72 wohninsider.at | Juni/Juli | 03. 2026 WOHNEN NEXT GENERATION Ein Möbel ist nicht gleich ein Möbel. Das unterstreichen die 13 Absolvent:innen der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung der HTBLVA Graz – Ortweinschule auf vielfältige, eindrucksvolle Weise mit ihren Abschluss- und Meisterstücken bei denen zusammen kommt, was zusammen gehört: Tischlerhandwerk, gestalterischer Spürsinn, Materialkompetenz und technisches Know-how. Neue kreative Wege Dass ein Möbel nicht nur eine optische und funktionale Dimension hat, beweist Philip Striednig mit „Ristretto – Ein Kaffee-Kabinett“, einem kompakten Kaffee-Kabinett, das Kaffeegenuss als sozialen Moment neu interpretiert und die Zubereitung von Kaffee direkt in den Wohn-, Arbeits- oder Verkaufsraum integriert. In zeitgemäß-edler Designsprache bündelt die Kreation funktional durchdachten Innenraum mit Platz für Siebträgermaschine und Kaffeemühle oder eine Kapselmaschine sowie Stauraum für Zubehör alle Funktionen in einem Möbel, greift optisch die Farbwelt von Kaffeebohnen auf und verströmt Café-Atmosphäre. Mit besonderem Stil und Flair beeindruckt auch „Between the Lines“ von Samuel Rettensteiner. Das vielseitig in vielen Räumen einsetzbare Aufbewahrungsmöbel überrascht mit markantem Einschnitt, der von vorne keine rechten Winkel aufweist und spielerisch in das klare Design integriert wurde, sowie als Kombination von Sideboard mit Vitrine und bietet sowohl Stauraum wie Präsentationsfläche. Die zwei Funktionen des Verstauens und Präsentierens bringt Daniel Müller mit „Cosmic Selector“ in Einklang mit meisterlichem Design, orientiert an klassischen Sideboards der Mid-Century-Ära, aber zeitgemäß interpretiert. Ausgewogene Proportionen, bewusster Materialkontrast und Stauraum für Vinylplatten zeichnen die Plattenkommode aus, die mit klarer Linienführung und schlanken Beinen leicht und schwebend wirkt sowie einem reizvoll-kontrastreichen Materialmix und charmanten Details daherkommt. Klares Design & clevere Funktionalität Ein Abschluss- und Meisterstück zu gestalten, dessen äußeres Erscheinungsbild klar strukturiert und integrierbar in nahezu jeden Wohnraum ist, war der Entwurfsgedanke von Elisabeth Widauer bei „fermé“ und – gedacht, getan – besticht das Möbel durch klare Linien kombiniert mit Rundungen, wirkt unscheinbar und zurückhaltend, stellt die KitchenAid in den Mittelpunkt und offenbart hinter dem horizontalen Rollladen seinen wahren Charakter: In clever strukturierten Laden finden sämtliche Backutensilien rutschfest ihren Platz, neben der Aufbewahrung dient das Meisterstück zugleich als funktionaler Arbeitsplatz und fasziniert mit optischen Highlights. Funktionalität und Design gehen auch bei „1+1=3 – Eine (Wickel) Kommode“ von Melanie Atzlinger Hand in Hand. Aus dem Wunsch geboren, ein Möbel zu entwerfen, das mit den Bedürfnissen seiner Nutzer:innen mitwächst und sich dem Alltag anpasst, entstand eine aus drei einzelnen Korpussen bestehende Kommode, die sich mit wenigen Handgriffen in eine Wickelkommode verwandeln lässt, in zeitlosem Design, mit klaren Linien, feinen Proportionen und smarter Materialkomposition sowie goldenen Griffen ins Auge fällt. Kreativ-kunstvolle Präsentation Der Leidenschaft für Schallplatten und Musik gibt Bianca Herzog-Bauer mit „Soundcraft“ ihren besonderen Platz. Das Phonomöbel vereint Handwerkskunst, Design und Funktion, die klare, moderne, an der Geometrie des Plattenspielers orientierte Gestaltung erfährt durch den Materialkontrast aus Nussfurnier und farbigen Elementen sowie kreativen Details eine individuelle Note und die offene Präsentation der Schallplatten mit transparenten Glaselementen unterstreicht nicht nur die Leichtigkeit des Entwurfs, sonFotos: © Jacqueline Ibrahim ORTWEINSCHULE – MEISTERKLASSE Meisterlich von Tischlerhandwerk bis Look Österreich findet seine neuen Meister:innen: Die 13 Absolvent:innen der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung der HTBLVA Graz – Ortweinschule brillieren mit ihren Abschluss- und Meisterstücken, die alles andere als gewöhnlich sind. „Ristretto – Ein Kaffee-Kabinett“ von Philip Striednig „Between the Lines“ von Samuel Rettensteiner
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