Ich bin der Trend

Paris, Möbel, Design – Martin Wetscher war auf der Maison & Objet unterwegs und liefert mit seinem Trendbericht Einblicke in die Messe, Ausblicke auf Kommendes und eine wichtige Erkenntnis.
Trendbericht von der Maison & Objet von Martin Wetscher.

Paris im Herbst. Die Maison & Objet zeigt, was uns in diesem Winter umgeben soll: Marron in allen Schattierungen, weiche Sofas, Teppiche und viel Textiles. Nach einem Sommer der Hitze und des Draußen beginnt jetzt die Saison des Drinnen – und damit die schönste Zeit, über das eigene Zuhause nachzudenken.

 

Jeder Urlaub geht irgendwann zu Ende. Und wer aus einem besonders schönen oder inspirierenden Hotel zurückkommt, bringt neben Erinnerungen manchmal auch etwas anderes mit nach Hause: die Erinnerung an einen Raum, an ein Bett, an einen Sessel oder an Dinge, die man zu Hause niemals so machen würde – und gerade deshalb nicht mehr vergisst.
Vielleicht ist der September deshalb ein guter Monat, auch die eigenen vier Wände wieder etwas genauer anzusehen. Was gefällt uns noch? Was fehlt? Und wo könnte ein wenig von jenem Gefühl bleiben, das wir unterwegs hatten?

Auf der Maison & Objet wird die Antwort in diesem Herbst erstaunlich eindeutig: Es soll wieder gemütlich werden. Marron in allen Nuancen – von hellem Sand über Tabak und Cognac bis zum dunklen Schokoladenbraun – trifft auf Rot, Brombeer und gedecktes Grün. Naturmaterialien, Strukturen und kleinteilige Muster schaffen eine warme, sinnliche Atmosphäre.

Auch die Formen werden weicher. Sofas wirken rund und großzügig, kleine Beistell- und Coffee-Tables schaffen unterschiedliche Höhen und Materialien. Dazu kommen Teppiche, Leuchten, Vorhänge, Stoffe, Vasen und Bilder. Kurz: Alles, was einen Raum vom schönen Raum zum Zuhause macht.

 

„Ein Boden ohne Teppich wirkt fast wie ein Garten ohne Gras“ - Martin Wetscher

Interessant ist dabei auch die Gegenbewegung: Neben den warmen Farben und üppigen Mustern finden sich in Paris nahezu monochrome Räume in Sand- und Naturtönen. Wenig Kontrast, viel Ruhe. Räume, in denen man automatisch leiser wird.

 

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Wir brauchen nicht unbedingt mehr Dinge, sondern die richtigen.

Einen guten Teppich, einen bequemen Sessel, warmes Licht, schöne Stoffe oder Materialien wie Holz, Stein, Wolle und Leder können einem Raum bereits eine völlig neue Atmosphäre geben. Inspiration muss dabei nicht bedeuten, das eigene Zuhause neu zu erfinden. Manchmal reicht eine kleine Veränderung – oder einfach ein Blick von außen, der den eigenen Raum plötzlich wieder mit neuen Augen sehen lässt.

 

Persönlich & inspirierend
 

Der vollständige persönliche Trendbericht von Martin Wetscher von der Maison & Objet findet sich hier online. Und wer die aktuellen Trends, Materialien und Ideen nicht nur lesen, sondern erleben möchte, ist herzlich zu „Samstags bei Wetscher“ ins Zillertal eingeladen. An drei Samstagen im Herbst öffnen sich in Fügen Türen, die sonst verschlossen bleiben – für besondere Einblicke, persönliche Begegnungen und neue Inspiration rund ums Wohnen.

 

www.wetscher.com