Wiener Historie trifft mutiges Design

Einer geschichtsträchtigen Location verpasst eine findige Interior Designerin einen modernen Twist: Im Wilde Vienna Fleischmarkt gestaltete Stephanie Barba Mendoza die öffentliche Räume im Balanceakt von Tradition und Innovation.

 

Ein besonderer Ort erfährt ein besonderes Revival. Mit dem Wilde Vienna Fleischmarkt zog 2025 zeitgenössisches Design in eines der geschichtsträchtigsten Gebäude der Wiener Innenstadt ein – und verleiht ihm einen neuen Puls und Drive, ohne Tradition und Historie zu negieren.

Das ehemalige Postgebäude mitten in der Wiener City, über 150 Jahre lang Kommunikationsdrehscheibe des Stubenviertels, avanciert mit frischem Wind, Look & Feel, inspiriert vom Geist der Secession, der Wiener Kaffeehauskultur und dem Wort „Stuben“, gewürzt mit modernem Interior Design-Spirit so zu einer lebendigen Destination für Reisende, Locals, Kunstinteressierte und Designfans.

 

„Das Design des Wilde Vienna ist tief in Wiens rebellischer Kunstgeschichte verwurzelt – und in der Idee der Post als Ort des Austauschs: von Gedanken, Kultur und Gemeinschaft“ - Stephanie Barba Mendoza, Interior Designerin

Dafür sorgt die beeindruckende Gestaltung der öffentlichen Räume durch Stephanie Barba Mendoza. Die renommierte Interior Designerin verfolgte dabei eine klare Vision: ein Haus, das die große Wiener Vergangenheit nicht konserviert, sondern neu erzählt – warm, kunstvoll, kosmopolitisch und mit einem feinen Gespür für die rebellische Kreativität der Stadt. „Das Design des Wilde Vienna ist tief in Wiens rebellischer Kunstgeschichte verwurzelt – und in der Idee der Post als Ort des Austauschs: von Gedanken, Kultur und Gemeinschaft“, so Stephanie Barba Mendoza.

 

„Ich wollte das außergewöhnliche Erbe dieses Gebäudes würdigen und zugleich Räume schaffen, die sich heute offen, relevant und lebendig anfühlen.“ - Stephanie Barba Mendoza, Interior Designeri

Das gelingt der in London ansässigen Kreativen mit mexikanischen Wurzeln und fast zwei Jahrzehnten Erfahrung in den Bereichen Hospitality, Wohnen und Retail mit einem fein ausbalancierten Mix von Tradition und Innovation – und unter Einbindung dessen, was das Haus umgibt. Schon der Name des Viertels liefert dabei eine zentrale Inspiration: „Stuben“ steht für Wohnzimmer, Nähe und Zusammensein. Barba Mendoza übersetzt diese Idee in zeitgemäße Stadträume – Orte, an denen man ankommt, bleibt, entdeckt und ins Gespräch kommt. Lobby, Shop, Restaurant und Innenhof wirken wie eine moderne Mélange aus Salon, Kaffeehaus und Cultural Hangout.


Altbau-Charme trifft im Erdgeschoss auf Design-Attitüde. Über diese Etage hinweg entsteht ein spannender Dialog aus historischer Architektur, kraftvoller Farbpalette, reichen Texturen, kuratierter Kunst und einer bewussten Mischung aus neuen, maßgefertigten sowie gefundenen Stücken. Wiener Kaffeehauskultur wird dabei nicht nostalgisch zitiert, sondern mit einem frischen Blick neu gedacht – elegant, urban und voller Persönlichkeit.
Der Möbelmix ist bewusst vielschichtig: Maßgefertigte Pieces – vom Leder-Rezeptionstisch über Messing-Couchtische in der Lobby bis zu gepolsterten Sitzmöbeln und Banquettes – treffen auf gefundene Objekte wie Vintage-Thonet-Stühle, Leuchten und dekorative Stücke.


Ein Highlight funkelt im Restaurant: Barleuchten als beeindruckende Reproduktion eines Adolf-Loos-Designs von Woka, den Wiener Spezialist:innen für Restaurierung und Reproduktionen aus der Secession-Ära. Überhaupt ist das Haus ein durch und durch genussvoller Hotspot. Im Brasserie Restaurant Rascal verdichten sich die Designelemente zu einer Atmosphäre, die elegant und gleichzeitig ungezwungen wirkt. Skulpturale Messing-Wandleuchten, rote und blaue Lederbezüge, polierte Holztische, grafische Schachbrettmotive und kunstvolle Fräsarbeiten an der Bar greifen Referenzen der Wiener Secession auf – und holen sie ins Jetzt. Gepolsterte Bankette schaffen intime Momente, textile Details spielen mit der Idee klassischer Cafévorhänge und österreichischer Raffrollos.

Last, but not least, bereichert Kunst das Haus, zieht sich wie ein roter Faden durch und macht Wilde Vienna mehr zum kuratierten urbanen Salon als zum klassischen Hotel. Besonders im Fokus stehen eine Wandmalerei des lokalen Wiener Künstlers Max Freund, starke Bilder des italienischen Architekturfotografen Giulio Ghirardi, farbenfrohe gewebte Tapisserien der französischen Textilkünstlerin Mathilde Felter, lyrische Malereien des aus Brighton stammenden Joseph Dilnot sowie kraftvolle abstrakte Öl-Leinwände der britischen Künstlerin Isabelle Carr.
Der Innenhof wird als neuer Treffpunkt des Stubenviertels aktiviert. Hier befindet sich das Museum of Change, Wiens erstes digitales Kunstmuseum, das historische Architektur mit immersiver, sich ständig wandelnder digitaler Kunst verbindet.

So zeigt sich auch hier der raffinierte Mix aus Geschichte und Moderne, aus Gestern, Heute und Morgen, der das Haus, die besondere Gestaltung und das durchdachte Interieur aus der Feder von Stephanie Barba Mendoza auszeichnet – und zum außergewöhnlichen „place to be & see“ macht.

 

www.wilde.com