wohninsider 2.2026

34 wohninsider.at | April/Mai | 02. 2026 KÜCHE Die Geschäftsführung rund um CEO Dr. Matthias Merz hatte schon angenehmere Pressetermine. Vor dem Hintergrund der anhaltenden weltpolitischen Konflikte, der schwelenden Energiekrise durch die Angriffe auf den Iran durch die USA und Israel sowie der allgemeinen Kaufzurückhaltung, konnte die BSH trotzdem reüssieren. Verbucht wurde ein Gesamtumsatz von 15 Mrd. Euro im Jahr 2025, was einem Rückgang von 1,6% ggü. Vorjahr entspricht. Positiv bilanzierte hingegen die Niederlassung in der Alpenrepublik. Das Team rund um die GF Andreas Diepold und Alexandra Dietmair erwirtschaftete einen Umsatz von 296 Mio. Euro und damit ein Wachstum von 2,1%. Grund zur Freude ist hierzulande auch die wiederholte Auszeichnung zum „Great Place to Work“. Nicht zuletzt der eigene Werkskundendienst für die BSH Österreich spielt hier eine wesentliche Rolle. Mit einem österreichweiten Netz an Service-Technikern und der eigenen Kleingeräte-Werkstatt in Wien konnte die Kundenzufriedenheit erneut gesteigert werden. Dies beweisen interne Kundenzufriedenheitsumfragen sowie externe unabhängige Rankings. Darüber hinaus zelebriert der markenübergreifende Showroom Stilarena in Wien Favoriten heuer zehnjähriges Bestehen. Ergebnis positiv – und nicht weiter beziffert Wenig überraschend wurde auch in diesem Jahr das Ergebnis des Konzerns nicht kommuniziert. Jedoch, so COO Lars Schubert, bilanziere man positiv und hätte die Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessert. Kritisch hinterfragt und wiederholt thematisiert wurden auch die bereits angekündigten Werkschließungen in Bretten und Nauen. Diese Entscheidungen, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen, wären keine leichten gewesen, seien jedoch unumstößlich. Ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter sei jedoch bereits in Ausarbeitung, zudem sei die BSH nach wie vor mit sechs Fabriken in Deutschland (von insgesamt 39) jener Hersteller mit den meisten deutschen Fertigungsstätten. In diesem Zusammenhang sei auch das Siegel „Made in Germany“ auf anderer Ebene zu betrachten, nicht mehr bloß auf die Herstellung zu reduzieren, sondern als Gesamtpaket eines Leistungsversprechens, das auch für Entwicklung, Innovation und Präzision stehe. Ebenfalls thematisiert wurde von den anwesenden Journalisten die Umstellung der Vertriebskanäle: CSS Rudolf Klötscher antwortete auf die Frage, ob die BSH Marktanteile durch den Kanalvertrieb verloren habe, dass man voll im Plan sei und bislang die Marktanteile grosso modo halten konnte, bei einem insgesamt rückläufigen Markt von 2% (in Deutschland). Vielmehr sei die Resonanz darauf im Handel großteils positiv. Fotos: BSH BSH Den Widrigkeiten trotzen Ende März präsentierte die BSH-Geschäftsführung in München traditionell die aktuellen Geschäftszahlen. Thematisiert wurden im internationalen Pressegespräch u.a. die aktuellen Werkschließungen in Bretten und Nauen, die neuen Vertriebskanäle sowie die Ausblicke in Richtung Emerging Markets und KI. Das BSH Geschäftsführungs-Quintett, v.l.: CSS Rudolf Klötscher, COO Lars Schubert, CEO Dr. Matthias Metz, CSM Dr. Alexander Dony und CFO Dr. Thorsten Lücke. Die Werke in Bretten und Nauen werden geschlossen, trotzdem sei die BSH mit sechs verbleibenden Werken in Deutschland jener Anbieter mit den meisten deutschen Fertigungsstätten.

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