Facettenreiche Stauraum-Stories

Wie lässt sich Stauraum modern, kreativ, anders denken? Die Absolvent:innen der der Höheren Abteilung für Innenarchitektur, Raum- und Objektgestaltung der HTBLVA Graz – Ortweinschule beantworten diese Frage mit ihren Abschlusstücken – und beweisen dabei Designgespür und handwerkliche Perfektion.
Hier zum Bericht zu den Absolvent:innen der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung.

 

Eine Herausforderung und viele kreative Lösungen brachte das Ausbildungsfinale an Höheren Abteilung für Innenarchitektur, Raum und Objektgestaltung der Abteilung Kunst&Design der HTBLVA Graz – Ortweinschule mit sich. 29 Absolvent:innen stellten sich der Challenge, gestalteten und fertigten im Trio von Design, technischer Planung und handwerklicher Präzision unter dem Titel „My Stor(e)y – (M)ein Aufbewahrungsmöbel“ faszinierende Kreationen, die Stauraum, Funktionalität und Ästhetik in sich vereinen, gewürzt mit viel Persönlichkeit, Persönlichkeit, wie 18 der Abschlussprojekte verdeutlichen.

Beauty trifft Möbel
 

Zeitlose Eleganz verströmt „EternalElegance – ein Modemöbel“ von Lilien Ag, das für ein schlichtes und zugleich ästhetisches Design steht, mit amerikanischem Nussbaumfurnier fasziniert und in dessen Schublade sowie hinter den beiden Drehtüren von Sonnenbrille, Schmuck & Co formschön Platz finden.

Beauty und Office bringt Hannah Hausecker mit „Convertible- vom Homeoffice zum Schminktisch“ clever in einem Möbel zusammen. Mit schwebendem Look, macht das Abschlussstück seinem Namen alle Ehre, kann als Homeoffice-Arbeitsplatz bei geöffneter Klappe wie als Schminktisch mit integriertem Spiegel und fügt sich mit seiner Optik und Multifunktionalität gekonnt in unterschiedliche Räume und Wohnsituationen ein.

Tradition x Innovation, Look x Funktion
 

Die traditionelle Truhe interpretiert „Truha – ein Aufbewahrungsmöbel“ von Julia Gerstmann kreativ neu und verbindet dabei klassische Konstruktionen mit klarer, moderner Formensprache, brettverleimtes Eichenmassivholz mit Metall und einem eigens entwickelten Beschlag zu einem zeitlosen, leicht wirkenden Lebensbegleiter, der als Stauraum, Sitzgelegenheit und Ablagefläche beste Figur macht und mit Multifunktionalität, raffiniertem Innenleben mitsamt Geheimfach und hochwertiger Verarbeitung.

Bei „Durchblick – ein Stauraummöbel“ von Adrien Kern stehen die markanten, massives Ahornholz mit Wiener Geflecht vereinenden Fronten im visuellen Zentrum und verleihen dem Stück ebenso besondere Raffinesse wie die handwerkliche Präzision, die sich in der insbesondere in der detailverliebten Integration des filigranen Geflechts zeigt. Mit ruhiger Optik, unerwarteter Leichtigkeit, gekonnt das historische Material in eine zeitgenössische Formensprache übersetzend, entsteht ein zeitlos-elegantes Design, das traditionelle Handwerkskunst intelligent im Heute verankert.

Ein Möbel, das durch seine zeitlose Gestaltung Bestand hat und lange erfreut, präsentiert Hannah Pachler-Sattler mit „Die süße Maus – Sideboard“. Bewusst reduziert gestaltet, mit warmer Ausstrahlung des hellen Eichenholzes, klar proportioniertem, rechteckigem, durch eine dreiteilige Front gegliedertem Korpus, eine mittig platzierte Lade und eingefräste Griffnuten besticht das Möbel mit puristischem Charakter, durchdachten Details und geschlossenem Stauraum.

Wie sich Eingangsbereiche funktional und ruhig gestalten lassen, zeigt Katharina Huber mit „FlurDock – Garderobenmöbel“. Das multifunktionale Möbel spricht eine reduzierte Formensprache, abgeschrägte Kantenan Sitzfläche sowie Ober- und Unterboden schaffen eine subtile gestalterische Spannung, mit amerikanischer Nuss gefertigt fügt sich das komfortsteigernde Stück harmonisch in den bestehenden Raum ein.

Auffallend kreativ
 

Funktionalen Stauraum mit einer starken gestalterischen Präsenz zu verbinden war der Entwurfsgedanke von Lina Schager bei „LUMIRA – Sideboard“ – und sie kreierte eine Kommode, die auf filigranen Metallfüßen mit Leichtigkeit daherkommt und mit klar gestaltetem Korpus aus weiß lackiertem MDF als reduzierter Basis, farbigen Glasfronten, die für Identität, Tiefe und Ausdruck sorgen, Wandelbarkeit in Form von werkzeuglos austauschbaren Fronten und Atmosphäre durch die integrierte, Möbel wie Inhalt in Szene setzende Beleuchtung beeindruckt.

Wortwörtlich ein Eyecatcher ist „EinBlick – Aufbewahrungsmöbel“ von Johanna Steurer mit dem markanten, aufrecht stehenden Rechteck, das Raum für besondere, persönliche Gegenstände bietet, die auch im geschlossenen Zustand sichtbar bleiben, während das elegante Möbel hinter zwei Drehtüren mit Push-to-Open-Technologie Platz für alltägliche Gegenstände birgt.

Zeitlos und elegant ist „VINKA – Sideboard“ von Elmar Zündel und spielt zugleich mit Gegensätzen. Strahlt dergeradlinige Korpus durch die reduzierte Formensprache Ruhe und Ordnung aus und betonen horizontale Ausrichtung und präzise Linienführung die Schlichtheit, bildet das geschwungene Sockelgestell einen stilvollen Kontrast, bricht die Strenge auf und sorgt für eine besondere Dynamik und Leichtigkeit dieses multifunktionalen Sideboards mit vielseitig nutzbaren Stauraum.

Kontrastreich tritt „Flow – Sideboard“ von Lorenz Hanin in Erscheinung, das beim Design auf eine langgestreckte, durch die schwarze Farbgebung monolithisch wirkende Form sowie eine dunkle, skulpturale Hülle und helles, naturbelassenes Innenleben setzt – und ein markantes Element,: 38 massive Lamellen bilden als geschwungene Einheit die Front, erzeugen je nach Lichteinfall eine andere Dynamik und dienen zugleich als Griff zum Öffnen des Möbels im feinen Mix von Holz, Edelstahl und Ziegenleder, ergänzt um präzise eingefräste LED-Beleuchtung.

Style, Stil & Sound
 

Im Zeichen der Birke steht „Birch Boy – Lowboard“ von Hannah Rauchenberger, die damit auf ein Material mit persönlichem Bezug setzt und eine Kreation aus echten, vertikal angeordneten Birkenstämmen im Duett mit Furnier in amerikanischer Nuss präsentiert, die als zentraler Stauraum und Präsentationsfläche im Wohnbereich dient.

Effiziente Raumnutzung in schönster Form gelingt Ylva Anika Schnabl mit „The Save Space – Platzsparen mit Stil“. Stilvoll und platzsparend, verwandelt sich das schlicht gestaltete Sideboard mit einem Handgriff und dank verdecktem Dreh-Schwenk-Beschlag in einen funktionalen Schreibtisch, erweist sich als Stauraumwunder und Designobjekt, das im Mix von weiß lackierten Flächen und geöltem Eschenholz eine ruhige, harmonische Ausstrahlung hat, die sich mühelos in jeden Raum einfügt.

Besonderem einen formschönen Raum gibt Sophia Wendler mit „Sound Connection – Schallplattenmöbel“. Den Klassiker interpretiert sie zeitgemäß neu, basierend auf den Gestaltungsprinzipien der Durchdringung und des Kontrasts erwächst ein Möbel, bei dem durch konstruktiv durchdachte Lösungen ein kleiner, vorspringender Korpus scheinbar einen größeren seitlich durchdringen lässt und so die charakteristische Form der Kreation im Materialtrio von amerikanischer Nuss, pigmentlackierten Flächen und Glasakzenten prägt.

Um die Ecke gedacht
 

Einen modernen Couchtisch mit klarer, reduzierter Gestaltung und ergänzt durch einen erhöhten, beweglichen Winkel als flexibel nutzbarer Fläche hat Lisa Milla mit „Wohn Winkel – ein Couchtisch“ geschaffen.Verleiht diewarme Nussbaumoberfläche dem Tisch eine hochwertige und angenehme Ausstrahlung, lässt sich der bewegliche Aufsatz aus Massivholz leicht verschieben und passt sich so verschiedenen Nutzungssituationen an, während offene Fächer im Korpus zusätzlichen Platz für Bücher, Zeitschriften und mehr

Modern, minimalistisch und ein Hingucker ist „Midnight Oasis – Aquariummöbel“ von Katrin Seidler, das durch klare Linien und die prägnante Form eines Polywürfels beeindruckt. Zwei miteinander verbundene Korpusse mit leichtem Höhenversatz schaffen eine ruhige und zugleich spannende Gesamtwirkung, amerikanisches Nussfurnier und die schwarze Deckplatte einen warmen, kontrastreichen Look, der das Aquarium bewusst in den Mittelpunkt rückt, dazu gesellen sich smarte Details wie eine integrierte LED-Beleuchtung, ein schwebend wirkender Sockel und Stauraum.

Zum Schweben gebracht
 

Den Aufgabentitel übersetzt Rosa Seebacher mit „In the Box – Wandregal“ in ein kreatives Hänge-Regalsystem, das Vergangenheit und modernes Design vereint und dessen Funktionalität mit speziell gestalteten Ablageflächen und Nischen über die herkömmliche Aufbewahrung hinausreicht.

Scheinbar fliegen kann auch das Abschlussmöbel von Nina Boandl. In edlem Holz gehalten, mit deutlich sichtbarer Maserung als feinem Hingucker-Effekt und minimalistischem Look, entfaltet das geradlinige Möbel gerade durch seine Schlichtheit eine besondere Magie. Ebenso unspektakulär und unkapriziös, aber zugleich mit faszinierendem modernem Charme zieht auch das Abschlussmöbel von Christina Meisslitzer den Blick auf sich und bietet in zwei Laden und hinter dunklem Holz den Schätzen des Alltags stilvoll Platz.