511 71280-111 Partner werden und profitieren: • Starke Kundenbindung • Top Service bei Verlust oder Reparatur • Mehr Nachhaltigkeit
LEUTE & FIRMEN www.dross-schaffer-gruppe.com Gemeinsam mehr erreichen. 8 VON 10 UNTERNEHMERN ERNTEN IM ZUSAMMENSCHLUSS DEN ERFOLG Beim BHB steht ein Führungswechsel bevor und dieser wird vorausschauend gestaltet. Per 1. September 2026 hat Christian Haeser die Position eines Geschäftsführers beim Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. übernommen und damit die Nachfolge von Dr. Peter Wüst angetreten, der seine erfolgreiche 17-jährige Tätigkeit am 31. Dezember 2026 planmäßig beendet. Mit Haeser gewinnt der Verband einen erfahrenen Manager, der seit über 20 Jahren in Verbänden wirkt und über eine umfassende Expertise in den Bereichen Home & Living Handel, Europa, Recht, Möbel und Baustoffe verfügt. Mit dem bewusst gewählten Übergangszeitraum erfolgt eine nahtlose Staffelübergabe: Beide Geschäftsführer werden in dieser Phase eng zusammenarbeiten, um laufende Projekte, strategische Initiativen und Mitgliederbeziehungen mit der gewohnten Professionalität zu übergeben. www.bhb.org BHB startet Führungswechsel Mit August kam es zu einem Wechsel im Außendienst der MHK. Lukas Bayer hat als Regionalleiter für Westösterreich und Südtirol die Agenden von Christian Landry übernommen, der die MHK nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch verlässt. In seiner Position verantwortet Bayer die Betreuung der Handelspartner:innen, die Gewinnung neuer Mitglieder sowie die Begleitung der Marke „MHK Küche und Wohnen“ – der Weiterentwicklung der Handelsmarke MHK Mein Küchenspezialist. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Küchen- und Einrichtungsbranche ein. Zu seinen Stationen zählen unter anderem XXXLutz, Leiner/kika, Oranier, Lechner Arbeitsplatten und OLINA Küchen, zuletzt als Gebietsverkaufsleiter bei Impuls für Österreich und anteilig Bayern. www.mhk-kuechenspezialist.at MHK: Lukas Bayer übernimmt Agenden von Christian Landry Im Zuge einer Kapitalerhöhung gewinnt die eggersmann küchen GmbH & Co. KG einen neuen Gesellschafter. Die Finkemeier Holding beteiligt sich mit 49 % der Anteile am Unternehmen. Die Entscheidung ist Ausdruck einer bewusst getroffenen unternehmerischen Weichenstellung. In einem herausfordernden Marktumfeld eröffnet sie eggersmann zusätzliche Handlungsspielräume, um die eigene Position im High-End- und Luxussegment gezielt weiter zu stärken – mit klarem Profil, hoher Design- und Manufakturkompetenz und unveränderter Eigenständigkeit. www.eggersmann.com/de eggersmann mit Finkemeier als neuem Teilhaber eggersmann Showroom Fotos: BHB, eggersmann, MHK
LEUTE & FIRMEN Nach mehr als 21 Jahren erfolgreicher Unternehmensführung, nachhaltigen Wachstums und internationaler Expansion haben CEO Lars Lyse Hansen und der Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die lange geplante Nachfolgeregelung an der Unternehmensspitze anzugehen. Thomas Bendiks Lauridsen, derzeit COO von BOLIA, wurde zum künftigen CEO des Unternehmens ernannt. Nach fast drei Jahren enger Zusammenarbeit mit Lars Lyse Hansen und dem Management-Team von BOLIA steht er gleichermaßen für Kontinuität und eine neue Generation der Unternehmensführung. Lars Lyse Hansen wird bis zum 31. August 2027 CEO bleiben und im kommenden Jahr eng mit Thomas Bendiks Lauridsen zusammenarbeiten, um einen nahtlosen Übergang und die weiterhin erfolgreiche Entwicklung von BOLIA sicherzustellen. www.bolia.com/de-at/mobel BOLIA stellt personelle Zukunftsweichen Fotos: BOLIA/Tobias Nicolai, DANKÜCHEN/Hermann Wakolbinger, Stefan Heingärtner privat Lars Lyse Hansen Dynamisch, passioniert und überaus erfahren, bringt Stefan Heingärtner seit kurzem seine Erfahrung und Expertise als neuer Sales Manager der Ton Österreich GmbH mit Schauraum am Rudolfsplatz 1 in 1010 Wien ein. Mit viel Esprit und ebenso umfangreichem wie vielfältigem Know-how packt der gebürtige Feldkircher, Baujahr 1976, die neue Aufgabe an. So zog Heingärtner nach dem Abschluss seines Studiums an der Betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck zunächst zur Unigraphica AG, wo er im Bereich Marketing & Sales, konkret bei der Konzeption und Umsetzung des Marketingmix, sein Können ausspielte. Von 2006 mitsamt Befähigungsprüfung für das Tourismus- und Gastronomiegewerbe bis August 2014 sammelte er als Inhaber des Design-Galerie-Cafes Möbelle in Feldkirch mit einem besonderen Gastronomie- und Möbelhandelskonzept Erfahrungen. Mit der Ausbildung zum „Diplomierten Einrichtungsberater“ an der Interior Design Academy in Kuchl – Abschluss im Jahr 2013 – öffnete Stefan Heingärtner endgültig die Tür in die Möbel- und Einrichtungsbranche. Es folgten erfolgreiche Stationen bei der Spätauf GmbH in Wien als Store Manager Luxury Living, bei der Wiesner-Hager Möbel GmbH als Sales Manager Wien, Niederösterreich und Burgenland, sowie die Ausbildung zum „Office Consultant“ mit Abschluss im Dezember 2021. Bei der Interstuhl Büromöbel GmbH brachte er sein Wissen und Können als Sales Manager Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark sowie Key accounts AT ein – und startet nun als Verkaufsleiter Österreich bei und mit TON, bekannt insbesondere für außergewöhnliche Bugholzmöbel mit höchstem Design- und Qualitätsanspruch, durch. www.ton.eu/de Ton mit neuem Sales Manager Österreich Der Eigentümer von DANKÜCHEN, die Ballingslöv International, übernimmt mit der KBV-Group ein führendes spanisches Unternehmen im Segment Küchen-, Bad- und Stauraumlösungen. Die schwedische Unternehmensgruppe Ballingslöv International, zu der auch DANKÜCHEN mit ihren Produktionsstandorten in Oberösterreich gehört, übernimmt die KBV Kitchen Bath Ventures von der Private-Equity-Gesellschaft ABAC. Ballingslöv möchte damit seine europäische Präsenz weiter ausbauen und seine dezentrale Mehrmarkenplattform zu stärken. Die Gruppe mit Hauptsitz in Malmö, Schweden, umfasst mehrere Geschäftsbereiche, Produktionsstätten und ein starkes Markenportfolio mit Marken wie Ballingslöv, Drømmekjøkkenet, Kvik, DANKÜCHEN, JKE Design, Multiform, Paula Rosa Manhattan und DFIGeisler. ballingslovinternational.se Ballingslöv Int. übernimmt spanische KBV-Gruppe Ewald Marschallinger, GF DANKÜCHEN ORIENTIERUNG. BERATUNGSKOMPETENZ. WACHSTUM MZE unterstützt Bettenfachhändler, Wohnstudios und Tischlereien dabei, Schlafen als Geschäftsfeld erfolgreich zu entwickeln. www.mze.at KI-BILD KI-BILD
10 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 LEUTE & FIRMEN Artur Miruchna verstärkt TermaCook-GF Fotos: baumann Group, Bauwerk Group, Beko, TermaCook Die TermaCook GmbH hat die Erweiterung seiner Geschäftsführung bekanntgegeben: Mit Wirkung zum 1. August 2026 wurde Artur Miruchna zum Geschäftsführer des international agierenden OEM- sowie Markenhersteller von Muldenlüfter-Systemen und hochwertigen Kochfeldern berufen. Der 47-Jährige verstärkt damit die Führungsmannschaft um Gründer und CEO Dirk Urban und bringt bringt langjährige Industrie- und Führungserfahrung aus produzierenden Unternehmen mit weltweit agierenden Kunden in verschiedenen Branchen und Organisationsformen mit den Schwerpunkten Strategieausrichtung, Vertrieb, Restrukturierung und Produktion mit. Der Diplom-Ökonom verantwortet innerhalb der TermaCook-Geschäftsführung künftig vor allem die Weiterentwicklung der operativen Unternehmensbereiche mit Fokus auf Produktion und Supply Chain Management. Außerdem werden ihm die kaufmännische und wirtschaftliche Steuerung und Entwicklung des Unternehmens obliegen. Dirk Urban wird sich insbesondere auf die Bereiche Innovation und Produktstrategie fokussieren. www.termacook.de Nach mehr als 25 Jahren im Unternehmen, zuletzt als Managing Director der Beko Austria AG sowie der Beko Switzerland GmbH und der Bauknecht AG, hat Dr. Evren Aksoy zum 31. August 2026 seine Aufgaben übergeben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Transformationsphase der Organisationen in Österreich und in der Schweiz hat JensChristoph Bidlingmaier, Vice President & Regional Managing Director Northern Europe, zum 1. September 2026 die Geschäftsführung auch hierzulande übernommen. Bidlingmaier übernimmt neben der Beko Austria AG auch die Beko Switzerland GmbH und die Bauknecht AG, zusätzlich zu seiner Verantwortung für das Nordeuropa-Geschäft (Deutschland, Österreich, Schweiz, Benelux, Nordics). Mit dieser Veränderung möchte Beko Europe die Geschwindigkeit in der Umsetzung der Markenstrategie erhöhen und den Fokus auf Handelspartner, Dienstleister und Konsumenten stärken. Bidlingmaier verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Elektrogroßgeräte auch in Österreich und in der Schweiz und kennt daher die Strukturen, die Kundenlandschaft und die spezifischen, lokalen Marktanforderungen in beiden Märkten. www.beko.com/at-de Beko: Jens-Christoph Bidlingmaier übernimmt Die Bauwerk Group hat Guido Müller zum 1. August 2026 zum neuen Chief Sales Officer (CSO) und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. In dieser Funktion übernimmt er die Verantwortung für den weltweiten Vertrieb und die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe. Der langjährige Manager kennt die Bauwerk Group, ihre Märkte und Kund:innen aus nahezu drei Jahrzehnten und verfügt über umfassende Erfahrung in der internationalen Parkettbranche. Als neuer CSO wird er sich auf die Weiterentwicklung der Vertriebsorganisation, die Stärkung der Marktposition und die strategischen Wachstumsfelder der Gruppe konzentrieren. Verlässt Samuel Vonrüti, seit 2023 verantwortlich für Vertrieb und Marketing der Bauwerk Group, das Unternehmen, verstärkt seit 1. August Marcus Baumann die Bauwerk Group als Sales Director Switzerland. www.bauwerk-parkett.com Bauwerk Group mit neuer Vertriebsleitung Guido Müller, neuer CSO der Bauwerk Group (li.) und Marcus Baumann, Sales Director Switzerland. Um eine sichere Nachfolge und klare Verantwortlichkeiten auch für die Zukunft zu gewährleisten, kommt es bei der baumann group, zu der die Bauformat Küchen GmbH & Co. KG in Löhne und Burger Küchenmöbel GmbH & Co. KG in Burg bei Magdeburg gehören, mit Anfang September zu Veränderungen: Kai Menke wird in die Geschäftsführung der beiden Unternehmen berufen. Menke verantwortete bislang als CSO in der Geschäftsleitung die Bereiche Vertrieb und Produktentwicklung. Martin Schockwitz und Thomas Breder ergänzen ihrerseits die erweiterte Geschäftsleitung. Schockwitz übernimmt künftig die technische Geschäftsleitung für beide Standorte und Unternehmen. Bislang ist er bereits seit 1986 als technischer Leiter für Burger Küchenmöbel tätig. Mit der standortübergreifenden Verantwortung wird zugleich eine langfristig sichere Nachfolge im technischen Bereich gewährleistet. Der bisherige Leiter Einkauf und Materialdisposition Thomas Breder, seit 2006 bei Bauformat, wird künftig den strategischen Einkauf und die Disposition für die gesamte Unternehmensgruppe leiten. Das bedeutet eine standortübergreifende Bündelung und Stärkung der Einkaufsverantwortung. Die bestehende Geschäftsführung mit Sabine Brockschnieder als CFO und Michael Assner als CTO bleibt bestehen. Hélène Bangert bleibt als CMO Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortet die Bereiche Architektur & Design sowie Marketing & Learning. Gemeinsam mit Inhaber Delf Baumann steht das Führungsteam für Kontinuität, klare Zuständigkeiten und die langfristige Weiterentwicklung der baumann group. Mit der Neuaufstellung stärkt die baumann group die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Technik und Einkauf. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, die Leistungsfähigkeit und Zukunftssicherheit der Standorte Löhne und Burg nachhaltig zu sichern. www.baumann-family-group.de baumann group: Änderungen in Geschäftsführung Die neue Geschäftsführung, v.l.: Thomas Breder, Michael Assner, Hélène Bangert, Kai Menke, Sabine Brockschnieder, Martin Schockwitz.
LEUTE & FIRMEN MHK. MEIN KÜCHENSPEZIALIST MHK Österreich GmbH & Co. KG Oberndorfer Straße 35/19 | 5020 Salzburg +43 (0) 662 276 265 -0 office@mhk.at www.mhk-kuechenspezialist.at Als MHK Partner:in profitieren Sie von: einem gebündelten Einkauf attraktiven Eigenmarken zu top Konditionen einer eigenen Planungssoftware, die Küchenträume realisiert maßgeschneiderten Marketingkonzepten PARTNER:IN WERDEN www.mhk-kuechenspezialist.at/b2b/ partner-werden Gemeinsam innovativ und erfolgreich im Küchenfachhandel. Wir, die MHK Group, sind der führende Einkaufs- und Dienstleistungsverband für mittelständische Küchenfachhändler. Über 4.300 x in Europa, 171 x in Österreich. JETZT MHK Partner:in werden Geplant war die zweite Ausgabe der swiss interior expo (siex) für kommenden November. Kürzlich gab Veranstalter trendfairs bekannt, dass das mit der Verschiebung bewusst der notwendige Raum, das Format gemeinsam mit Herstellern, Handel, Verbänden und weiteren Marktpartnern gezielt weiterzuentwickeln, geschaffen werden soll. Die swiss interior expo fand Ende 2024 erstmals in Bern statt. Sie ist als spezialisierte B2B-Fachmesse für die Küchen- und Einrichtungsbranche in der Schweiz angelegt. Sie bringt Hersteller, internationale Marken und innovative Newcomer mit Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus Küchen- und Möbelhandel, Schreinerei, Architektur, Innenarchitektur, Design, Planung, Objektgeschäft und Wohnbau zusammen. Die intensiven Gespräche im Frühsommer haben jedoch deutlich gemacht, dass eine langfristig erfolgreiche Veranstaltung eine noch breitere Unterstützung und Marktabstützung benötigt. In den kommenden Monaten wird trendfairs daher den Dialog mit Herstellern, Handel, Verbänden und weiteren Marktpartnern fortsetzen. Ziel ist es, die swiss interior expo gemeinsam als führende Schweizer Branchenplattform für Küche und Interior weiterzuentwickeln. www.trendfairs.de www.swiss-interior-expo.ch Schweizer Fachmesse siex wird verschoben Die Hansgrohe Group hat Benjamin Holzer zum Vice President AXOR ernannt. Mit Wirkung zum 1. August 2026 übernahm er die Leitung der Business Unit und wird die strategische Weiterentwicklung der internationalen Luxusmarke maßgeblich vorantreiben. Der 45-Jährige ist seit 2001 Teil der Hansgrohe Group und hat die Entwicklung von AXOR über viele Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt, u.a. verantwortete er das AXOR Produktmanagement und setzte als Head of Product Management AXOR wichtige Impulse für Innovation und Design. Er folgt auf Olivier Sogno, der künftig die Verantwortung für das Corporate Marketing der Hansgrohe Group übernehmen wird. www.axor-design.com Benjamin Holzer übernimmt als Vice President AXOR Benjamin Holzer, Olivier Sogno Mehr aktuelle Leute-Meldungen finden Sie online auf wohninsider.at unter: kurzlinks.de/dx83 Am 22. Oktober lädt Goldbach Kirchner – OEM und Hersteller von hochwertigen Innenausbau- und Einrichtungslösungen – zum Offside-Event SHIFT. Ziel der Veranstaltung im unterfränkischen Geiselbach: zukunftsfähige Strategien, um den Immo-Bestand über Generationen, Lebensphasen und Nutzungsarten flexibel nutzbar zu machen. Seit wenigen Wochen ist Goldbach Kirchner zudem in Österreich verstärkt über 7Sinn aktiv. www.goldbachkirchner.de Goldbach Kirchner lädt zum Offside-Event Nähere Details zum Event auf wohninsideronline: kurzlinks.de/8ftp Fotos: © Tom Hegen für AXOR/Hansgrohe SE, Logos: Goldbach Kirchner, trendfairs
12 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 TRAINING : WISSEN Achte auf deine Gedanken Sie bestimmen dein Leben. Warum Wellness im Kopf beginnt – und wie Sie abends wieder Ruhe finden. WEGE INS ERFOLG-REICH Eine Serie fü r Ihren Erfolg. Experten-Tipps von Mag. Gabriel Schandl, CSP, CMC Foto: © Gabriel Schandl Kennen Sie das? Der Verkaufstag war ordentlich, die Zahlen passen, der Kunde hat unterschrieben. Und trotzdem liegen Sie um halb eins wach und rechnen im Kopf durch, was morgen alles schiefgehen könnte. Willkommen im Club. Ich habe irgendwann festgestellt: Nicht die Ereignisse des Tages halten uns wach, sondern die Gespräche, die wir mit uns selbst führen. Und das sind manchmal wenig produktive Endlosschleifen. Diesen einen Riegel vorzuschieben, um ruhig einschlafen zu können, ist machbar, wenn man weiß, wie. DER FEIERABEND IST EINE ENTSCHEIDUNG, KEIN ZEITPUNKT Wir tun so, als würde der Kopf um 18 Uhr automatisch die Rollläden runterlassen. Tut er nicht. Ein Geschäftsführer, den ich begleitet habe, sagte einmal einen Satz, der hängen geblieben ist: „Ich nehme abends zwölf Mitarbeiter im Kopf mit ins Bett – und keiner davon schläft.“ Abschalten ist keine Fähigkeit, mit der man geboren wird. Es ist ein Handwerk. Und wie jedes Handwerk braucht es Werkzeug und Übung, nicht Talent. Das erste Werkzeug ist banal und wirkt trotzdem: ein klarer Schnitt. Ein Ritual, das dem Gehirn sagt, jetzt ist Schluss. Bei dem einen ist es der Weg vom Parkplatz zur Haustür, den er bewusst als Grenze nutzt. Bei der anderen sind es fünf Minuten, in denen sie aufschreibt, was morgen dran ist – damit es aus dem Kopf und aufs Papier wandert. Das Gehirn hält nämlich nur so lange an einer Sorge fest, wie es glaubt, sie sonst zu vergessen. Notiert ist entlastet. MINDSET MATTERS – AUCH WENN DER BEGRIFF ABGENUTZT IST Ich weiß, „Mindset“ steht mittlerweile auf jeder zweiten Kaffeetasse. Trotzdem stimmt der Kern: Nicht die Ereignisse selbst rauben uns den Schlaf, sondern unsere Bewertung davon. Zwei Verkäufer verlieren denselben Großauftrag. Der eine denkt: „Ich bin nicht gut genug.“ Der andere: „Interessant, was lerne ich daraus für den nächsten?“ Gleiches Ereignis, völlig verschiedene Bewertungen und somit Nächte. Der Unterschied liegt nicht in der Realität, sondern in der Frage, die sich jeder gestellt hat. Das ist ein großer mentaler Hebel, der sofort funktioniert: Achten Sie auf Ihre inneren Fragen. Was bedeutet das? DIE FRAGEN BESTIMMEN DIE ANTWORTEN Unser Kopf ist wie ein übereifriger Praktikant: Er beantwortet jede Frage, die wir ihm stellen – auch die dummen. Wer sich fragt „Warum passiert das immer mir?“, bekommt garantiert eine (deprimierende) Liste. Der Praktikant liefert. Wer fragt „Was ist heute gelungen?“, bekommt eine andere Liste. Eine weit aufbauendere. Auch die liefert er. In meinen Coachings stelle ich oft die Frage: Was kannst du gut? Die ersten 3-5 Eigenschaften kommen relativ zügig, danach wird überlegt. Obwohl jeder mehr als 5 Stärken hat. Aber es zeigt, dass wir uns selten damit beschäftigen. Wer seine eigenen Stärken nicht kennt, kennt auch die seiner Kollegen, Mitarbeiter und Kunden nicht. Dort setzen wir an. Damit wird nicht nur der Abend entlastet, sondern schon der vorhergehende Tag. Das sind die ersten, aber wesentlichen Schritte für mehr Leistungsglück und weniger Leistungsdruck. Noch konkreter, weil es wirklich ein Tool ist, das funktioniert: Die Fragen bestimmen die Antworten, die Antworten bestimmen die Gefühle, und die Gefühle bestimmen, ob Sie um zwei Uhr grübeln oder schlafen. Deshalb lohnt es sich, abends die Fragen zu wechseln. Statt „Was habe ich alles nicht geschafft?“ lieber „Was war heute richtig gut?“ Klingt simpel. Ist es auch. Wirkt trotzdem. Deshalb die Empfehlung, genau dort zu beginnen, in unserem Kopf. Das funktioniert übrigens auch sehr gut am Morgen, beim (hoffentlich erfrischten) Aufwachen: „Worauf freue ich mich?“ oder „Wem kann ich heute Gutes tun?“ lassen schneller aufstehen als „Wozu muss ich schon wieder in die Arbeit?“ DANKBARKEIT IST KEIN WELLNESSKITSCH, SONDERN GEGENGIFT Sorge und Dankbarkeit können nicht gleichzeitig im selben Kopf wohnen – sie vertragen sich einfach nicht. Wer abends drei Dinge findet, für die er dankbar ist, drängt die Sorge nicht mit Gewalt weg, sondern besetzt den Platz. Das ist keine Esoterik, das ist Verdrängung im besten Sinne. Und es müssen keine großen Dinge sein: ein Kollege, der mitgedacht hat. Ein Kunde, der gelacht hat. Die Tatsache, dass die Lieferung diesmal pünkt- "Sorge und Dankbarkeit können nicht gleichzeitig im selben Kopf wohnen – sie vertragen sich einfach nicht." Gabriel Schandl, Seminarleiter, Speaker & Coach
TRAINING : WISSEN lich kam. Kleine Dinge, große Wirkung. Auch dieses Tool wirkt nicht nur abends, sondern sehr gut tagsüber. Dankbar zu sein, dass wir unsere Augen überhaupt aufmachen durften in der Früh, erzeugt ein anderes Gefühl als „schon wieder ein Tag, der…“ Sie kennen sicher Menschen in ihrem Umfeld, denen dieses Privileg des Aufwachens nicht mehr zuteil wird. Weil sie schlicht nicht mehr unter uns sind. Wir sind noch hier. An der Stelle möchte ich ein besonderes Wort in Erinnerung rufen. „Endlichkeitsbewusstsein“. Es bedeutet, das jeder Tag potentiell ein Geschenk ist, wenn wir ihn als solchen sehen (können). Auch das ist eine Entscheidung. Kurz-, mittel- und langfristig bedeutet es, dass genau dieses Endlichkeitsbewusstsein unser Lebensglück erhöht. EINE ALTE WEISHEIT, ÜBERRASCHEND AKTUELL Schon König Salomo, kein schlechter Ratgeber in Sachen Menschenkenntnis, brachte es auf den Punkt: „Achte auf dein Herz (= deine Gedanken, damals wurde das Herz als „Sitz“ der Gedanken angesehen), denn sie bestimmen dein Leben.“ Sprüche 4,23, Altes Testament. Dreitausend Jahre alt und trotzdem tauglich für das Jahr 2026. Denn Wellness im Kopf kommt nicht aus der Sauna und nicht aus dem nächsten Führungsseminar allein – sie entsteht durch gezieltes Denken. Durch die bewusste Entscheidung, welchen Gedanken wir Raum geben und welchen nicht. Und wenn wir schon bei „alten“ Weisheiten sind: Ich mag auch das Luther-Zitat, sinngemäß: „Ich kann nicht verhindern, dass Raben über meinem Kopf fliegen, aber ich kann verhindern, dass sie sich dort einnisten.“ Vom Leistungsdruck zum Leistungsglück ist übrigens genau dieser Weg: nicht weniger leisten, sondern anders denken über das, was wir leisten. Wer das schafft, schläft nicht nur besser. Er verkauft auch besser, führt besser und ist am nächsten Morgen wieder der Mensch, mit dem die Leute gerne arbeiten. Das müssen wir aber nicht aus uns alleine heraus schaffen. Manchmal brauchen wir die Erinnerung von außen, sei es durch einen guten, hochwertigen, nützlichen Artikel oder einen Vortrag, ein Seminar oder einen anderen Menschen. Wenn wir uns gegenseitig erinnern und inspirieren, gewinnen sowohl Tage als auch Abende und Nächte an Qualität und Tiefe. DREI RITUALE FÜR HEUTE ABEND Der Notizzettel: Was morgen dran ist, wandert vor dem Schlafengehen aufs Papier. Das Gehirn darf loslassen, was gesichert ist. Der Fragen-Wechsel: Statt „Was lief schief?“ die Frage „Was ist gelungen?“ Der Praktikant im Kopf liefert, was Sie bestellen. Die drei Dankbarkeiten: Drei Dinge des Tages, klein und konkret. Sie besetzen den Platz, den sonst die Sorge einnehmen würde. Viel Erfolg beim Umsetzen! Ihr Gabriel Schandl Gabriel Schandl ist Wirtschaftswissenschafter (Linz, Siena) und Leistungsforscher. Als leidenschaftlicher Keynote-Speaker und engagierter Coach unterstützt er Menschen, Unternehmen und Teams, ihr Bestes zu geben. Der Constantinus Kategorie Sieger ist Buchautor und wurde von der National Speakers Association mit dem CSP geehrt, dem „Certified Speaking Professional“, der höchsten Auszeichnung in der Redner-Branche. Das Magazin „Erfolg“ zählt ihn zu den Top 100 Erfolgstrainern im deutschsprachigen Raum. Von ihm stammt der Begriff und das Konzept des „Leistungsglücks“, welches er in seinen Vorträgen weltweit eindrucksvoll darstellt. KONTAKT: Speaker GmbH | Mag. Gabriel Schandl Fürstenallee 16f, A-5020 Salzburg hello@gabrielschandl.com www.gabrielschandl.com VERANSTALTUNGEN FÜR IHREN ERFOLG: - ab 24. September 2026, Salzburg: Offener TTT Lehrgang Trainerausbildung zum ISO-zertifizierten Fachtrainer gabrielschandl.com/weiterbildung/trainerausbildung - 9. Oktober 2026: Ganztages-Workshop – Rhetorik gabrielschandl.lp.page/rhetorik-workshop Gabriel Schandl live Gabriel Schandl Marketing, das wirkt. info@derkreis.at I www.derkreis.at Professionelle Marketinglösungen, starke Werbemittel und digitale Sichtbarkeit: DER KREIS liefert die Zutaten für mehr Frequenz im Studio.
14 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 BRANCHENTALK HANS KLEIN „ALLES STEHT UND FÄLLT MIT DER LEIDENSCHAFT“ Mit Herzblut für Business und die Branche, so ist KR Ing. Johann ‚Hans‘ Klein bekannt. Über 45 Jahre in der Einrichtungsszene sprechen für sich, den Unternehmer, Kenner und Könner. Immer im Fokus: Sein Fachgeschäft „Möbel Klein“ in Wien und – in verschiedensten Funktionen – auch das große Ganze, allen voran die Ausbildung von Fachkräften. Mit lachendem Auge blickt er zurück und zugleich nach vorne, sieht Tendenzen in und „To Do’s“ für die Branche – und Passion als Triebfeder für eine erfolgreiche Zukunft. Von Sylvia Pilar KR Ing. Johann Klein, Geschäftsführer von „Möbel Klein“ mit seiner Frau.
04.2026 | August/September | wohninsider.at 15 BRANCHENTALK wohninsider: Eine Ära endet, eine neue beginnt: Mit Jahreswechsel schließt „Möbel Klein“ und du beginnst deine „zweite Karriere“ im Ruhestand. Ist diese Entscheidung schon länger gereift? KR Ing. Johann ‚Hans‘ Klein: Es stimmt, mit Ende Dezember ist Schluss bei „Möbel Klein“. Ich schließe meinen Betrieb und lege auch mein Amt in der Wirtschaftskammer nieder. Meine Gerichtsgutachtertätigkeit habe ich bereits zurückgelegt. Es ist schon soweit alles abgeschlossen und ich erledige nur noch die letzten Aufträge. Ich habe mich rund drei Jahre mit der Entscheidung getragen, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Meine beiden Kinder verfolgen ihre eigenen Berufswege und der ausschlaggebende Punkt war die Entwicklung bei der Immobilie, in der das Geschäft „Möbel Klein“ seit Jahrzehnten beheimatet ist, die sich abgezeichnet hat und dazu führt, dass ich den Schlussstrich ziehe. Blickst du mit Freude oder mit Wehmut auf diesen Schritt? Vielleicht hätte ich noch zwei, drei Jahre weitergemacht, jetzt genieße ich eben ein bisschen mehr mein Leben. Ich habe das Unternehmen immer mit viel Herzblut geführt, war von Montag bis Sonntag erreichbar und für meine Kund:innen da. Es hat mir viel Freude gemacht. Jetzt freue mich auf mehr Unbeschwertheit. Du bist rund 45 Jahre in der Branche aktiv. Was siehst du, wenn du in den Rückspiegel schaust? Im Zeitraffer betrachtet zeigt sich, dass Unternehmen immer mit bestimmten Zeiträumen konfrontiert sind, wo sie genau überlegen müssen, wie es weitergeht. Man darf nicht stehen bleiben. Man muss sich immer an die Marktsituation anpassen, schauen, ob Produktsortiment und Präsentation noch stimmen, hinterfragen, ob man am aktuellsten Stand ist. Mir haben dabei die Erfahrungsaustauschgruppen des Verbandes GARANT geholfen, bei denen andere Unternehmer einen ehrlichen Blick auf das Business werfen und Feedback geben. Das finde ich wichtig, weil es die Scheuklappen öffnet und neue Möglichkeit aufzeigt. Heutzutage ist es auch ganz wichtig, auf Social Media präsent zu sein. Wer das nicht ist, ist nicht zeitgemäß. Gleichzeitig gilt es, authentisch zu sein, also dass die Präsentation nach außen dem entspricht, was Kund:innen im Geschäft erwartet. Das war für mich immer essenziell und ich habe in meiner Laufbahn von der Ausbildung als Tischlermeister über das Diplom an der EBS Kuchl bis heute versucht, mir großes Wissen und ein breites Spektrum anzueignen und am Puls der Zeit zu sein. Auch als Gerichtssachverständiger und in meinen Funktionen im Landesgremium Wien und dem Bundesgremium des Einrichtungsfachhandels der WKO war es mir wichtig, mich weiterzuentwickeln, was mir auch gelungen ist, auch wenn es nicht immer ein Spaß war. Eine gute Entscheidung war, schon früh stark auf das Thema Küche zu setzen. Aus der Tischlerei kommend hat uns diese Neuausrichtung einen richtigen Schub verpasst. Der Hauptumsatzträger von fast jedem Fachgeschäft ist die Küche. Mit der Küchenplanung lässt sich das Vertrauen der Kund:innen gewinnen und sie öffnet die Türen für mehr. Stichwort: Ganzheitliches Wohnen. Alle Räume gleich hochwertig zu gestalten, ist heute angesagt. Ich habe das erkannt und nie ausschließlich auf Küche gesetzt, sondern auch den Wohnbereich kontinuierlich auf- und ausgebaut und mich dort mit „Möbel Klein“ gut positioniert. Wenn ich heute ein Geschäft eröffnen würde, würde ich wieder diese Richtung einschlagen und Kund:innen Gesamtkonzepte vom Teppich über Küche und Wohnmöbel bis zur Leuchte anbieten. Mit reinem Möbelverkauf haben Unternehmer heute und in Zukunft keine Chance. Fachprofis müssen Kund:innen Mehrwert bieten und der ist ein ganzheitliches Wohnkonzept. Fotos: Möbel Klein Für sein langjähriges Engagement erhielt Johann Klein im Juni das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, verliehen durch den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. Foto: © Stadt Wien/ Christian Jobst „Mit der Küchenplanung lässt sich das Vertrauen der Kund:innen gewinnen und sie öffnet die Türen für mehr.“ »
16 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 BRANCHENTALK Lässt sich damit ein Kontrapunkt zu KI setzen? Oder spielt sie den Einrichtungsprofis in die Hände? Ich sehe durch KI einen großen Wandel in der Branche. Viele arbeiten schon aktiv damit und mit ihr lassen sich schnell Entwürfe generieren. Diese Entwicklung schlägt sich auch auf das Thema Fachkräfte nieder, das ja ein massives Problem für die Branche darstellt. Es braucht Einrichtungsprofis, die aber heute andere Fähigkeiten mitbringen müssen. Es wird zu einer Verschiebung kommen, mit der wir Schritt halten müssen. KI hat sicher Vorteile, aber sie kann auch vieles nicht. Fachgeschäfte bedeuten Emotionen und dieses Persönliche, die individuellen Bedürfnisse zu erkennen, dass Kund:innen sich verstanden fühlen und gemeinsam die optimalste Gestaltung erarbeitet wird, Vertrauen und ehrliche, reale Kund:innenbeziehungen wird die KI nie wegnehmen können. Der Fachhandel hat viele, andere Qualitäten, die er einbringen kann und muss. Die persönlichen Beziehungen und dieses Vertrauen waren mir immer ein großes Anliegen, spiegeln sich jetzt auch in den Rückmeldungen, und so ist es für mich ein positiver Abschluss. Fachkräftemangel und die Ausbildung junger Profis bewegen die Branche. Wie siehst du diese Thematik? Ich habe mich immer für das Thema Ausbildung stark gemacht. Ich war und bin überzeugt, dass fundierte Ausbildung und kompetente Mitarbeitende die einzige Chance für unsere Branche sind. Es fehlt mehr denn je der Nachwuchs und Verkauf ist bei jungen Menschen generell nicht wirklich beliebt. Alles steht und fällt mit der Leidenschaft. Und es stellt sich für mich immer die Frage, wie sich diese Leidenschaft an der Branche gut weitertragen lässt. Die Möglichkeiten reichen von einem besseren Image bis zur Offenheit, dass sich junge Menschen gut entwickeln können und die nächste Generation in Betrieben früher aktiv einbringen und hineinwachsen kann, auch um sie übernehmen. Das Thema Übernahme ist ja auch ein riesiges. Welche Impulse in puncto Ausbildung braucht es? Mit der Interior Design School und der Academy Kuchl haben wir in Österreich eine gute Ausbildungsstätte für Einrichtungsprofis. Die EBS Kuchl hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, den Lehrplan den neuen Bedürfnissen am Markt laufend angepasst und ist ein wichtiger Baustein für die Branche. Ich stehe voll und ganz hinter der Schule und habe sie auch in meiner Funktion bei und mit dem Wiener Landesgremium gerne unterstützt. Ich wünsche mir, dass sie sich weiterhin so positiv entwickelt, vor allem auch beim Zustrom an Personen. Wenn wir nur reden, aber nicht den Wert der Ausbildung erkennen und sie fördern, hat die Branche verloren. Was nützt das beste Produkt, wenn niemand es den Kund:innen verkaufen und ihnen eine gute Gestaltung anbieten kann? Die Schule und die Akademie sind ein wertvolles Gut und ich hoffe, dass sich das weiter- und noch mehr in die öffentliche Wahrnehmung und zu den jungen Menschen hinaus trägt. www.moebel-klein.at Historie mit Weitblick: „Der Hauptumsatzträger von fast jedem Fachgeschäft ist die Küche“, so der Unternehmer, der früh, aber nie ausschließlich auf das „Herz des Hauses“ gesetzt hat – bis heute nicht. „Ich war und bin überzeugt, dass fundierte Ausbildung und kompetente Mitarbeitende die einzige Chance für unsere Branche sind.“ „Fachgeschäfte bedeuten Emotionen“, unterstreicht Hans Klein – eine Qualität, die KI nicht ersetzen kann.
GEMEINSAM UNABHÄNGIG ZUSAMMEN MEHR ERREICHEN Jetzt Gesellschafter werden und vom Verband profitieren. www.kuechenring.com
18 wohninsider.at | August/September | 04. 2026 NETZWERKE Wer an Ausbildung im Einrichtungsfachhandel denkt, dem klingeln drei Buchstaben und ein Name im Ohr: EBS Kuchl. Die Einrichtungsberaterschule in Kuchl ist eine Institution und Bastion, auch und gerade in Zeiten des immer dringlicheren Fachkräftemangels. Gute Ausbildung steht an der Interior Design School und Academy auf der Tagesordnung. Für Barbara Eckereder, Unternehmerin und Präsidentin der EBS Kuchl, ist sie mehr als Aufgabe und Auftrag, sondern Herzensangelegenheit. „Ausbildung ist der absolute Fokus“, betont sie, bei dem Thema sei sie sofort Feuer und Flamme, zahlreiche Stationen und Funktionen pflastern ihren Weg und sie bildet selbst in ihrem eigenen Unternehmen durchgehend Lehrlinge aus. „Wir brauchen Fachkräfte“, ist die simpel klingende Triebfeder ihres Engagements, das sie auch an der EBS Kuchl einbringt – vor wie hinter den Kulissen, in der Klasse und auch gerne mal mit der „rosaroten Brille“, um Wesentliches, mit einer Prise Witz aufgepeppt, zu vermitteln. Win-win Fokus und Ziel sind bei allem Schmäh, den Herausforderungen und im Spannungsfeld von unterschiedlichsten Anforderungen, Bedürfnissen, Vorstellungen immer klar: Die Ausbildung und die „next generation“ zu pushen sowie das Verständnis für den unbezifferbaren Wert der fundierten Ausbildung von Fachprofis in Kuchl, sei es an der Interior Design School oder der Academy, zu schärfen. „Die EBS Kuchl sollte als Ausbildungsstätte noch viel stärker in den Köpfen der Branche, in den Gremien, in den Unternehmen und bei jungen Menschen verankert sein“, unterstreicht Eckereder. Hier den Sparstift anzusetzen, sei nicht der richtige Weg, sondern ein starkes, gemeinsames Commitment gefragt. „In unseren Statuten ist verankert, dass die Landesgremien des österreichischen Einrichtungsfachhandels zum Erhalt der Schule verpflichtet sind“, so die Präsidentin, zudem beflügeln Sponsoren – Verbände wie Unternehmen – die Ausbildung. „Unsere Sponsoren sind eine wichtige Säule“, so die EBS Kuchl-Präsidentin, und „unser Ausbildungsbereich ist auch für die Unternehmen von großer Bedeutung, weil sie hier zukünftige Mitarbeitende oder Partner:innen finden“. Eine Win-win-Situation für alle. Unikum In der EBS Kuchl werden Jahr für Jahr ca. 30 Schüler:innen in der klassischen einjährigen Ausbildung und ca. 20 Schüler:innen in der Akademie unterrichtet, die in den EBS KUCHL Ein Schatz für die Branche An der EBS Kuchl ist der 47. Lehrgang gestartet. „Aus der Branche, für die Branche“ ist Gründungsidee und Credo der Schule und Ausbildung, von der alle profitieren und wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden. „Die EBS Kuchl ist der wichtigste Fachkräfte-Motor in der Branche“, so Barbara Eckereder, Präsidentin. Von Sylvia Pilar „Es gibt keine Ausbildungsschiene, die annähernd die Qualitäten vermittelt, die die Absolvent:innen der EBS Kuchl mitbringen.“ Barbara Eckereder, Präsidentin der EBS Kuchl. Foto: EBS Kuchl/Philipp Freund Hier beginnt’s: An der EBS Kuchl werden die Fachprofis von morgen ausgebildet. Foto: EBS Kuchl
04.2026 | August/September | wohninsider.at 19 NETZWERKE Unternehmen sofort aktiv durchstarten können. „Es gibt keine Ausbildungsschiene, die annähernd die Qualitäten vermittelt, die die Absolvent:innen der EBS Kuchl mitbringen. Die Schule ist mit zehn Monaten realer Ausbildungszeit, zugespitzt und fokussiert auf die Kompetenzen in der Einrichtungsbranche, einzigartig im deutschsprachigen Bereich. Diese kurze, branchenspezifische Ausbildung, in der Mitte Österreichs positioniert, mit Vortragenden aus der Praxis und offen für Neu- und Quereinsteiger:innen sind die Spezifika der Schule.“ Die Gründungsidee – „Aus der Branche für die Branche“ – hat sich nie verändert „daraus resultiert unser Antrieb, die EBS laufend an die Anforderungen und Bedürfnisse des Marktes anzupassen.“ Dazu zählen neben dem um zeitgemäße Inhalte laufend erweiterte Lehrplan auch frische Ideen wie die Projektwoche mit realistischen Planungs-, Auftrags- und Bestellsituationen sowie neue Initiativen wie der Karrieretag am 8. Oktober 2026. Kuchler Spirit mit Potenzial für mehr Jungprofis und Branche werden auf vielen Wegen „verkuppelt“. „Die Auszubildenden werden nicht mehr. Daher ist es umso wichtiger, sie anzusprechen und ihnen eine fundierte Ausbildung mit Zukunftsperspektive zu bieten“, betont Eckereder „Wir haben ein enormes Reservoir an top ausgebildeten Einrichtungsfachberater:innen. In der Branche kennt so gut wie jede:r die EBS Kuchl und unsere Absolvent:innen sind in verschiedensten Unternehmen und Bereichen aktiv.“ Schule und Absolvent:innen seien ein Schatz für die Branche, die seit fünf Jahrzehnten der „Kuchler Spirit“ auf viele Wege durchweht. „Stolz macht uns auch, dass viele namhafte Unternehmen uns die nächste Generation anvertrauen, weil sie wissen, dass ihre Kinder hier bestens ausgebildet werden.“ Wermutstropfen und zugleich großes Potenzial: „Außerhalb der Branche haben wir noch viel Luft nach oben, mehr junge Menschen anzusprechen“, so Eckereder und sieht einen Hebel in mehr Breitenpräsenz wie auf Messen – und macht auf eine weitere Option aufmerksam. „Die gute Nachricht ist, dass diese Ausbildung auch gefördert werden kann!“ Weichenstellung für die Zukunft So ebnet die EBS Kuchl den Weg für Branchenzukunft, die nahe und die vielleicht etwas fernere. Stichwort: Nachfolge. Ein Thema, das Barbara Eckereder seit zwei Jahren in den Fokus rückt, „aus einer blanken Notwendigkeit heraus“. Denn: „Schätzungen zeigen, dass nur rund 25 bis 27 Prozent der Unternehmen ihre Nachfolge geregelt haben. Nachfolge muss unbedingt thematisiert werden“, betont sie. „Wenn die österreichischen Betriebe nicht weitergeführt werden, stellt es die ganze Branche vor massive Probleme. Für die Übernahme braucht es Personen, die mit allen Qualitäten ausgestattet sind, und hier ist die EBS Kuchl die Anlaufstelle. Es geht also nicht alleine um die Schule, sondern um den Fortbestand der Branche.“ www.ebs-kuchl.at Mehr dazu im wohninsider-Bericht hier online: kurzlinks.de/5apj Ausbildung ist für Barbara Eckereder ein Herzensanliegen. Ihr Engagement und Know-how als Unternehmerin bringt sie auch im Unterricht aktiv ein. Foto: Barbara Eckereder "Ausbildung ist der absolute Fokus.“ Aus der Branche, für die Branche – und mit der Branche: Der Karrieretag bringt Jungprofis und Unternehmen zusammen. Foto: EBS Kuchl
RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0NA==