Statistik Austria: Smart-Home-Lösungen im Aufwind

Österreich wird immer smarter: Laut Statistik Austria sind Smart-Home-Lösungen im Vormarsch. Von Energiemanagementsystemen über Haushaltsgeräte bis zu Sicherheitssystemen spielt „Smartness“ zunehemend im Alltag mit.

 

Immer mehr Menschen in Österreich nutzen smarte Geräte und Systeme, wie die Erhebung von Statistik Austria über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Haushalten 2026 zeigt. 36 % der 16-bis 74-Jährigen verwenden Smart-Home-Lösungen, mit denen etwa Heizung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte oder Sicherheitssysteme über das Internet gesteuert werden. Smarte Unterhaltungsgeräte werden bereits von 74 % der Bevölkerung genutzt.

 

„Smart-Home-Lösungen, also vernetzte Geräte und Systeme, die über das Internet gesteuert oder automatisiert werden können, halten in immer mehr Haushalten Einzug. Bereits 36 % der 16-bis 74-Jährigen nutzen 2026 Anwendungen, die etwa Heizung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte oder Sicherheitssysteme steuern. Am weitesten verbreitet sind weiterhin smarte Unterhaltungsgeräte wie Smart-TVs oder internetverbundene Lautsprecher, 74 % verwenden diese Funktionen. Besonders stark nahm die Smart-Home-Nutzung bei jüngeren Menschen zu“ - Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria

 

Die Zahlen belegen den Aufwind bei Smart-Home-Lösungen eindrucksvoll. Von 24 % im Jahr 2024 auf 36 % im Jahr 2026 kletterte der Anteil der Bevölkerung in Österreich, der diese nutzt – ein Anstieg von 12 Prozentpunkten.

Die am häufigsten genutzten Smart-Home-Lösungen sind Energiemanagementsysteme, beispielsweise Thermostate, Stromzähler oder internetgesteuerte Heizungs- und Beleuchtungssysteme. Ihr Anteil stieg von 17 % im Jahr 2024 auf 25 % im Jahr 2026. Auch internetverbundene Haushalts- oder Gartengeräte, wie Backöfen, Waschmaschinen, Staubsauger- oder Rasenmähroboter, gewannen deutlich an Bedeutung und legten von 12 % auf 21 % zu.
Smarte Sicherheitssysteme, wie Alarmanlagen, Rauchmelder, Überwachungskameras, Bewegungsmelder oder Türschlösser, nutzten 16 % der Bevölkerung, 2024 waren es noch 9 %.

 

Kern-Faktoren
 

Besonders stark nahm die Smart-Home-Nutzung bei jüngeren Menschen zu. Unter den 16- bis 24-Jährigen verdoppelte sich der Anteil nahezu von 17 % auf 33 %, bei den 25- bis 34-Jährigen stieg er deutlich von 28 % auf 44 %.
Neben dem Alter zeigt auch der Bildungsstand Unterschiede in der Verbreitung von Smart-Home-Lösungen: Am weitesten verbreitet sind Smart-Home-Lösungen bei Personen mit Hochschulabschluss: Fast jede zweite Person (48 %) nutzt entsprechende Anwendungen, gegenüber 22 % der Personen mit Pflichtschulabschluss.

 

Smarte Features
 

Smarte Unterhaltungsgeräte sind weiterhin der am weitest verbreitete Anwendungsbereich von smarten Geräten und Systemen. 2026 nutzten 74 % der Bevölkerung zumindest ein mit dem Internet verbundenes Unterhaltungsgerät, nach 66 % im Jahr 2024. Am häufigsten kommen Smart-TVs zum Einsatz: Ihr Anteil stieg von 60 % auf 68 %. Smarte Audiosysteme oder Lautsprecher verwenden mittlerweile 32 % der Bevölkerung, gegenüber 26 % zwei Jahre zuvor.
Zum vernetzten Alltag vieler Menschen zählen neben Smart-Home-Lösungen und smarten Unterhaltungsgeräten auch virtuelle Sprachassistenzsysteme. Virtuelle Sprachassistenzsysteme werden 2026 von 26 % der Bevölkerung genutzt. Vor allem bei den 16- bis 24-Jährigen nahm die Nutzung virtueller Sprachassistenzsysteme zu, ihr Anteil stieg gegenüber 2024 von 30 % auf 38 %. Junge Frauen nutzen Sprachassistenzanwendungen dabei etwas häufiger als junge Männer (41 % gegenüber 35 %). Auch Wearables, etwa Smartwatches, Fitness-Armbänder oder vernetzte Kopfhörer, sind verbreitet und werden von 34 % der Bevölkerung genutzt.

Die detaillierten Ergebnisse sowie weitere Informationen finden sich hier online auf der Website der Statistik Austria.

 

www.statistik.at