wohninsider 3.2026

03.2026 | Juni/Juli | wohninsider.at 73 WOHNEN dern macht die Sammlung zu einem integralen Bestandteil des Designs. Sammeln und Präsentieren ist auch die Kunst, die „Vetrina Quattro“ von Albert Schörkmeier beherrscht. Der „bespielbare Bilderrahmen“ erweist sich als unaufdringliches, durch handwerkliche Details bestechendes Stollenmöbel, bestehend aus einem Präsentations- bzw. Vitrinenbereich und zwei Schubladen. Soll der Präsentationsraum wie ein Bilderrahmen, der die Exponate umrahmt, wirken, sind sogar die Griffe als Sonderanfertigungen einer Keramikkünstlerin selbst kleine Kunstwerke. Leichtfüßiger Handwerks- und Designgenuss Klare Struktur, funktionale Raffinesse und präzise Handwerkskunst vereint Moritz Beck mit „Axis Desk“ zu einem zeitlos-eleganten, leicht anmutenden Möbelstück. Auf Basis des Prinzips der Achsen, das Aufbau, Proportionen und Anordnung der Elemente bestimmt, entsteht ein harmonischer Gesamtlook, und gefertigt aus Vollholz sowie überfurnierten Tischlerplatten besticht das Meisterstück mit natürlicher Farbgebung, feiner Maserung und angenehmem Kontrast optisch – und ebenso funktional mit großzügiger Arbeitsfläche sowie auf zwei Glaswänden ruhendem Aufsatzmodul mit zusätzlichem Stauraum und Ablageflächen. Die gestalterische Idee des Schwebens stand für Tim Degen bei „FlyingWine“ im Zentrum des Entwurfs und so kreierte er ein Möbelstück, das diesen Eindruck durch filigrane Metallfüße sowie die reduzierte Verbindung zwischen Korpus und Arbeitsplatte erzeugt, verstärkt durch die auf Plexiglas präsentierten Weinflaschen. Optisch faszinierend, lässt sich das Möbel flexibel als Raumteiler oder wandseitig und dadurch in unterschiedlichen Wohnsituationen einsetzen, dient zusätzlich als Arbeitsfläche und dank integrierter Barfunktion für Genussmomente. Diese stecken auch in „Eichenherz“ von Vanessa Kutrowatz, einem Barschrank, der Platz für Gläser, Flaschen und Kleinutensilien bietet. Bezieht sich der Name sowohl auf das verwendete Material wie symbolisch auf die Fasslagerung vieler edler Spirituosen, avanciert das Möbel selbst zu einem Sinnbild für Reife, Qualität und Genuss – und „Herz“ des Wohnraums, von Begegnung und Geselligkeit. Durchdacht & dekorativ Ein solcher Ort ist traditionell die Küche und wie eine Küchenmaschine modern und kreativ seinen festen Platz in vielen Küchen findet, zeigt Georg Grübler mit „Aid-Station – Ein Küchenmaschinen Möbel“. Nomen est omen, fungiert die Kreation als Arbeitsstation für die Küchenmaschine wie als Aufbewahrungsort für die verschiedenen Zubehörteile und Aufsätze. Als freistehendes Stück auf einem Fußgestell konzipiert mit Gestaltungsanleihen an den typischen Designelementen des Geräts, bietet das Möbel Stauraum und überzeugt funktional wie optisch – auch als dekoratives Highlight. Dekorativ und kreativ sorgt Anja Wagner mit „Linea Verde“ für frische Lebendigkeit. Das Pflanzenmöbel dient der Integration der Pflanzenaufzucht, die durch die an eine Kommode angelehnte Form, eine klare Linienführung und den integrierten Glasbereich sichtbar ist, auf wohnliche Weise in den Wohnraum. Funktionalität, Stauraum und Ästhetik vereinend, ist ihr Meisterstück eine formschöne Alternative zu konventionellen Aufzuchtboxen und kann zudem als Wohnmöbel eingesetzt werden. Den formschönen Rahmen für Lesefreuden bildet „Dualis“ von Flora Wollersberger. Ein Regal zur Aufbewahrung und Präsentation, das im Wohn- wie Arbeitsbereich eine ruhige, geordnete Atmosphäre schafft, gepaart mit ergonomischen Überlegungen und einer ausgewogenen Gliederung von offenen und geschlossenen Bereichen sowie die Verbindung traditioneller handwerklicher Konstruktion mit reduzierter moderner Gestaltung war die Intention – und steckt in dem funktionalen Lesemöbel mit bewusst gewählter Material- und Oberflächengestaltung. www.ortweinschule.at Ein Bericht mit ausführlichen Beschreibungen und Fotos findet sich online unter: kurzlinks.de/3zdx „1+1=3 – Eine (Wickel) Kommode“ von Melanie Atzlinger „FlyingWine“ von Tim Degen

RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0NA==