Konkurrenz & Gegenwind
Der genauere Blick zeigt eine höchst unterschiedliche Marktsituation in den einzelnen Ländern. Mehrere FEP-Mitglieder berichteten bei dem Get-together von positiven Entwicklungen im ersten Halbjahr – insbesondere im Renovierungs- und Projektgeschäft –, doch im dritten Quartal ließ die Dynamik deutlich nach. Die Verbraucher:innen agieren weiterhin zurückhaltend; bei ihren Ausgaben liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Freizeit und Unterhaltung statt auf Investitionen in das eigene Zuhause.
Gleichzeitig steigen die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter an, sodass sich die Hersteller mit höheren Preisen für Rohstoffe, Arbeitskräfte und Energie konfrontiert sehen, während es schwierig bleibt, diese Mehrkosten an die Verbraucher weiterzugeben – insbesondere angesichts des unlauteren Wettbewerbs durch Importe aus China sowie aus neuen Herkunftsländern, deren Liefermengen rapide zunehmen. Zudem ist die Beschaffung von Hartholz ist in bestimmten Regionen schwieriger geworden.
Chancen
Für die Parkettbranche zeigen sich dennoch weiterhin wichtige Chancen. Insbesondere Renovierungsaktivität und das Projektgeschäft, die in etlichen Ländern für Stabilität sorgen und die Nachfrage stützen. So lässt sich der europäische Parkettmarkt derzeit als stabil, aber von Vorsicht geprägt beschreiben. In einigen Regionen sind Anzeichen einer Erholung erkennbar, andererseits dämpfen wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten weiterhin das Vertrauen und beeinflussen Investitionsentscheidungen.
Österreich mit positiver Halbjahresbilanz
Zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, verzeichnete der österreichische Parkettmarkt verzeichnete ein relativ positives erstes Halbjahr. In den Sommermonaten schwächte er sich jedoch ab. Die Konsumenten bleiben zurückhaltend, die Ersparnisse nehmen zu, und Ausgaben – sofern sie überhaupt getätigt werden – fließen verstärkt in Freizeitaktivitäten statt in die Renovierung des eigenen Zuhauses, gleichzeitig verharren die Kosten für Arbeitskräfte, Energie, Rohstoffe und Steuern auf einem hohen Niveau, wie FEP mitteilt.